Egoisten intern

Abschied von Hans-Peter Dieckmann

Es wird einsamer bei den Egoisten. Einer unserer langjährigen Autoren, Hans-Peter Dieckmann, ist am 6. Januar verstorben. Seine Aufsätze, die sich vor allem mit dem Thema anthroposophische Meditation beschäftigten, können auf einer für ihn eingerichteten persönlichen Seite gelesen werden. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit, die er auch auf einer eigenen Website und in zahlreichen Seminaren, die er gab, zum Ausdruck brachte, war sein Interesse für den west- östlichen Grenzgänger Sri Aurobindo. Hans-Peter war vor allem 2009 und 2010 aktiver Autor bei den Egoisten; er legte dabei gern längere Pausen ein, weil, wie er schrieb: „Ich möchte kein Internet-Mensch sein.“ Als er sich 2011 immer noch nicht gemeldet hatte, schrieb ich ihn an und erfuhr von seiner gerade ausgebrochenen schweren Erkrankung. Diese war im September 2010 entdeckt worden. Er war willens, sich einer gefahrvollen und radikalen Chemo- Therapie und weiteren Behandlungen zu unterwerfen, denn es gab keine Alternative: „Die Folge wäre mein Tod. Ohne Behandlung hätte ich nur noch ungefähr ein halbes Jahr zu leben.“ Seine Beanspruchung war zu groß, um weiter Artikel schreiben zu können, aber er hoffte: „Aber später, so hoffe ich, kommt wieder mal ein Artikel von mir, dann wohl so ab Januar 2012.“ Am Anfang der Behandlung schlug sich Hans-Peter herum mit Fragen nach persönlicher Schuld, aber auch mit den ihm verbleibenden Perspektiven, aber er wusste auch in den schwersten Momenten: „Durch mein Meditieren gewinne ich immer wieder Aufbauendes, mit meinem Lösen.“

Die Perspektive der gemeinsamen Arbeit blieb ihm wichtig: „Dabei lag und liegt mir an den Egoisten: an der Aufklärung zum Beispiel zu Benesch und zum Nationalsozialismus überhaupt sowie zu Scaligero; an den vielen Beiträgen zur Meditation aus eigenem Erleben und u.a. mit positiven Bezügen auf Kühlewind, den meditativen Scaligero und zu buddhistischen Elementen: wo im Internet wird sonst so offen über eigene spirituelle Erfahrungen berichtet, obwohl das ganz gewiss dran ist?; aber mir lag und liegt auch an Deinen Geschichten aus dem Leben wie jetzt “Radiologische Mysterien“ und an Deiner Folge “Karls Jahr“; selbstverständlich vieles davon als im Prozess verstanden, ja teils als Versuch und damit entwicklungsfähig, individuell, aber zugleich bei einer klaren Wertschätzung von Steiners geisteswissenschaftlicher Methodik als Grundrüstzeug – und was mir noch sehr wichtig ist: bei einem freien Geistesleben: Wolfgang Garvelmann etwa konnte und kann sich ausführlich für Judith von Halle einsetzen, während Du sie recht kritisch behandelst. Für mich war es außerdem reizvoll, auf meine Artikel ein vielfältiges Feedback zu erhalten und ich freue mich, dass sie inzwischen sogar verstärkt gelesen werden.“ Aber trotz dieser Bindungen und Bezüge, trotz der meditativen Arbeit, die er immer und immer intensiver fortführte, trotz der engen familiären und freundschaftlichen Bindungen, gab es auch für ihn diese bodenlose Augenblicke: „.. allerdings habe ich dunkle Tiefen erlebt: die erste Krebsnachricht traf mich so heftig, dass ich das Krankenhaus wie ein Toter unter Lebenden verließ.“ Durch seine meditative Arbeit konnte er sich immer wieder neu diesen emotionalen Tiefen entziehen: „Dass ich einen Boden in mir aufrechterhalten und neu bauen konnte und kann, verdanke ich – wie erwähnt - stark meinem Meditieren: in der Tat im Stehen vor der geistigen Welt, wahrhaftig, so gut mir das jeweils gelingt und deshalb in gewisser Weise wirklich freier als im Alltag, denn so bin ich auch mehr aus meinem Eigentlichen orientiert. Ich schaffe oder empfange dann besser Einsichten und helfende Imaginationen, zu einem Meditationsthema oder in innerer Stille.“

Im August letzten Jahres wurde klar, dass es - trotz der hochdosierten Chemotherapie nicht einfach werden würde: „..durch die zwei neuen Chemos ist mein Krebs zwar deutlich zurückgegangen, aber nicht weit genug. Es steuert also auf die Transplantation von fremden Stammzellen zu.“
Hans-Peters Naturell war trotz der immer wieder erfolgenden Rückschläge so positiv gestimmt, wie unter diesen Umständen nur möglich, denn so war er einfach und so fühlte er sich auch selbst: „Doch trotz der Chemos, was Du als Frische und Zukunftsorientiertheit meiner letzten Mail erfährst, fällt mir meistens eher leicht: es entspricht mir einfach und wird ja obendrein von mir besonders meditativ bestärkt. Du musst Dir meine positive Gestimmtheit nur eben im Zusammenhang mit anderen Stimmungen im Hinter- und ab und zu auch im Vordergrund vorstellen.“ Spirituell bemühte er sich, die Rosenkreuz- Meditation Rudolf Steiners zu praktizieren, in der er erlebte, dass dabei ein schützender Raum gebildet wurde. Das „Erfühlen des Übersinnlichen“ und lebhafte Imaginationen wurden ihm ein stetiger Begleiter. Trotz deutlicher Erfolge in den ständigen therapeutischen Maßnahmen gab es deutliche Rückschläge, auch nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus. Er hielt an vielen Initiativen fest, die er 2012 beginnen wollte und wünschte auch, einiges an Persönlichem zu klären. Dazu ist es nicht mehr gekommen.
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Die Egoisten: Ich bin ein Berliner

Bei einem Blick in die Nutzer- Statistiken dieser Webseite zeigt sich, dass zwar Besucher aus aller Welt auf dieses Blog zugreifen, vor allem aber solche aus dem deutschsprachigen Raum (das ist keine Überraschung), und dort mit Abstand solche aus der Hauptstadt Berlin. Von dort stammen fast 8% aller Besucher, was vielleicht ein Hinweis darauf ist, dass selbständige und in den Formulierungen offenherzige Blogs vor allem in den Metropolen, nicht aber in der Provinz gut ankommen.
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Hier nun die „Hitparade“ der egoistischen Städte: 1. Berlin, 2. Stuttgart, 3. München, 4. Wien, 5. Hamburg, 6. Zürich, 7. Frankfurt, 8. Kiel, 9. Hannover, 10. Mannheim, 11. Köln, 12. Duisburg, 13. Dortmund, 14. Nürnberg, 15. Bochum, 16. Essen, 17. Düsseldorf, 18. Rostock, 19. Basel, 20. Freiburg im Breisgau, 21. Bonn, 22. Dresden, 23. Bern, 24. Karlsruhe, 25. Schwerin.
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Relaunch

Bei dem jetzt vollzogenen Relaunch der Egoisten handelt es sich nicht nur um Kosmetik, obgleich sich strukturell an der Seite nicht viel ändert. Er gäbe intern einiges zu verbessern, nachdem ich im Frühjahr viele Dateien aus Gründen der Praktikabilität gelöscht hatte; nicht immer stimmen die inneren Bezüge und Zuordnungen. Ich müsste auch auf dem Server einiges löschen. Es liegen da allerlei Dateileichen herum. Manchmal führt Google die Besucher genau auf diese nicht aufgeräumten alten Resteseiten, die mangelhaft oder gar nicht verbunden sind. Für mich ist es mühsam, das nach zu halten.
Neben dem Layout hat sich insofern Wesentliches verändert, als die Egoisten jetzt Android- und iOS- kompatibel sind. Das bedeutet, dass ein Besucher, der mit Handy, Organizer oder Tablet kommt, jetzt automatisch erkannt und umgeleitet wird. In der speziellen Version werden Abschnitte, Schriftgrößen, Bilder und Tabellen angepasst. Auf das Headerbild wird in diesen mobilen Versionen bewusst verzichtet, um Ladezeiten zu minimieren. Insofern sollte die Webseite für den laufenden und kommenden technologischen Umbruch einigermaßen gerüstet sein.
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Suchanfragen bei den Egoisten

