Nicht kleinlich

Mondknoten sind die großen Gezeitenwechsel, die Spring- und Sturmfluten, die aufkommen, als sei der Mond selbst ins Meer gestürzt. Aber die Wände aus Wasser, die sich auftun, blanke Massen, sie werden dir nichts tun. Nichts wirklich schlimmes. Vielleicht wird es dich umdrehen, etwas menschliches Gewebe zwischen Gewalt und Geröll, immer weiter über einen Grund, den du nicht mehr überschaust. Vielleicht wird es dich umdrehen, bis es dich irgendwo liegen lässt. Vielleicht bleibst du etwas liegen, weil dir die Haut abhanden gekommen ist, vielleicht weil es dich schwindelt. Es liegt sich, lernst du, auch ausgesetzt ganz leidlich, solange du dich nicht bewegst und einfach wartest, bis die Zeit vergeht.

Du liegst unter dem Dornenstrauch und schaust mit einem Auge in den nächtlichen Himmel. Die großen Perspektivewechsel- etwa, als man lernte, die Sternhaufen räumlich und perspektivisch zu denken. Vorher war es eine Folie mit verschieden großen Löchern. Du solltest auch die Perspektive wechseln. Nicht kleinlich denken.
blog comments powered by Disqus





Kommentare

Powered by Disqus


Blogs

Jelle van der Meulen
Junko Althaus
Waldorfblog
Burghard Schildt
Uribistan Daily
Michel Gastkemper
Zooey
Canaillo


Informationsportale

Institut für anthroposophische Meditation
Steiner Gesamtwerk Datenbank
Jörgen Smit
Anthromedia
Georg Kühlewind
Alanus Hochschule Alfter
Themen der Zeit
Nachlass Rudolf Steiners
Zeitschrift Die Drei
Info3
Online Archiv Rudolf Steiner


Historiker

Klaus Popa
Peter Hammerschmidt