Shit. Stuhl & Stuhlgang. Noch eine Meditation über Stühle
Tom Mellett

Ich möchte nicht nur auf Michael Eggerts Stuhlmeditation eingehen, sondern auf die Zusammenhänge zwischen Stuhlgang und menschlichem Denken. Es gibt nun einmal den Unterschied zwischen dem Stuhl, auf dem man sitzt, und dem Stuhl, den der Arzt analysiert. In dieser Unterscheidung liegt - wenn auch überraschend- ein Stück der grossartigsten geisteswissenschaftlichen Weisheit.
 
Um genau zu sein, spreche ich die intime Verbindung zwischen dem menschlichen Gehirn und dem menschlichen After an. Gerade diese Verbindung liefert uns unser viel gepriesenes Ich-Bewusstsein! Ja gewiss, was für eine Offenbarung, heute darüber zu meditieren!
 


Wissen Sie eigentlich, dass - nach Rudolf Steiners 1924 erschienenem Landwirtschaftkurs (1), die echte Stofflichkeit unserer edlen hoch geschätzten Gehirne aus Exkrementen besteht? Aber nicht aus bloss irgendeiner Scheisse, sondern aus den Teilen der Exkremente, die nicht ausgeschieden worden sind, sondern irgendwie auf dem Schliessmuskel widergespiegelt werden, um dann -aufwärts schiessend- am Gehirn abzuprallen. 
 
Deswegen ist diese besondere Scheisse („Für den Begriff Scheiße, oder das dazugehörige Verb scheißen, besteht im Deutschen eine wortgeschlechtliche Verwandtschaft zu den Worten schneiden, scheiden, Wasser-scheide, Scheidung, Scheibe, Holz-Scheit, Scheitel, Schieds-richter (welcher entscheidet) Scheide-münze (Kleingeld, eine Unterteilung). Hier sinngemäß als ausscheiden zu verstehen.“) eine solche, die der normale Arzt nicht mit einer gewöhnlichen Stuhlprobe analysieren kann. Hier darf man über „spezielle innerliche“, ja sogar „geistige Scheisse“ reden. Diese besondere innere heilige geistige Scheisse bewegt sich durch den ganzen Körper, bis sie am Ende im Kopf angekommen ist, um dort die heilige Scheisse zu deponieren, sodass das Gehirn dadurch aufgebaut werden kann.

Haben Sie das in Ihrer anthroposophischen Zweigarbeit bedacht? Ach du lieber Gott (oder Higgs Teilchen) wie wunderschön ist das Universum!
 
Hier ist das Rudolf Steiner Zitat:   (S. 200-202)
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„Nun gehen wir aber weiter. Was ist denn nun eigentlich im Kopfe enthalten? Irdische Stofflichkeit. Wenn man also das edelste Organ herausschneidet aus dem Tier, das Gehirn, man hat drinnen irdische Stofflichkeit. Beim Menschen hat man im Gehirn irdische Stofflichkeit, nur die Krafte sind kosmisch, die Stofflichkeit ist eine irdische.
 
Wozu dient dieses Gehirn? Es dient als Unterlage für das Ich. Das Tier hat noch nicht das Ich. Halten wir das ganz richtig fest: Das Gehirn dient als Unterlage für das Ich, das Tier hat noch nicht das Ich, sein Gehirn ist erst auf dem Wege zur Ich-Bildung. Beim Menschen geht das immer weiter zu der Ich-Bildung hin. Das Tier hat also ein Gehirn; auf welche Weise ist es entstanden?
 
Nehmen Sie den ganzen organischen Prozess. Alles dasjenige, was da vorgeht, dasjenige, was im Gehirn zum Vorschein kommt als Irdisch-Materielles, wird einfach ausgeschieden, ist Ausscheidung aus dem organischen Prozesse. Da wird irdische Materie ausgeschieden, um als Grundlage für das Ich zu dienen.
 
Nun ist eine bestimmte Menge irdischer Materie auf der Grundlage des Prozesses, der von der Nahrungsaufnahme durch die Verdauungsverteilung im Stoffwechsel-Gliedmassen-System sich bildet, fähig, um von da die irdischen Nahrungsmittel hineinzuleiten in den Kopf und das Gehirn, da ist eine bestimmte Menge irdischer Stofflichkeit, welche diesen Weg durchmacht, und die dann im Gehirn richtig abgeschieden wird.
 
Aber es wird diese Nahrungsstofflichkeit nicht nur abgeschieden im Gehirn, sondern schon auf dem Wege im Darm. Dasjenige, was nicht weiter verarbeitet werden kann, wird im Darm abgeschieden, und bier tritt Ihnen eine Verwandtschaft entgegen, die Sie ausserordentlich paradox linden werden, die aber nicht übersehen werden darf, wenn man verstehen will die tierische und auch die menschliche Organisation.
 
Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.
 
Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird.

 
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(1) Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft
 
[Landwirtschaftlicher Kurs] 8 Vorträge, eine Ansprache und vier Fragenbeantwortungen, gehalten in Koberwitz bei Breslau vom 7. bis 16. Juni 1924, und ein Vortrag in Dornach am 20. Juni 1924; GA 327;  (S. 200-202)
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Na ja, betrachten Sie die Möglichkeiten für die Entspannung der sozialen Lagen. z.B., wenn jemand böse auf Sie wäre, und er beschimpft Sie mit diesen Worten: „Du Scheisskerl, du! Du hast Scheisse im Gehirn!“  Sie können „Anthroposophically Correct“ antworten: „Das stimmt! Sie sprechen die Wahrheit.  Wissen Sie, dass wir nach der Anthroposophie alle Scheisse im Gehirn haben?“ 
 
Vielleicht ist jemand „bis zum Hals in der Scheisse gesteckt worden.“ Jetzt könnten Sie seine oder ihre Stimmung retten, wenn Sie die Kehle leicht drücken und dann sagen würden: „Herr Doktor hat gesagt:  Die innere geistige Scheisse, die vorher in Ihrem Hals gesteckt hat, steigt gerade oben ins Gehirn auf, um Ihre graue Gehirnmasse wiederzuherstellen. Man kann nun wirklich sagen: Wir alle sind Experten im Scheisse bauen! Tschuess!“
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Zum Schluss noch ein passendes Steinerzitat:
 
„Beim Menschen wird möglichst viel umgesetzt von Bauchdünger in Gehirndünger, weil der Mensch ja sein Ich auf der Erde trägt; beim Tier weniger, daher bleibt mehr drinnen in dem Bauchdünger, der dann zum wirklichen Dünger verwendet wird. Da bleibt mehr Ich in der Anlage drinnen. Weil es das Tier nicht zum Ich bringt, bleibt da mehr Ich in der Anlage drinnen.
 
Daher sind tierischer Mist und menschlicher Mist zwei ganz verschiedene Dinge. Tierischer Mist enthält noch die Ich-Anlage. Und wir finden, wenn wir misten, wenn wir Dünger von aussen her an die Wurzel, das Ich an die Wurzel, an die Pflanzen herangebracht haben, dass wir, wenn wir vollständig die Pflanze zeichnen (Zeichnung), hier unten die Wurzel haben, oben die sich entwickelnden Blätter und Blüten haben, dass sich hier das Astralische hinzuentwickelt durch den Verkehr mit der Luft, hier sich entwickelt durch den Verkehr mit dem Dünger die Ich-Anlage der Pflanze.

 
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