Analysiert man - z.B. mit Google Analytics- die Schlüsselwörter bei Suchmaschinen, mittels denen man danach zu den Egoisten findet, ergibt sich dann, wenn man Alles, was mit den „Egoisten“ direkt namentlich zu tun hat, heraus streicht, folgende Top- 20 (etwa)- Rangliste:

klaus barbie
das dritte auge
sterbevorgang
andrew cohen
otto ohlendorf
massimo scaligero
peter hammerschmidt
renate riemeck
andrew cohen sekte
neverland ranch
friedrich benesch
egoisten anthro
hermann keimeyer
höheres selbst
sergej prokofieff
kaspar hauser syndrom
rudolf steiner und rilke

So etwas spiegelt - die Liste deckt den letzten Monat ab - die momentanen Interessen der Leser. Wer Google benutzt, drückt damit ein Interesse aus. Das analysieren Werbestrategen, aber natürlich auch die kleinen Webseitenbetreiber wie wir. Andererseits kann man sich von diesen Interessen auch nicht leiten lassen- sonst verlöre man jede Eigenständigkeit und verfiele in die Sucht der medialen Branchen nach reiner Quote. Aufschlussreich ist die Analyse aber dennoch. Es gab z.B. Zeiten, in denen politische und historische Suchanfragen kaum vorkamen. Auch das Nutzerverhalten hat sich geändert; heute liest jeder Besucher im Schnitt fast 5 Seiten. Vor ein paar Jahren lag der Durchschnitt bei knapp 2.
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Neuigkeiten bei den Egoisten

Dass es ein neues Kommentarsystem bei den Egoisten gibt, ist inzwischen nach einem Blick auf die Seitenleiste offensichtlich. Erfahrungen damit werden wir machen und sehen, ob man weiter daran basteln muss, ob es brauchbar und handhabbar ist- und auch, ob es angenommen wird von Lesern. Tut mir leid für die Wenigen, die es mit dem Facebook- basierten System versucht haben. Dabei war ein bestehendes Konto bei Facebook nötig, was offensichtlich einer Nutzung widersprach. Die Leute mögen Facebook offensichtlich nicht- es ist immer noch eine Kommunikationsplattform, die bei Vielen Misstrauen hervor ruft. Das neue System bei Disque hat keine Voraussetzungen, und es ist - für mich wichtig- kostenlos. Hoffen wir, dass das so bleibt und dass es nicht wieder nach einigen Monaten der Nutzung den Besitzer wechselt. Das frühere Kommentarsystem hatte über Nacht den Nutzungspreis verfünfzigfacht, was ich unangemessen fand.
Unter „Tagesaktuell“ wird oben in der Leiste mein zweites Blog gespiegelt, das ich bei Google betreibe. Man könnte auf diese Art und Weise unter einem Dach eine Reihe von Blogs betreiben oder beherbergen. Während das alte, traditionelle System mehr den eigentlich anthroposophischen Themen gewidmet ist, kann ich das zweite „tagesaktuelle“ Blog von verschiedenen Rechnern aus betreiben, auch von unterwegs, vom Handy oder vom iPad aus. Es ist spontaner, ungezwungener- ein Hort für unfrisierte Gedanken, Fotos und Fragmente. Wie man sieht, passt es sich hier ganz dem Layout an. Allerdings lassen sich nicht alle Unterfunktionen nutzen, die direkt bei Google möglich sind. Ich hoffe, dass mit diesen technischen Möglichkeiten ein angemessener technischer Standard gegeben ist, der eine Weile trägt.
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Generationsvertrag

Das geht so seit Jahren: Wenn die Arbeit gut läuft, sind meine Partner im Team mindestens 20 Jahre jünger- wenn möglich mehr. Es hat übrigens überhaupt nichts mit eingebildeter Dominanz zu tun oder anderen verqueren Emotionen meinerseits. Ich sehe es so an, dass die nächste Generation das, worum ich so hart gekämpft habe, einfach zur Verfügung hat: Effizienz, Hören auf Zwischentöne, Sich-zurück-nehmen-Können. „Flow“ in der Kooperation, im Team, in der kurzen Verständigung haben zu können- es miteinander zu teilen, ohne dass irgend ein Gewese darum gemacht würde.

Meine Generation ist meistens schwierig, mich selbst inbegriffen. Ich habe Eisen, Steine, Eiterbeulen fressen müssen, bis ich über meine Eigenheiten halbwegs hinweg kam. Zu wissen: Wenn man nichts ist, ist man ganz präsent. Meine Generation ernennt eine Kommission und tagt, lange und teilweise inquisitorisch, rechthaberisch und eigensinnig. Der gemeinsame Nenner, der dabei heraus kommt, nützt niemandem, aber alle fühlen sich düpiert. Überall werden die Grenzen des individuellen Status Quo berührt. Diese Grenzen werden wortreich begründet, ideologisch untermauert und verteidigt. Jeder hat vollkommen recht. Es ist ein anstrengender Haufen. Eigentlich steht man in einem leicht giftig- galligen Becken, in dem die guten Absichten Aller schwimmen, aber das Wasser ist ohne jeden Sauerstoff.
Mit den Jungen kann man schweigen. Gerede ist wenig geschätzt, auch nicht das private. Dafür hat man Facebook und eine gute Freundin.

Ich habe lange Anlauf genommen, um endlich ohne Ambition und Groll zu sein. Es war das Schwerste, was ich in Angriff genommen habe. Du wirst vielleicht sagen, dass das keine besondere Leistung sei, und das ist richtig. Ich fühle es dennoch so, als sei mir in langen Anstrengungen eine getrübte Glaslinse poliert worden.

Ich kündige meine Generation.
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Radschläge

Ratschlag, das ist nicht das Rad, das der Pfau schlug. Aber nahe dran. Das Pfauenhafte, das nicht bemerkt wird, weil es im guten Glauben erfolgt. Die Dummheit beginnt stets im guten Glauben. Die Düsseldorfer Radschläger werden es gewusst haben, bevor sie ausstarben. Heute gibt es vielleicht Ratschläge auf der Kö, aber sonst nichts.

Viele Ratschläge, wie man ein Blog zu führen habe, gibt es auch. Es handelt sich stets um irgend etwas, was zuviel oder zuwenig ist. Das richtige Maß wissen nur Pfauen zu beurteilen. Alle anderen schlagen sich im Nebel durch und probieren. Improvisieren, auf allen Vieren. der Pfau aber steht sicher da und entblättert sich. Es bedarf vieler Pfauen, um ein Blog zu umstellen. Es reicht schließlich von Hier nach Dort, man weiß gar nicht, wo es aufhört. Es fristet ein klägliches Dasein, so weit entfernt vom sicheren Boden. Blogs hängen mit silbernen Schnüren an den Wolken. Sie ziehen dahin, womöglich ohne Standort, ohne Schuhe, ohne eine Ahnung, was sich schickt.

So weit dazu, was ein Webmaster zu tun und zu lassen hat.

Vielleicht noch ein Ratschlag für die Bittsteller: Nein, ein Blog ist nicht identisch mit dem, wovon er berichtet. Es macht deshalb keinen Sinn, sich an ein Blog zu wenden, um die finanzielle Lage einer Unternehmung, einer Initiative oder einer Familie zu wenden oder breitbeinig zu unterstützen. Blogs sind überaus dünnbeinig, denn sie hängen mit silbernen Schnüren in den Wolken, bestenfalls, finanziell gesehen.
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Einiges über die Leser der Egoisten

Die kleine Abstimmung Gauck vers. Wulff hat ein ganz eindeutiges Ergebnis für den ersteren gebracht- leider nicht in der Bundesversammlung, sondern nur hier im Blog. Allerdings mögen die meisten Leser solche Umfragen ebenso wenig wie Werbung oder weiterführende Links auf Fotoseiten u.a. Eine stetig steigende Zahl von Lesern setzt ganz auf Text und Information - blendet also das Layout aus- und nutzt lieber RSS-Reader, Newsfeeds und Weiterleitungen via Twitter oder Mail. Folgt man der Analyse von Alexa, einem Internet- Informationsdienst, sind die meisten Leser zwischen 25 und 34 Jahren alt, eher weiblich, haben keine Kinder und lesen von zu Hause. 15% nutzen momentan ein Apple- System, eine kleine, aber wachsende Gruppe greift von kleinen, mobilen Geräten aus zu.

