Klaus Barbie und wie weiter? Ein Interview mit Peter Hammerschmidt
23.Aug.2011 20:31 Uhr Abgelegt in:Nationalsozialismus | Hammerschmidt
„Sind Sie auf weitere Spuren nationalsozialistischer Täter gestoßen, die durch nationale und internationale Geheimdienste in der Nachkriegszeit geduldet, gefördert oder sogar konkret beschäftigt worden sind?
PH: Ich spezialisiere mich bei meinen Forschungen auf die Biographie Klaus Barbies. Dass sich die Protektion von NS-Verbrechern durch internationale Geheimdienstbehörden nicht auf den „Schlächter von Lyon“ beschränkte, zeigen bereits jetzt die Studien von Uki Goni (Odessa), Gerald Steinacher (Nazis auf der Flucht) oder auch Heinz Schneppen (Odessa und das Vierte Reich). Barbie war – um seinen ehemaligen Kontrolloffizier (CIC-Agent) Erhard Dabringhaus zu zitieren – „the tip of the ice berg“. Es dürfte die Forschungsperspektive weiterer Arbeiten sein, weitere Biographien von NS-Eliten unter die Lupe zu nehmen. Die Indizien für eine umfassende Protektion sind zahlreich und sind zumindest von amerikanischer Seite seit dem Nazi War Crimes Disclosure Act von 1998 auch für die Wissenschaft zugänglich.“
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Zum ganzen aktuellen Interview mit Peter Hammerschmidt als PDF- Download
Das Anfang 2011 hier erschienene erste Interview mit Peter Hammerschmidt ist weiter verfügbar.
Alle bei den Egoisten publizierten Beiträge zum Thema Peter Hammerschmidt, BND und Klaus Barbie stehen hier in einer Übersicht zur Verfügung.
PH: Ich spezialisiere mich bei meinen Forschungen auf die Biographie Klaus Barbies. Dass sich die Protektion von NS-Verbrechern durch internationale Geheimdienstbehörden nicht auf den „Schlächter von Lyon“ beschränkte, zeigen bereits jetzt die Studien von Uki Goni (Odessa), Gerald Steinacher (Nazis auf der Flucht) oder auch Heinz Schneppen (Odessa und das Vierte Reich). Barbie war – um seinen ehemaligen Kontrolloffizier (CIC-Agent) Erhard Dabringhaus zu zitieren – „the tip of the ice berg“. Es dürfte die Forschungsperspektive weiterer Arbeiten sein, weitere Biographien von NS-Eliten unter die Lupe zu nehmen. Die Indizien für eine umfassende Protektion sind zahlreich und sind zumindest von amerikanischer Seite seit dem Nazi War Crimes Disclosure Act von 1998 auch für die Wissenschaft zugänglich.“
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Das Anfang 2011 hier erschienene erste Interview mit Peter Hammerschmidt ist weiter verfügbar.
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