Elisabeth Klein: Das Schicksal von Otto Ohlendorf
10.Feb.2008 14:48 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie | Nationalsozialismus
"Unergründlich und schwer verständlich, ja schwer zu tragen sind manche Lebensschicksale, die in tragischen Zeiten dem eigenen Lebensweg begegnen. Mit Scheu versucht man, der Größe mancherlei Verknotungen nahezukommen. So ging es mir bei meinen Berliner Bemühungen mit Persönlichkeiten, die mir auf verschiedenen Ämtern entgegentraten, besonders aber mit der Persönlichkeit von Otto Ohlendorf. Dieser arbeitete im SD für das Amt der „Volksbefragung" und in leitender Stellung in der Reichsgruppe Handel. Sein Mitarbeiter, Dr. Dütsch, berichtet über seine Ziele: „Ohlendorf war bekannt als Gegner aller kollektivistischen Bestrebungen in der Wirtschaft und aller Versuche, die privaten Unternehmen zu Gunsten von Großbetrieben abzubauen." So wird es verständlich, dass er sich auch mit großer Energie für die Erhaltung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, auch gegen den Widerstand der Kunstdüngerkonzerne, einsetzte, ebenso aber auch für die Waldorfschulen. Auch für die Erhaltung heilpädagogischer Heime hat er viel Hilfreiches getan. Herr Leitgen machte uns auf ihn aufmerksam. Ohlendorf war als Kämpfer gegen die Maßnahmen eines Bormann, eines Heydrich und besonders Himmlers bekannt."
Weiter zum gesamten Text aus Elisabeth Kleins Erinnerungen
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