Die früher grosse Bedeutung von festen Links auf anderen Websites gibt es so kaum noch. Die Besucherzahlen springen spontan an, sobald ein etwas gelungenerer Comic bei uns erscheint, sobald in den Kommentaren ein saftiger Streit entbrennt oder ein Beitrag bei Twitter oder Facebook herum gereicht wird. Die verschiedenen Möglichkeiten, genaue Besucherzahlen zu ermitteln, unterscheiden sich in den Ergebnissen so erheblich, dass ich absolute Zahlen nicht mehr ohne Warnung heraus zu geben wage. Die absoluten Zahlen bei Google Analytics liegen noch unter den Leserzahlen des Dienstes, bei dem die Kommentare und die Nutzer dieser Funktion ausgewiesen werden. Das scheint mir wenig logisch- wer liest denn nur die Kommentare, ohne einen Bezug zum Artikel, auf den sich diese beziehen? 1&1 zählt z.B. - wesentlich optimistischer- fast 48000 Besucher im Mai, im Jahr 2010 bisher insgesamt 445000 Seitenabrufe. Google zählt aber anders, nicht durch Analyse der internen Log- Dateien, sondern mittels eines kleinen Signals auf dieser Startseite. Diese Widersprüche liessen sich nur mittels eines externen, kostenpflichtigen Dienstes auflösen, was bei einem privaten Blog übertrieben erscheint. 20% aller Leser kommen nicht nur regelmäßig, sondern mehrmals täglich- es gibt also einen Kreis von Stammlesern, die die Entwicklung intensiver verfolgen, ohne sich unbedingt aktiv zu beteiligen. Die überwiegende Zahl der Leser stammt aus Deutschland und den USA. Die Sprachbarriere in Richtung Niederlande oder Frankreich scheint doch erheblich zu sein. Der Schwerpunkt der Interessen verschiebt sich weiter in Richtung Meditation und Kernthemen der Anthroposophie. „Judith von Halle“ bleibt nach wie vor im Fokus des Interesses, was man an den Sucheinträgen bei Google ablesen kann, den „Keywords“. Man muss aber auch einmal sehen, dass sich die Zugriffszahlen in den letzten drei Jahren etwa verdoppelt haben. Das weist vermutlich vor allem darauf hin, dass die Nutzung des Internets insgesamt weiter steigt- und somit auch die Zahl der Interessenten an einem solchen Blog wie diesem.

Warum ich das hier anführe? Weil es ein Abbild der an Anthroposophie Interessierten ist, als Momentaufnahme.
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Keyword bei Google

Da sich Hans-Dieter und ich gerade darüber ausgetauscht haben, möchte ich mal das posten, was User bei Google eingaben, um damit bei den Egoisten zu landen. Ich nehme das mal als Spiegel der Interessen anthroposophischer Nutzer. Mit insgesamt fast 8 % liegt das Thema „Judith von Halle“ vorne. Es werden anscheinend in breitem Umfang und seit langem auch kritische Beurteilungsstandpunkte gelesen, um das eigene Urteil zu entwickeln oder zu überprüfen. Aber von den absoluten Zahlen her wird am meisten „Reigna Reinsperger“ gesucht- die Qualität ihrer Arbeiten setzt sich allmählich durch. Erstaunt bin ich über das grosse Interesse an „Norbert Kricke“, dem Düsseldorfer Künstler, den Regina vorgestellt hat.

Verschiedene Persönlichkeit werden in ihrer Beziehung zu den Egoisten gesucht (oder überprüft), wie Frank Hörtreiter, Thomas Meyer, Felix Hau, Jelle van der Meulen, Hermann Keimeier, Peter Tradowsky, Raymond Zoller, Renate Riemeck und Elisabeth Klein.. Aber auch der „Sonnengesang Rudolf Steiner“- ein meditativer Text- wird häufig gesucht, ebenso wie die Erzengel und was Steiner zu Wolkenbildung gesagt haben mag (oder eine entsprechende metaphorische Ausdrucksweise bei den Egoisten). Zu dem Kreis der in Bezug auf die Egoisten Gesuchten gehören noch Andrew Cohen, Mieke Mosmuller, Sergej Prokofieff, Otto Ohlendorf und Friedrich Benesch. So weit das.
Ansonsten wird viel und breit nach meditativen Begriffen gesucht- bis hin zum knappen, aber prägnanten „Höheres Selbst“. Nicht verschwiegen werden soll aber, dass an den Grossen Google - das moderne Informations- Orakel- auch ernsthaft und hundertfach Fragen gestellt werden wie „Michael Eggert luziferisch?“ Man kommt auf eine scherzhafte biografische Skizze über mich und von mir.
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Unscharf



Die Zukunft ist natürlich so unscharf wie die Glückssymbole auf diesem Bild. Die Egoisten wünschen ihren Lesern für 2010 das Beste. Umso deutlicher ist der Blick zurück auf das zu Ende gehende Jahr. Nach Statistik des Providers (1&1) hatten wir bei den Egoisten in diesem Jahr 361926 Besucher, bei 670706 Seitenaufrufen. 2008 waren es noch 160000 weniger. Darauf stosse ich gern mit einer Tasse Hagebuttentee an, bin aber nach wie vor ziemlich erstaunt. Offensichtlich ist das Thema Anthroposophie doch wesentlich weniger eine Sache einer Nischen- Interessenten- Gruppe, als wir selber glauben. Eine wirklich professionell gemachte Seite, die technisch auf der Höhe und inhaltlich offen ist, mit Chats und diversen freien Diskussionsforen, aber auch einer umfangreichen Informationsmöglichkeit, hätte sicherlich einen sehr grossen Zulauf- natürlich ungleich mehr, als wir paar egoistischen Hobby- Macher. Warum macht das nicht „dm“ oder sonst wer, der das Know-how und das Kapital hat? Eine Zeitschrift wie Info3 bietet ja heute schon einiges, hat aber berechtigte Zweifel, ob weitere Öffnung zur Selbst- Kannibalisierung führen könnte. Aber ansonsten?

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Eine egoistische Verdammung



Holger Niederhausen, einer der zahlreichen selbsterwählten Inquisitoren der anthroposophischen Web- Gemeinde, hat in seinem Jahresrückblick auch die Egoisten mit einer Verdammung bedacht. Zwischen Verdammung und Verdummung besteht ja nur ein marginaler, manchmal kaum erkennbarer Übergang. In vielen Situationen des Lebens finde ich persönlich mich allerdings doch lieber auf der Seite der Verdammten wieder. So manche Anerkennung von doktrinärer Seite wäre geradezu niederschmetternd. So weit gebracht wie Grauer, Info3 und Gronbach haben wir es in Niederhausens Augen zwar nicht, aber immerhin:

„Michael Eggerts Webblog „Egoisten“ erfreut sich unter Teilen der „anthroposophischen Bewegung“ offenbar großer Beliebtheit. Die kurzweiligen, essayistischen Gedanken und Fotomontagen treffen anscheinend ein gewisses Konsumbedürfnis. Wie „ernst“ es Eggert mit der Anthroposophie ist, kann man vielen seiner Blog-Kommentare entnehmen, aber schlaglichtartig auch einer so furchtbaren Kollage wie dieser hier.

Symptomatisch zeigt sich an Eggert und seiner Seite, wie es um ein wirkliches Verständnis der Anthroposophie heute bestellt ist. Mag es zwischendrin viele interessante Gedanken geben – es fehlt jede tiefere Spiritualität, der bloße Intellekt ist in einer unheiligen Allianz mit Ironie und einem alles ertötenden falschen Humor überall zu spüren.

Dass mehrere andere Akteure der „anthroposophischen Bewegung“ mit Eggert und auf seinem Blog „auf Du und Du“ sind, macht die Sache um so schlimmer. Es scheint überhaupt kein Bewusstsein mehr dafür vorhanden zu sein, welchen seelisch-geistigen Boden die Anthroposophie wirklich braucht, um überhaupt keimen zu können!

Schon zu Beginn des Jahres verfasste Eggert auch einen tendenziösen Aufsatz über meine damals noch relativ junge Webseite, worauf ich entgegnete: Eggert und die Wahrheitsfrage. Ein späterer Aufsatz erwiderte dann auf Eggerts Unverständnis in Bezug auf das Buch „Der lebendige Rudolf Steiner“.

