Burghard Schildt: Gewahrsein
12.Nov.2011 20:22 Uhr Abgelegt in:Burghard Schildt | Meditation
Auf ein von mir eingebrachtes Zitat von Ramana Maharshi („"Ich bin nicht die sieben Bestandteile dieses physischen Körpers. Ich bin nicht die fünf Wahrnehmungsorgane: Ohren, Haut, Augen, Zunge und Nase mit ihren jeweiligen Funktionen von Hören, Tasten, Sehen, Schmecken und Riechen. Ich bin nicht die fünf Tätigkeitsorgane: Mund, Beine, Arme, After und Genitalien mit ihren jeweiligen Funktionen von Sprechen, Fortbewegung, Geben und Nehmen, Ausscheidung und sexueller Aktivität. Keiner der fünf bin ich und auch nicht die fünf Lebensenergien mit ihren jeweiligen Funktionen. Ich bin weder der Verstand noch der unbewusste Zustand von Nicht- Wissen, in dem es weder Sinnesobjekte noch Aktivitäten des Geistes gibt und in dem nur die latenten Eindrücke zurück bleiben.
All das bin ich nicht. Wenn man das oben Erwähnte als "Das bin ich ganz und gar nicht" zurückweist, ist das, was danach als einziges übrig bleibt, das reine Gewahrsein; das ich tatsächlich bin.“) antwortete Burghard Schildt:
„Steiner sagt, das Denken selbst ist jenseits von Subjekt und Objekt.
Das reine Gewahrsein ist nicht durch Anderes *bedingt*. Also ist es ein Durch-sich-selbst-Sein. Daher ist es autonom. Ist es autonom, ist es jedoch ebenso das Ganze des Weltgeschehens.
Aber das Weltgeschehen selbst wiederum, es umfasst all dasjenige, von dem Maharshi sagt: „All das bin ich nicht.“ Also ist das „reine Gewahrsein“ von Ramana Maharshi ein Sein zwischen allem Anderen, ein zwischen „den Noten“ des übrigen Weltgeschehens Sein.
Wie kann so ein Ich all dasjenige, das es nicht ist, dahingehend umwandeln, dass es, ohne dabei seine Autonomie zu verlieren, es als seine Verschiedenheit gewahrt? Als diejenige Verschiedenheit, die einer jeglichen Note durch Melodie und Ordnung Bedeutung erteilt. Gedeutet wird anhand des Denkens. Es ist ebenso wie das reine Gewahrsein ein durch sich selbst Seiendes. Mithin ist es nicht durch Anderes bedingt. Daher ist es autonom. Als das ist es ebenso das Ganze des Weltgeschehens.
Also kann reines Gewahrsein anhand des Denkens, unter Aufrechterhaltung der Autonomie und Verschiedenheit des Weltganzen, solche Kompositionen erschaffen, in denen es sich mit zuvor noch *übrigen* Klängen im Vorgang des Weltgeschehens in so einer Autonomie gewahrt, wie es sich sonst lediglich im reinen Gewahrsein seiner selbst gewahr wurde.
Denkend erzeugt „man“ Zusammenhang all desjenigen, das das reine Gewahrsein nur gewahrt. Indem man das tut, erzeugt man dasjenige Selbst, das zugleich reines Gewahrsein und alles übrige Weltgeschehen ist. Die autonome Philosophie benennt so ein Selbst mit dem bedeutenden Wort Mensch.
All das bin ich nicht. Wenn man das oben Erwähnte als "Das bin ich ganz und gar nicht" zurückweist, ist das, was danach als einziges übrig bleibt, das reine Gewahrsein; das ich tatsächlich bin.“) antwortete Burghard Schildt:
„Steiner sagt, das Denken selbst ist jenseits von Subjekt und Objekt.
Das reine Gewahrsein ist nicht durch Anderes *bedingt*. Also ist es ein Durch-sich-selbst-Sein. Daher ist es autonom. Ist es autonom, ist es jedoch ebenso das Ganze des Weltgeschehens.
Aber das Weltgeschehen selbst wiederum, es umfasst all dasjenige, von dem Maharshi sagt: „All das bin ich nicht.“ Also ist das „reine Gewahrsein“ von Ramana Maharshi ein Sein zwischen allem Anderen, ein zwischen „den Noten“ des übrigen Weltgeschehens Sein.
Wie kann so ein Ich all dasjenige, das es nicht ist, dahingehend umwandeln, dass es, ohne dabei seine Autonomie zu verlieren, es als seine Verschiedenheit gewahrt? Als diejenige Verschiedenheit, die einer jeglichen Note durch Melodie und Ordnung Bedeutung erteilt. Gedeutet wird anhand des Denkens. Es ist ebenso wie das reine Gewahrsein ein durch sich selbst Seiendes. Mithin ist es nicht durch Anderes bedingt. Daher ist es autonom. Als das ist es ebenso das Ganze des Weltgeschehens.
Also kann reines Gewahrsein anhand des Denkens, unter Aufrechterhaltung der Autonomie und Verschiedenheit des Weltganzen, solche Kompositionen erschaffen, in denen es sich mit zuvor noch *übrigen* Klängen im Vorgang des Weltgeschehens in so einer Autonomie gewahrt, wie es sich sonst lediglich im reinen Gewahrsein seiner selbst gewahr wurde.
Denkend erzeugt „man“ Zusammenhang all desjenigen, das das reine Gewahrsein nur gewahrt. Indem man das tut, erzeugt man dasjenige Selbst, das zugleich reines Gewahrsein und alles übrige Weltgeschehen ist. Die autonome Philosophie benennt so ein Selbst mit dem bedeutenden Wort Mensch.
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