Ken
Wilber schildert in
seinem Buch “Mut und Gnade” die wenige
Jahre andauernde Ehe mit seiner Frau
Treya. Sie haben sich beide in ihren
Dreissigern - nach langen Perioden des
Alleinelebens und kaum mehr in der
Hoffnung, je einen Partner zu finden-
kennen- und sehr schnell lieben gelernt.
Ken ist
ein bereits recht arrivierter Esoterik- Autor,
sie hat eine lange Vergangenheit als Community-
Girl
in verschiedenen New- Age- Gemeinschaften. Sie kommt ursprünglich aus Findhorn, auf der Suche nach Pan und den riesigen Möhren, um die die Feen tanzten.
Fast zeitgleich mit ihrer Hochzeit erfahren die Liebenden, dass Treya Brustkrebs hat. Die Ereignisse überstürzen sich, eine schwere Operation tut not. Gebannt verfolgt man die Schilderung, die im Wechsel (durch das ganze Buch hindurch) von beiden Partnern geschrieben wird - Treyas Tagebücher wurden von Ken Wilber ergänzt. Leider trägt er in das Buch viele Seiten umfassende Erörterungen - meist von abstrakter “esoterischer” Art - hinein, die den Fluss nachhaltig stören. Er quasselt praktisch dauernd von einer “höheren Warte aus” in die Erzählung hinein.
in verschiedenen New- Age- Gemeinschaften. Sie kommt ursprünglich aus Findhorn, auf der Suche nach Pan und den riesigen Möhren, um die die Feen tanzten.
Fast zeitgleich mit ihrer Hochzeit erfahren die Liebenden, dass Treya Brustkrebs hat. Die Ereignisse überstürzen sich, eine schwere Operation tut not. Gebannt verfolgt man die Schilderung, die im Wechsel (durch das ganze Buch hindurch) von beiden Partnern geschrieben wird - Treyas Tagebücher wurden von Ken Wilber ergänzt. Leider trägt er in das Buch viele Seiten umfassende Erörterungen - meist von abstrakter “esoterischer” Art - hinein, die den Fluss nachhaltig stören. Er quasselt praktisch dauernd von einer “höheren Warte aus” in die Erzählung hinein.
Zwischen
den sich häufenden desaströsen neuen Befunde,
Verschlechterungen, härtesten medizinischen
Behandlungen vermögen Beide es dennoch, eine
Art normalen Ehelebens zu führen. Ganz
normal ist es natürlich nicht. Treya bemüht
sich redlich, spirituell an den Alltag heran zu
gehen, um beispielsweise ihr Ego dadurch zu
überwinden, dass sie eine brave Hausfrau wird,
die ihren schriftstellernden Ken umsorgt, aber
der Versuch geht immer mehr schief. Ken gerät
allmählich - vermutlich wegen Treyas drückender
Nähe- in eine Schreibblockade, sie selbst
kämpft auch mit den unlauteren Mitteln, wegen
ihrer schweren Krankheit eigentlich
unangreifbar zu sein. Mit der Zeit rutscht - in
einem neuen, mit großen Schwierigkeiten fertig
gestellten eigenen Haus- Ken in den
Alkoholismus hinein und die ganze Ehe in eine
schwere Krise.
Ken
Wilber: Mut und Gnade