Man kann den Eindruck haben, dass Eggert seine besten Impulse immer weiter verliert, was wirklich ein trauriges Geschehen ist – für ihn selbst und für die Anthroposophie. In einem aktuellen Blog-Beitrag vom 13. Dezember schreibt er über Weihnachten:

„Der spirituelle Höhepunkt des Jahres steht vor der Tür, und das nicht erst seit 2000 Jahren, und erst recht nicht erst seit Steiner. Nein, die Menschheit treibt das seit der letzten Eiszeit, mindestens.““
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Das Wohnzimmer vom Club Roswitha


Mmh. Es gibt Dr. Renzenbrinks Dinkel-Brei mit selbst geschnitzten Schwitzmöhrchen.
Link zum Bild als Desktop- Hintergrund
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Head in the sand?

Peter Staudenmaier, dessen kritische Arbeiten teilweise auch hier bei den Egoisten veröffentlicht worden sind, hat in der Waldorf-Critics- Liste (11.8.2009) in den USA eine öffentliche Einschätzung abgegeben, deren Inhalt unseren Lesern doch nicht vorenthalten werden soll. Dieser Stellungnahme waren Anwürfe Andreas Lichtes voraus gegangen, der mir als Autor und Webmaster unterstellt, mit der Publikation Anthroposophie- kritischer Aufsätze keinesfalls einen Diskurs anstossen, sondern mittels dieses fiesen Tricks von vorgetäuschter Diskussionsbereitschaft unter der Hand Anthroposophie verbreiten zu wollen. Staudenmaier schätzt Lichte zwar („ I think that Lichte does very good work, and very important work, and in many cases I think his perspective is fairly close to my own.“), teilt aber Lichtes Ansichten über mich nicht („I don't share Lichte's view of Eggert“):

But my own appraisal of Eggert is different from Lichte's. I think that Eggert is genuinely interested in pushing internal anthroposophical discussions forward on several of the more controversial issues that are still somewhat taboo among anthroposophists, including racial thinking, the Nazi era, and fascism. In my view, Eggert's efforts along these lines are a very welcome departure from the usual head-in-the-sand approach that so many other anthroposophists routinely take. Keeping in mind that I typically engage with these subjects from a historical point of view, I do not find it particularly troubling when esotericists continue to take the spiritual works of their preferred esoteric authors seriously even after being made aware of the unpleasant political background of such authors. Thus it does not seem to me suspect that Eggert still finds spiritual value in the later works of Massimo Scaligero, despite Scaligero's earlier racist and fascist works.

What would be troubling -- and what is otherwise very common among other anthroposophists today -- would be if Eggert denied that Scaligero's earlier works existed, or denied that they were racist or fascist, etc. But Eggert does not deny this, in fact so far he has taken a leading role within anthroposophical circles in bringing Scaligero's earlier works to attention. It seems to me that how he relates to Scaligero's other works is his own business. I appreciate his willingness to confront the underside of anthroposophy's history straightforwardly, and I think his work along those lines is one of the few currently encouraging signs from within the anthroposophist movement. I know that Lichte disagrees, and I will be happy to post his views here as well.“


Na, die Posts von Lichte hatten wir durchaus reichlich und können zur Not darauf verzichten. „Very good work“ kann ich darin nicht entdecken. In den USA hat diese Beziehungskiste übrigens niemanden interessiert.
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Wo ist das Sommerloch geblieben?

Mein Büro befindet sich unter dem Dach und ist momentan entsprechend heiss. Der Rechner säuselt und gibt im Betrieb nervtötende Pfeifgeräusche von sich, da sich die Hitze längst nicht mehr aus dem Gehäuse entfernen lässt. Ich sollte ihn einfach ausmachen. Man sollte annehmen, dass es in Bezug auf diese Website wie alle Jahre eine sommerlich ruhige Zeit ist, mit wenigen Besuchern, da auch Anthroposophen Strand, Grillen und einen Biergarten in der stickigen Luft dem Sitzen vor einem Bildschirm vorziehen. Weit gefehlt. Dieses Jahr fällt das Sommerloch anscheinend aus, wenn man sich die 1&1- Statistik ansieht:


Die Seitenaufrufe im Juli kratzen an der 60000 - Marke, unterschiedliche Besucher sind es um die 32000 (1&1- Statistik). Die beliebtesten Seiten außer dem Blog bleiben die mit den Themen von Halle, Riemeck und Benesch. Es sind die kritischen Sachen, die gefragt sind. Ausnahme ist und bleibt (seit langem) ein eher esoterischer Artikel von mir über die Zirbeldrüse.
Wie dürfen wir das nun deuten? Machen unsere Leser Urlaub in der Nachsaison? Fällt Urlaub wegen mauer Finanzen aus? Ist das Wetter schuld? Der Rechner säuselt weiter sein schrilles Lied und bleibt jede Antwort schuldig.
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Anthroposophische Säulenheilige revisited

Ich ergehe mich gerade in Nostalgie und lese einige alte Spitzen & Glossen von mir selbst. Das passt zu beschaulichen warmen Sommerabenden. Ich würde die Dinge wohl heute „anders formulieren“. Vielleicht merkt man daran, dass man älter wird.


„Viele der wirklich harten Fälle zementieren ihren Katechismus durch konsequenten Ausschluss jeder Informationsquellen - seien es Zeitungen, Fernsehen oder Bücher mit zeitgenössischem Bezug. Ihr Umgang schränkt sich auf die wenigen verbliebenen Rechtgläubigen ein und nimmt häufig immer skurrilere Züge an. Lebenspartner suchen das Weite und die eigenen Kinder sind mit der ersten Gelegenheit auf und davon. Ich kenne Fälle, in denen der Betreffende immer weiter vereinsamte, sich mit einem abenteuerlichen alchemistischen Labor forschend zurückzog und als radikaler Homöopath von den Zahlungen weniger Kunden in Armut mehr vegetierte als lebte. Ich kann nicht beurteilen, ob er irgendeine Art von Glück darin fand. Er wirkte auf mich vollkommen verbissen. Ab und zu besuchte er den örtlichen anthroposophischen Zweig und beschimpfte die bedauernswerten anwesenden älteren Damen lauthals. Er war der Ansicht, sie hätten den anthroposophischen Geist verraten und mit Füssen getreten.

So ähnlich müssen Säulenheilige gewesen sein. Auch bei ihnen wusste man nie genau, ob sie eine göttliche Vision gehabt hatten, professioneller Hilfe bedurften oder beides zusammen. Katharer, Heilige oder Verrückte - wer will das entscheiden ?“


Zum ganzen Text..
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Wie ich zur Anthroposophie gekommen bin

Vor etwa dreissig Jahren war ich im zweiten oder dritten Semester. Frisch dem kleinbürgerlichen Elternhaus entkommen, aber auch den Attitüden des Spät- Hippietums, war ich gerade mitten in den wunderbaren Wirren sexueller Eskapaden angekommen. In der Cafeteria mischten sich komplett verrückte, langhaarige Jim-Morrison-Fans mit sektiererischen Psychoanalytikern, mit versoffenen Burschenschaftern und liebeskranken Tanzschulenabsolventinnen. Eine herrliche Melange. Ich machte meine ersten wirren Schritte in ein selbstbestimmtes Leben, versuchte ein guter Freund zu sein und hatte einen unüberschaubaren Kreis von interessanten Leuten- etwas, was in dieser Form nie wieder zu haben sein würde. Alle Möglichkeiten waren noch offen, die Träume riesig, anmassend und unbestimmt. Alles flog mir zu, und ich flog auf alles Mögliche hin. Als ich ein Referat über Waldorfpädagogik halten sollte, sagte mir jemand, ich solle nach Lili fragen.

Lili war etwa 40, lesbisch, alternative Anthroposophin, offen, direkt und energisch. Eine Münchnerin, die es spät ans Seminar verschlagen hatte, weil sie als Lesbierin gern den anthroposophischen Strickstrumpfverhältnissen entkommen wollte. Sie hatte bereits lange mit ihrer Partnerin in der anthroposophischen Heilpädagogik gearbeitet und war es leid, in diesen spiessigen Verhältnissen mehr als nur schief angesehen zu werden. Daher machte sie die nötigen staatlichen Abschlüsse nun schnell nach, um danach als staatliche Lehramts- Ausbilderin zu arbeiten. Sie hatte immer einen Haufen junger Leute um sich. Das lag wohl an ihrer unorthodoxen Art, ihrer Neugier und Lebendigkeit.

