Das Slow Media Manifest
01.Feb.2010 22:56 Uhr Abgelegt in:Web & Kultur
Auf der Suche nach einer zeitgenössischen Konzeption für nachhaltige Internet- Medien (zum Beispiel ein Blog) ist das „Slow Media Manifest“ entstanden. Für Webmaster und aufmerksame Nutzer ist das ein interessantes Instrument, um für die Qualität von Blogs Massstäbe zu entwickeln. Implizit enthalten ist auch ein Blick auf den mündigen Netzbürger. Nehmen wir als Beispiel dafür mal einige Punkte des Manifests heraus:
„6. Slow Media sind diskursiv und dialogisch: Sie suchen ein Gegenüber, mit dem sie in Kontakt treten können. Die Wahl des Mediums ist dabei zweitrangig. Das Zuhören ist bei Slow Media ebenso wichtig wie das Sprechen. “Slow” bedeutet hier: aufmerksam und zugewandt sein und auch eigene Positionen aus einer anderen Perspektive betrachten und hinterfragen zu können.
7. Slow Media sind soziale Medien: Um Slow Media bilden sich lebendige Gemeinschaften oder Stämme, gleich ob es sich um einen lebenden Autor handelt, der mit seinen Lesern in den Austausch tritt, oder einen verstorbenen Musiker, um dessen Musik sich eine aktive Deutungsgemeinschaft bildet. So fördern Slow Media die Vielfalt und respektieren kulturelle und lokale Besonderheiten.
8. Slow Media nehmen ihre Nutzer ernst: Slow Media treten ihren Nutzern selbstbewusst-freundschaftlich gegenüber und haben ein gutes Gespür dafür, für wieviel Komplexität und Ironie ihre Nutzer bereit sind. Slow Media sehen weder belehrend auf ihre Nutzer herab noch begegnen sie ihnen unterwürfig-anbiedernd.“
Ein solches humanistisches Manifest ist auf dem Hintergrund der heutigen Bedeutung des Internet, was die Masse der Kommunikation betrifft, zu betrachten. 2009 gab es 234 Millionen Websites insgesamt, aber 47 Millionen waren allein in diesem Jahr neu entstanden. 1,73 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung nutzen das Internet, was einer Steigerung von 18% in diesem Jahr entspricht. Es existieren 1,26 Millionen Blogs. 4 Milliarden Fotos sind bei Flickr gespeichert.
So wird es Zeit, angesichts eines wuchernden Mediums über Qualitätskriterien nachzudenken.
„6. Slow Media sind diskursiv und dialogisch: Sie suchen ein Gegenüber, mit dem sie in Kontakt treten können. Die Wahl des Mediums ist dabei zweitrangig. Das Zuhören ist bei Slow Media ebenso wichtig wie das Sprechen. “Slow” bedeutet hier: aufmerksam und zugewandt sein und auch eigene Positionen aus einer anderen Perspektive betrachten und hinterfragen zu können.
7. Slow Media sind soziale Medien: Um Slow Media bilden sich lebendige Gemeinschaften oder Stämme, gleich ob es sich um einen lebenden Autor handelt, der mit seinen Lesern in den Austausch tritt, oder einen verstorbenen Musiker, um dessen Musik sich eine aktive Deutungsgemeinschaft bildet. So fördern Slow Media die Vielfalt und respektieren kulturelle und lokale Besonderheiten.
8. Slow Media nehmen ihre Nutzer ernst: Slow Media treten ihren Nutzern selbstbewusst-freundschaftlich gegenüber und haben ein gutes Gespür dafür, für wieviel Komplexität und Ironie ihre Nutzer bereit sind. Slow Media sehen weder belehrend auf ihre Nutzer herab noch begegnen sie ihnen unterwürfig-anbiedernd.“
Ein solches humanistisches Manifest ist auf dem Hintergrund der heutigen Bedeutung des Internet, was die Masse der Kommunikation betrifft, zu betrachten. 2009 gab es 234 Millionen Websites insgesamt, aber 47 Millionen waren allein in diesem Jahr neu entstanden. 1,73 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung nutzen das Internet, was einer Steigerung von 18% in diesem Jahr entspricht. Es existieren 1,26 Millionen Blogs. 4 Milliarden Fotos sind bei Flickr gespeichert.
So wird es Zeit, angesichts eines wuchernden Mediums über Qualitätskriterien nachzudenken.