Klaus Barbie, der "Schlächter von Lyon"

In L.I.S.A., dem „Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung“ erscheint gerade eine Serie von Daniel Stahl (Universität Jena) zu Klaus Barbie, seinem Untertauchen in Bolivien und seiner Enttarnung und Auslieferung: Der „Fall Klaus Barbie“: „Schon lange hatte er Schwends Geschäftsfreund Altmann verdächtigt, ein untergetauchter NS-Verbrecher zu sein. Nun begann er dem Fall nachzugehen. 1969 besuchte er mit einem Fernsehteam des saarländischen Rundfunks Bolivien, um Informationen über Altmann zu sammeln. Über die Ergebnisse informierte er die ermittelnden Behörden der Bundesrepublik. Die Recherchen Johns veranlassten außerdem die Botschaft in La Paz, dem Fall Altmann erneut nachzugehen. Nun gelang es ihr, die Geburtsdaten der Tochter Altmanns zu ermitteln. Die bundesdeutschen Ermittler stellten fest, dass sie mit denen der Tochter Klaus Barbies übereinstimmten, der während des Krieges Chef der Gestapo in Lyon gewesen war. Diese Informationen deckten sich mit Hinweisen aus dem Jahr 1961, die besagten, dass Barbie sich vermutlich in Bolivien aufhalte. Doch statt einen Auslieferungsantrag zu stellen, wurde das Verfahren eingestellt..“
Neuigkeiten sind im ersten Teil nicht zu entdecken, nichts, was annähernd über die SPIEGEL-Dossiers hinaus gehen würde, in denen Jörg Diehl Barbie als „grinsenden Automaten“ schilderte. Marcel Ophüls drehte über Barbie die glänzende und furchtbare Dokumentation „Hotel Terminus“. Hoffen wir, dass das ambitionierte neue Wissenschaftsportal bei diesem Thema noch etwas an Fahrt gewinnt.
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