Mich nahm Lili in einen persönlichen Schnellkurs und machte mich an einem einzigen Nachmittag mit dem gesamten „Heilpädagogischen Kurs“ Rudolf Steiners vertraut. Was heißt vertraut? Das war in jeder Hinsicht harter Stoff. Lili war mit einem Block und Bleistift bewaffnet und zeichnete, während sie sprach, ununterbrochen. Es war eindeutig eine Lektion in nicht- linearem Denken. Es ging nicht um Antworten, Sicherheiten, um Endgültiges oder in Form Gegossenes. Es ging um Punkt und Kreis, um Gewordenes und Werdendes, um träumerische und um zu früh erwachsen gewordene Kinder- es ging um Kontraste, Gegensätze, Gleichgewichte, Beziehungen. Es ging um intellektuelle Denkbewegungen im Lebendigen, jenseits aller Ideologien. Am Ende dieses Nachmittags, nach endlosen Kaffees aus einem Automaten und noch mehr gemeinsam gerauchten Zigaretten, hatte ich nicht wirklich irgend etwas in der Hand. Aber ich hatte etwas wie Morgenluft gewittert- einen ganz neuen Ansatz, etwas, was ich nie zuvor gehört, gelesen, gedacht hatte.

Das war ein neues Kapitel, und ich wusste, ich würde nicht so schnell fertig sein damit.

Lili und ich sind uns beruflich später oft begegnet. Trotz aller ihrer Stärke war sie bekennende Hypochondrerin. Mich nannte sie trotz meiner vordergründigen Sensitivität ein „verdammt starkes Ich“. So rasselten wir einige Male auch aneinander. Zwei Jahre lang machte sie in der Stadt ein alternativ anthroposophisches Seminar, von dem sie sich wohl viel versprach. Mit den örtlichen Zweigen hatte sie nichts zu tun. Sie hatte es mehr mit den Künstlern. Viel zu früh schlug ihre Hypochondrie aber wirklich in Krankheit um. Da hatten sich unsere Wege schon getrennt. Ich war mit Kindern, Familie und Beruf mehr als beschäftigt, unsere gemeinsamen Bekannten hatten sich verlaufen, wir waren nicht mehr in Sichtweite füreinander.
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Hinweis

Eine neue Kleinigkeit in Sachen Technik: Eine bequeme Möglichkeit zur Suche und Recherche innerhalb dieser Website bietet die interne Suchmaschine. Sie basiert auf Google- Technik und ermöglicht eine Suche in Bezug auf beliebige Stichwörter. Die bisherigen Möglichkeiten wie Inhaltsverzeichnis und Mindmap basierten nur auf Überschriften und umfassten auch nur zum Teil Beiträge in diesem Blog. Die automatisierte Google- Suche dagegen umfasst die Inhalte der gesamten Website.
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Omphaloskepsis

Die Nabelschau bezieht sich eigentlich auf den Nabel der egoistischen Leser - aber so natürlich auch auf die Egoisten selbst. Es geht um die Nutzung dieser Website.
Ich beobachte - via Auswertung des Providers 1&1 und der Instrumente von Google Analytics -, dass jeden Monat 43% neue Leser kommen. Besonders beliebt sind -außer der Startseite- Themen wie Renate Riemeck, Friedrich Benesch, aber auch Meditation. Von den Besuchern kommen 43% mit Firefox, aber immerhin auch 12% mit dem Apple- Browser Safari.
35% aller Leser kommen mehr als fünfzig Mal im Monat auf die Seite. Da ist also eine nicht so kleine regelrechte Gemeinde, die mehr als einmal täglich vorbei schaut. Aber nur 1,5% lesen mehr als zwanzig Seiten pro Besuch.

In Suchmaschinen wie Google werden bestimmte Keywords eingegeben, die dann zu den Egoisten führen. Außer dem Namen der Website wird vor allem gesucht nach „Judith von Halle“, „Regina Reinsperger“ (etwa 120 Mal im Monat), „Rahel Uhlenhoff“, „Friedrich Benesch“, „Renate Riemeck“ und „Rüdiger Keuler“. Die meisten Direktbesucher kommen -für mich doch überraschend- momentan von Försterliesels Blog. „Offizielle“ anthroposophische Medien ignorieren die Egoisten meist vollständig. Das hält aber die Interessenten nicht ab.

Neben deutschsprachigen Ländern und den Niederlanden kommen die meisten Besucher aus den USA, Dänemark, Rumänien (1,51%), Belgien, Spanien und Australien. Die zahlreichen rumänischen Besucher interessiert wohl das Thema Benesch- aber nicht aus anthroposophischer Perspektive, sondern von der nationalsozialistischen Vergangenheitsbewältigung her. Ich bin gespannt, ob sich daraus in Zukunft neue Quellen erschliessen werden. Aus China, Aserbaidschan und Armenien kommt meist ein einziger Besucher pro Monat. Im erstgenannten Land ist das vermutlich der chinesische Zensor. Ich hoffe, dass wir dort verboten sind.

Momentan werden die Egoisten von 5804 Nutzern pro Woche angeklickt, die 9868 Seiten lesen. Dazu muss man sagen, dass die Statistiken von Google viel weniger Klicks ausweisen. Das mag auch daran liegen, dass Google Analytics nur die reinen Internet- User zählt. 1295 Leser nutzen inzwischen pro Woche aber auch den RSS- Feed. Damit kann man die aktuellen Blogeinträge z.B. auch per Email- Programm empfangen. Bisher hatten die Egoisten 2008 418250 Seitenabrufe - nach 1&1- Statistik. Erfahrungsgemäß verdoppeln sich die Besucher annähernd in den trüben Wintermonaten. Im Januar 2008 z.B. hatten wir über 70000 Leser. Die Leser der Kommentare werden nirgends erfasst, nur die Anzahl abgegebener Kommentare.
In Einem sind sich fast alle Leser einig: Werbung, die die anfallenden Kosten etwas auffangen könnte, wird konsequent ignoriert oder zumindest praktisch nie angeklickt. Das ist schon in Ordnung. Die Egoisten bleiben eben eine konsequente No-Cost-Seite, ein - manchmal etwas aufwändiges- Hobby, auch für Autoren und Übersetzer.
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Zurückweisung

In der von ihm betriebenen offenen Rudolf- Steiner- Mail- Liste (RSL) behauptet der Betreiber, Philosoph und Info3- Autor Christian Grauer heute folgendes: „Bücher? Lesen? Äh... lass mal überlegen. Ich glaube das Buch, das mich am tiefsten berührt hat, bisher, ist dicht gefolgt von Tolles Jetzt (aber das kannst Du nicht nehmen, sonst hast Du gleich einen Boykottaufruf auf den Egoisten am Hals ;-)) ...“

Nun hatten wir ja hier im Blog im vergangenen Jahr einige Auseinandersetzungen mit der „integral“ ausgerichteten Info3- Redaktion. Diese wurden zeitweise - vielleicht da ich selbst früher für Info3 geschrieben habe- von allen Seiten heftig geführt. Kampfmethoden wie Boykottaufrufe waren aber nicht darunter. So etwas wäre doch deutlich unter der Gürtellinie und im übrigen lächerlich. Unwahr ist die Bemerkung Grauers auch deshalb, weil ich Eckhart Tolle mehrfach besprochen habe. Das von Grauer angesprochene Buch Tolles hat hier durchaus Zuspruch erfahren. Tolle gehört für mich nicht in den Dunstkreis des Neo- Guruismus.
Eine Richtigstellung dieser Art erfolgt deshalb, um eventuell folgenden Diffamierungen dieser Website vorzubeugen.
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Die Technik und einige ihrer Tücken

