In der Armut sein
04.Jun.2010 20:14 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
„Auf dem Gebiet des Seelisch-Geistigen gibt es kein „Haben“. Es gibt auch kein „Sich-Berufen“ auf etwas, auf Vergangenheit, Geschehnisse, Prinzipien. Denn auf diesem Gebiet der Unvergangenheit gibt es kein „Etwas“.
Die Ergebnisse einer Fähigkeit dürfen nicht verwechselt werden mit der Fähigkeit selbst - und auf der Ebene des Lebens oder der Gegenwärtigkeit gelten allein Fähigkeiten. Das „Gestern“ darf nur als Fähigkeiten weiterwirken.
So besteht das Sein in dieser Sphäre im andauernden Verzichten auf das Eben- Errungene, im Suchen- Bleiben, im steten Überwinden des Gefunden- Habens, im immerwährenden Werden. Wer „hat“, „gefunden hat“, wer nicht verzichtet, fällt aus diesem Bereich heraus. In der Armut sein, in der Armut bleiben ist die einzige Art, in der Gegenwärtigkeit zu weilen. Denn nur die Armut hat die Anziehungskraft für das Immerneue.“
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Georg Kühlewind, Die Erneuerung des Heiligen Geistes, Stuttgart 1992, S. 57
Die Ergebnisse einer Fähigkeit dürfen nicht verwechselt werden mit der Fähigkeit selbst - und auf der Ebene des Lebens oder der Gegenwärtigkeit gelten allein Fähigkeiten. Das „Gestern“ darf nur als Fähigkeiten weiterwirken.
So besteht das Sein in dieser Sphäre im andauernden Verzichten auf das Eben- Errungene, im Suchen- Bleiben, im steten Überwinden des Gefunden- Habens, im immerwährenden Werden. Wer „hat“, „gefunden hat“, wer nicht verzichtet, fällt aus diesem Bereich heraus. In der Armut sein, in der Armut bleiben ist die einzige Art, in der Gegenwärtigkeit zu weilen. Denn nur die Armut hat die Anziehungskraft für das Immerneue.“
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Georg Kühlewind, Die Erneuerung des Heiligen Geistes, Stuttgart 1992, S. 57
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