Manche Besucher dieser Seite haben es in den letzten Tagen bemerkt: Die Egoisten lahmten mal, dann waren sie nicht mehr erreichbar, dann kamen Fehlermeldungen, dann waren die Kommentare nicht verfügbar. Tatsächlich war mal wieder der Haloscan- Server (für die Kommentare) betroffen. Aus welchen Gründen er down war (Hacker, Crash?), wird dem Kunden nicht mitgeteilt. Nur sind dann die Egoisten auch nicht erreichbar. Ich habe also die Kommentare zeitweise abgeschaltet und die Seite bei der Gelegenheit auch mal wieder frisch aufgesetzt. Es sammelt sich auch Müll an; man kann es als eine Art Frühlingsputz betrachten. Natürlich ging bei diesen Versuchen einiges schief, wie immer. Kaum war das gelungen, zog die Website intern auf Servern von 1&1 um. Das ergab neue Performance- Probleme.
In der Nacht auf Montag wurde ich endlich- nach Wochen in der Warteschleife eines schon längst gekündigten Anschlusses- von der Telekom abgeschaltet und durfte von heute morgen an ganz zu 1&1 wechseln- einschließlich Fax und Telefonen. Entgegen der jahrelangen Beteuerungen der Telekom, technisch seien keine höheren DSL- Tempi in dieser Region möglich, ist der Betrieb nun sechsmal schneller. Auch die Uploads dieser Seite sind erheblich beschleunigt. Es sollte - mit einem Wort- alles endlich auf angenehmer technischer Grundlage funktionieren. Machen wir ein Fläschchen auf und stossen darauf an. Es war schwierig genug. Und feiern kann man die Trennung von der Telekom allemal. Ganz nebenbei kann ich jetzt auch ein neues Feature von Google nutzen, nämlich Google Analytics. Das ist ein semi-professionelles Instrument, um die Nutzung dieser Website durch die Besucher zu analysieren. Man kann z.B. sehen, welche Artikel tatsächlich gelesen werden, wie viele Besucher wieder kommen, usw. Interessant finde ich solche Instrumente schon deshalb, um zu sehen, wie weit man in seinen Bewegungen im Netz heute verfolgt werden kann. Ein wenig gruselig ist das schon. Für uns ist das nur ein Interesse - aber Werbung und „Dienste“ aller Art werden derlei Instrumente auch ganz anders zu nutzen verstehen, nehme ich an.
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Apples und andere Besucher



In unseren Blog hinein finden zur Zeit nur etwa 7,5% Apple- Benutzer. Von den Windows- Usern dagegen benutzen immer noch sehr viele den berüchtigten Internet- Explorer 6. Das sind dann die, die bei mir anrufen, weil die Seitenleiste in der Darstellung verschwunden ist, die gesamte Komposition der Website zerstört erscheint oder ein Ausdruck unmöglich ist. Allerdings sind die Firefox- Nutzer bereits in der Mehrzahl. Auch auf Macs, übrigens. Das hauseigene Safari wird kaum genutzt. Es gibt tatsächlich auch damit spezifische Probleme- so sind eine Reihe von Markierungen nicht sichtbar. Das bedeutet, dass die Links als solche nicht zu erkennen sind. Seit Wochen haben wir treue Besucher mit einer IP- Adresse, die sie als Angehörige der amerikanischen Streitkräfte ausweisen. Seit einem kleinen China- Olympia Beitrag vom 1.4. in diesem Blog darf ich wöchentlich auch einige chinesische Besucher verzeichnen. Ist da der chinesische Zensor auf digitalem Kontrollgang oder haben wir dort tatsächlich anthroposophische Fans?
Wer mit dem Gedanken spielt, das System endlich zu wechseln und sich in die Riege der Macianer einzureihen, aber noch von den Kosten der Anschaffung zurückschreckt, könnte einmal einen Blick in den firmeneigenen Trödelmarkt Apples zu werfen. Dort finden sich die Rückläufer von aktuellen Bestellungen, die allesamt von Technikern generalüberholt sind. Daher haben diese Geräte volle Garantie, sind aber teilweise erheblich preiswerter. Die momentane Fülle von Angeboten weist aber auch darauf hin, dass bei Apple eine ganz neue Linie von Geräten kurz vor der Markteinführung steht- es sieht nach Ausverkauf aus.
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Hin & her

Schon wieder ein anderes Design, höre ich seufzen. Woran liegts? Die letzte Designvorlage hakte an der einen oder anderen Stelle in technischer Hinsicht, war aber auch für den Geschmack einer Reihe von Lesern (und Autoren!) viel zu poppig. Das wichtigste Problem für mich bestand aber darin, dass durch raffinierte Transparenzen, geschichtete Oberflächen und allerlei grafischen Schnickschnack die Ladezeiten kaum in den Griff zu bekommen waren. Ich kehre also weniger in ein konservatives Layout zurück, sondern eher in ein schnelleres, weil schlichteres. Ich bitte die Experimentierphase zu entschuldigen. Ob sie nun vorbei ist, wage ich noch nicht zu prognostizieren.
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Holzkopf

Aus reinem Übermut - so wie man mit den ersten frühlingshaften Strahlen in den Garten geht und jätet - habe ich mich daran gegeben, die Egoistenseite völlig neu aufzusetzen. Wohl wissend, was dann geschieht (denn so ist es immer): Es sieht eigentlich ganz einfach aus. Dann bemerke ich merkwürdige Abstände in der Navigationsleiste, die Markierungen für alle Links auf allen Seiten sind weg, dann passen viele Bilder vom Format her nicht mehr. Und das ist nur der Anfang. Nach den Bordmitteln geht es mit CSS-Edit an die Programmierung, bei der sich heraus stellt, dass sich die Programme verändert haben und sich wohl vertraute Umgestaltungsmaßnahmen auf geradezu verheerende Art und Weise auswirken. Damit ist die Richtung klar: Wir bewegen uns von Kosmos zum Chaos. Von nun an ist eine wochenlange Baustelle zu erwarten. Warum ich mir das antue? Na, aus Übermut.
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Jahresbericht 2007


Das ist die Verteilung der Nationalitäten unserer Besucher letzten Jahres, wenn man die internationalen Adressen wie .com und .net herausrechnet, die den überwiegenden Teil der Besucher ausmachen- häufig auch auf Websuche per Google. Die (teilweise) deutschsprachigen Besucher überwiegen bei weitem, Deutsche weit voraus, dann Österreich und Schweiz. Mit einigem Abstand folgen Belgien, Frankreich und Finnland. Portugal, Chile, Australien, Norwegen und Luxemburg kommen dahinter. Sie alle verzeichnen noch über 100 Besucher in diesem Jahr. Knapp darunter liegen noch Brasilien und Schweden. Den Rest sparen wir uns für heute. Ansonsten sieht die Statistik der Seitenbesuche dieses Jahr so aus:

Vom Jahresbeginn bis zum Schluss hat sich die Zahl der monatlichen Seitenabrufe verdoppelt- von 35000 auf knapp unter 70000. Insgesamt -übers Jahr betrachtet- waren es 558420. Unsere Sommerpause im Juli ist statistisch deutlich zu erkennen.
20% aller Besucher steuerten direkt das Blog an. Die nächste meist besuchte Seite ist dann die Startseite zum Thema Benesch. Dass sie absolut "nur" 0,7% aller Besucher (immerhin mithin 4000) angezogen hat, zeigt die breite Streuung der Interessen bei den Nutzern. Die zahlreichen Unterseiten zum Thema Benesch, die vor allem von Frau Dr. Reinsperger verfasst sind, führe ich hier nicht statistisch auf- einfach, weil es zu viele sind. Es gibt auch ein technisches Problem, weil ich nach einem Totalabsturz schlicht viele Bezeichnungen der Seiten verloren habe. Sie sind jetzt einfach nummeriert und daher schwerer für mich auszuwerten.
Fast die Hälfte der Besucher kommen über irgendeine Googleseite. Man sieht den Niedergang der anderen Suchmaschinen - Betreiber nur zu gut in meiner Statistik. Yahoo verliert weiter, Altavista z.B. ist schon faktisch tot. Aber eine ordentliche Zahl (über 3000) springt auch von anderen Blogs herüber, namentlich wenn zwischen diesen lebhafter Austausch gepflegt wird. Andere Themen, die die Besucher besonders interessierten? Meine Auseinandersetzungen mit Sebastian Gronbach (u.a.), Bücher, Engel und Meditation. Dazwischen viele Downloads von Grafiken (u.a.)
Sicherlich haben die Gastautoren wesentlichen Anteil an der Zunahme des Interesses an den Egoisten. Es ist mir auch- dies sei einmal deutlich gesagt- peinlich, wenn unter dem Thema Benesch bei Wikipedia diese Website und mein Name als Quelle genannt wurde, nicht aber der von den Reinspergers. Wäre mal jemand so nett, das dort zu ändern? Und bitte, gleich Reginas Biografie über Benesch mit eintragen..
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Bloggereien

Natürlich besteht die Aufgabe eines Bloggers darin, nicht nur das präzise Interesse, sondern auch die Sprache des Lesers zu finden. Die Egoisten haben nun auch in den etwa 10 Jahren ihres Bestehens einige Wandlungen durchgemacht- und das nicht nur im Layout. Ich war eigentlich stets ganz zufrieden mit den jeweiligen Besucherzahlen. Die hingen eben auch von meinen Fähigkeiten ab, den Ton zu treffen. Bei schräger Tonlage zog ich dann stets Leute an, die mir über die Hutschnur gingen. Ich fand Sprachen, aber das sprach nicht die Leute an, die ich suchte.

Ich bin da offener geworden; es ist eine persönlichere Note herein gekommen. So ein Blog kann ja alles mögliche sein: Hymnische Botschaft an sich selbst, den am Ende doch liebsten Menschen, den man kennt. Visitenkarten. Wahllose Fetzen von dem, was einem gerade zwischen Küche und Klo durch den Kopf ging. Flammende Absichten, kühne Pläne. Die einsame Arbeit eines Karmatherapeuten, die niemanden interessiert.

Oder von all dem das gerade Gegenteil, dazu eine Prise Kunst und Gestaltung o.ä. Und eben eine gemeinsame Sprache. Man kann ja unmöglich z.B. die Sprache Steiners auf die Leute los lassen. Es wäre weder die meine noch die meiner Zeit. Die Kommentarfunktionen machen es im übrigen möglich, die Gemeinsamkeiten der Sprache zwischen Blogger und Lesern auszuloten. Bloggen ist in dieser Hinsicht schon spannender als Bücher schreiben.
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Ab ans Meer



Manchmal kommt mir mein Leben so vor wie in dieser Rumpelkammer. Deshalb ab für ein Tag ans Meer, durchwehen lassen.
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Seitenabrufe


Insgesamt waren es bisher 335398 Seitenabrufe in diesem Jahr, wobei ich den August hochgerechnet habe. Der Höhenflug im Juni lag an dem Streit mit der Redaktion der Zeitschrift Info3 bezüglich Neo- Gurutum im allgemeinen und Wilber- Cohen- Connection im besonderen. So ein saftiger Streit treibt auf allen Seiten die Besucher herbei- die sich allerdings auch gleich wieder verziehen, wenn die Wirtshausschlägerei vorüber ist. Es sind also auch in diesem Jahr eine halbe Million Seitenabrufe zu erwarten. Interessant ist vielleicht, dass immer mehr Besucher gar nicht mehr mit herkömmlichen Browsern kommen, sondern mit RSS-News- Readern (etwa 8 %) die Neuigkeiten im Blog der Egoisten nachlesen. Mehr als alle Artikel aber wurde eine Grafik herunter geladen, die sich mit Eurythmie beschäftigt.
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Technische Probleme

Seit zwei Tagen scheint der Server von Haloscan - von dessen Seite alle unsere Kommentarfunktionen zugespielt werden - down zu sein. Das, obwohl ich eine "privilegierte" (d.h. kostenpflichtige) Vertragsbindung habe. Diese Serviceprobleme reissen die gesamte Performance dieser Website in den Abgrund; die Seite war und ist faktisch kaum noch zu laden. Das zwingt mich dazu, temporär sämtliche Kommentare abzuschalten. Ich bitte darum, das nicht persönlich zu nehmen. Es sind in den letzten Wochen einige wenige Kommentare von mir als Webmaster gelöscht worden. Es handelte sich aber ausschließlich um Spam (ungewünschte Werbung von Reiseunternehmen) und alberne Hackerauftritte. Falls ein Kommentar geschrieben, aber hier nicht publiziert wurde, liegt das ausschließlich an den oben genannten Serviceproblemen technischer Art. Ich bitte diese Umstände und die temporäre Verstümmelung des Blogs zu entschuldigen.
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Die egoistischen Comics

Ein Überblick über die in den letzten Monaten und Jahren bei den Egoisten erschienenen Comics. Manches ist natürlich arg angestaubt (Schröder im Abgang, Merkel in den Startlöchern..), manches ist mehr oder weniger Insider- Joke und macht sich lustig über anthroposophische Persönlichkeiten der Gegenwart - vom Vorstandsvorsitzenden der Anthroposophischen Gesellschaft über den sich selbst glorifizierenden Blogger bis hin zu Jungspunden, die pseudo- esoterisches Blabla absondern.

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Ich brauche keinen EGO- Zertrümmerer


Wie die Kralle eines Vogels an einem sehr langgezogenen biegsamen Rohr mit einem einzigen leuchtenden Auge daran drang es heute in meine Eingeweide. Es pickte ein wenig und nahm etwas mit von meinen inneren Zotten, wässernden Häuten, meinem Schleim und meinen Ausbuchtungen. Nach einigen Metern war Schluss, und das Tier zog sich zurück. Es hatte gesammelt und es gab Entwarnung: Worst Case ist nicht eingetreten. Dieser Vogel war heute mein Orakel. Ich bin nicht abergläubisch, glaube nicht an die Macht der Sterne, wohl aber an die metallener Vogelkrallen. Das Orakel sagte: Noch einmal bleibt es dir erspart.

Was eigentlich? Am schlimmsten ist vielleicht nicht einmal die Anerkennung der eigenen Finalität. Die Schmerzen sind heute gut beherrschbar, wenn man sich rechtzeitig nach Ärzten mit Verstand umsieht. Anthroposophen sollten sich vielleicht vor den speziellen Kandidaten in ihren Kreisen umsehen, die Ideologie über Patientenwohl stellen. Angst habe ich vor der Zeitmaschine. Diagnose, Therapie, und dann ein eiserner 14tägiger Rhythmus, in dem man einfährt und behandelt wird, vielleicht aber auch immer aufs Neue diagnostiziert. Man ist dann so unter Überwachung wie ein Strafgefangener, der sich bei den Behörden vorstellen muss. Man schwankt zwischen Hoffnung und einer niederschmetternden Panik vor dem nächsten Termin. Es gibt das Danach und das Davor. Man wird seiner persönlichen Zeit beraubt und steht im eisernen Griff der Diagnostik. Je schlimmer es wird, desto mehr schielt man zu medizinischen Gurus- schließlich vielleicht sogar bar jeder Vernunft. Und man wird ständig belogen. Wenn ein Arzt freundlich sagt: Es ist ein seltener Tumor, der zwar stark streut, aber andererseits gut im Griff zu halten ist, sollte man seine Papiere ordnen.

Mir hat der eiserne Vogel Freundliches gezwitschert, so weit ich sein Orakel deute. Danke nochmals.
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Persönliche Probleme

Ich habe ein Problem mit dem anscheinend allseits geschätzten spirituellen Lehrer Andrew Cohen. Dessen Fähigkeiten kann ich nicht beurteilen- ich habe nur ein Buch von ihm gelesen, das ich nett, aber ziemlich belanglos fand. Probleme habe ich mit seiner "spirituellen Stellung", um es mal so auszudrücken. Denn er ist doch, wie er selbst in seinem Blog äußert, traditionellen Richtungen mit einem ausgeprägten Gurutum verbunden. Ich finde es nicht einmal ein Problem, dass man sich als Anthroposoph mit solchen Richtungen beschäftigt. Vielleicht ist man dort auch aktiv und macht seine Erfahrungen. Problematisch finde ich, dass die Beziehungen zwischen Cohen und der anthroposophischen Zeitschrift Info3 immer enger werden. Für mich ist es eine deutliche Schwächung des inneren Impulses der Anthroposophie, wenn es sich erweisen sollte, dass Anthroposophen heute eine Stütze benötigen ausgerechnet in der Ausprägung ihrer spirituellen Erfahrungen.


Empfehlungen bei Sebastian Gronbach

Problematisch finde ich auch, dass das Verwischen dieser unterschiedlichen spirituellen Bewegungen in Sebastians Gronbachs Blog dadurch festzustellen ist, als nun auch explizit als Literaturempfehlung auf Cohen verwiesen wird. Sebastians Blog macht den Eindruck, die Meinung des Anthroposophischen Arbeitszentrums NRW widerzuspiegeln. Neulingen kann Cohen so als anthroposophische Richtlinie erscheinen. So was geht doch nicht, finde ich. Tut mir wirklich leid, aber ich finde, da läuft etwas schief.

Hier der Amazon-Link zu Andre van der Braaks kritischem Insider-Cohen-Bericht - Dank an Thomas (in den Kommentaren)
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Keine News sind auch News

Nichts los im weiten Web, weil sich im bundesdeutschen Frühsommerrausch Alle auf Radtour, am Baggersee oder auf Schwiegermutters Geburtstag befinden. Canaillo ist in beruflicher Sommerfrische, Herr Prochnow feiert bei Mutter Geburtstag. Telekommitarbeiter sitzen mit angehenden Sozialarbeitern beim zweiten Weizenbier im Biergarten und philosophieren über das Karma der Gehaltskürzung und über die ungebremste Einsparfantasie der Arbeitgeber. Man kommt überein, dass man aus ökologischen Gründen keinen 55-Liter-saufenden Cayenne fahren würde, selbst wenn man es könnte. Pfarrer Beneschs Biografie wird endlich im Juni erscheinen. Herr Eggert tritt wieder in die anthroposophische Gesellschaft ein. Herr Gronbach ist umgezogen und räumt Regale ein. Es kommen neue Spams und sonst fast keine einzige Nachricht. Es ist, als wäre man eingeschneit, aber das Gegenteil ist der Fall. Der Mai ist gekommen. Es gibt nichts Neues.
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Was Anthros wollen

Von den etwa 1200 Besuchern pro Tag bei den Egoisten müssen wir mal eine ganze Menge abziehen. Die Hälfte sind nämlich Roboter der grossen Suchmaschinen. Dann muss man die zahlreichen Bildsucher wegstreichen, die über Google Material suchen, um ihre Referate zu bestücken. Übrig bleiben pro Tag etwa 300 bis 400 unterschiedliche echte Leser. Die meisten sehen sich lediglich im Blog um. Dort ist besonderes Interesse dann vorhanden, wenn es Streit, Zoff, Auseinandersetzungen gibt. Ein oder zwei Wochen Krach um den neuen Blog Sebastian Gronbachs beispielsweise generieren mehr Leser als ein drei Monate vorhandener Artikel über Friedrich Benesch. Es geht also letztlich - das ist ja nichts Verwerfliches- um Unterhaltung im Netz. Und es geht um eine gewisse Gemeinschaft im Netz- denn Besucher tauchen vor allem dann auf, wenn Artikel in anderen Blogs aufgegriffen werden. Etwa 20% sind Mac-User- weit mehr, als der Marktanteil Apples beträgt. Das trägt zum Schluss bei, dass Macs mit ihrem Safari-Browser bei anthroposophisch Interessierten relativ weit verbreitet sind.
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Saalschlacht & Anthropotanten

Nein, wir sind ausnahmsweise nicht beim Thema Benesch (in dieser Hinsicht ist ziemliche Funkstille, weil alle auf ein Erscheinungsdatum der "offiziellen" Biographie warten); nein, die Saalschlacht fand ausnahmsweise bei uns, in unserem kleinen Sender statt. Ausgangspunkt war der unten stehende Bericht über das neue Blog von Sebastian Gronbach, der den Bloggern dieser Szene und einigen weiteren Beteiligten teils heftige Kommentare entlockte. Terra Canaillo nahm die Angelegenheit zum Anlass, mal wieder eine Rundumschau auf die anthroposophische Bloggerszene zu werfen. Was uns betrifft, sei der humoristische, aber ziemlich atemlose Kommentar ungekürzt wiedergegeben:

"..zurück zur bloggerszene. interessant sind in diesem zusammenhang auch die nebenschauplätze der auseinandersetzung. da hat es den egoisten hart getroffen! stellen wir uns das ganze bildlich vor, sagen wir lieber, in der realen welt: herr eggert betreibt seine kunstgalerie und kunstzentrum (an den wänden hängen überdimensionale leuchtkasten mit seinen bildern, musik klingt auf, da wo man gerade hinschaut, alles ist voller bewegung und farbe, etc. - eine tolle high-tech installation). jetzt hat er gronbach eingeladen, der neben ihm ein neues redaktionsbüro eröffnet hat. gleich strömen die besucher herbei, in der einen ecke sitzen die reginas, die gronbach sofort seinen angeblichen deutsch-nationalen tendenzen unter die nase reiben. in der anderen ecke sitzt die truppe der andreasse, die dieses deutsch-nationale und anti-basis-demokratische hierarchiegehabe auch noch tiefenpsychologisch zu interpretieren wissen (irgendwo scheinen andie und bastie sich vom waldorfkindergarten her zu kennen). es wird immer lauter, eggert versucht die gemüter zu besänftigen, und auch wenn er zugibt, dass seinen heutigen sprecher manchmal daneben hauen kann, es hilft nix. die fetzen fliegen, die teure installation wird in mitleidenschaft gezogen, das ganze wirkt wie ein rolling stones konzert in den frühen sechzigern. es wird einen richtigen saalschlacht daraus. gronbach kann noch gerade durch die hintertür verschwinden, da ruft regina laut: 'anthropotante!'. für einen moment is es still - dieses meist gefürchtete, unaussprechliche, hässliche wort klang soeben durch diesen räumen: 'anthropotante'. die anwesenden schauen sich gegenseitig an, haben wir da richtig gehört? hat sie wirklich 'anthropotante' gesagt? gronbach eine anthropotante? für unser geistesauge belehren und besserwissern uns reihenweise, mit lila-violetten dreiviertelröcken bekleidete, barettierte damen, die haare streng nach hinten gezogen. aiaiai. wir haben da ein viel besseres wort! doch nicht anthropotante, mensch, regina!
aber zu spät: die blogzpolizei, dieses mal in der gestalt des goys tritt auf und beruhigt die gemüter. der goy: 'sebastian gronbach ist ein mündungsmensch!' mündungsmensch? haben Sie das wort schon einmal gehört? wir noch nie. 'mündungsfeuer' kennen wir, in englisch: muzzle flash. sebastian gronbach ist also ein mündungs-mensch, a muzzle-man! ein muselman, der es nicht lassen kann?? war das eine geheime botschaft? haben wir es hier mit muslim-unterwanderung zu tun? ausgerechnet vom gronbach und dem goy? wo wird das enden? eine moschee auf dem dornacher hügel? und was ist mit diesem herrn geiss? nachdem er mit regina die galerie kurz und klein geschlagen hat, lobt er den egoisten noch für dessen bilder! was ist mit regina: sie besaß 38 jahre lang die rosa karte, besaß auch eine blaue karte - wenn regina jetzt die mutter von gronbach ist, die ihn mit der milch die basis-demokratie eingeflößt hat?? kann das alles wahr sein, liebe leser?"

Wow. Was war denn das für ein Auswurf, TC? Hast Du zwischendurch mal Luft geholt?
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Technophob

Ortega y Gasset schrieb etwa 1945 in "Betrachtungen über die Technik" noch: "Wenn durch die technische Tätigkeit der Mensch frei wird von allen Anstrengungen, die die Natur ihm auferlegt hat - was wird er dann tun, welche Tätigkeiten werden sein Leben ausfüllen?"
Heute weiss man es: In dieser freien Zeit beschäftigt sich der Mensch wieder damit, diese Technik zu warten, zu reparieren und umzuprogrammieren. Sie beschäftigt ihn dauernd und erweist sich auf andere Weise als genau so störrisch wie die Natur selbst. Nach so einem langen Abend beim Umprogrammieren dieses neuen Themes unseres Blogs, an dem sich die Software wieder einmal als widerspenstig erwies. Technik erweist sich ja dann als besonders widerspenstig, wenn sie eigentlich besonders einfach, einsehbar und lenkbar zu sein scheint. Die Programmierung der Navigation des neuen Themes war schwierig, um es mal gelinde auszudrücken. Da wird man schon mal technophob. Ich nehme an, dass da noch ein paar Bugs drin sind- der eine oder andere Fehler trat schon früh auf.
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1989


Möllemann ist Bildungsminister, Honecker meint, die Mauer werde es noch in 50 oder 100 Jahren geben, der grenzdebile Ronald Reagan tritt ab, die RAF hungert im Hochsicherheitstrakt, der finstere Khomeini ruft zur Ermordung des Schriftstellers Salman Rushdie auf, die Exxon Valdez läuft vor Alaska auf, Helmut Kohl ist immer noch da, der "Himmlische Frieden" bricht in Peking aus und China beendet die Studentenproteste auf seine Weise, der ungarische Ministerpräsident Horn öffnet seine Grenze, die Ständige Vertretung der "BRD" in Ostberlin ist von Flüchtlingen überfüllt, Demonstrationen in Leipzig, Genscher verkündet die neuen Ausreisemöglichkeiten für die ostdeutschen Flüchtlinge, der häsebäsige (ein Ausdruck von Rudolf Steiner) Krenz wird DDR-Ministerpräsident, Schabowski verplappert sich, und die DDR bricht durch lauter Blödigkeit in sich zusammen. Gottseidank. Alfred Herrhausen -ein Freund der Herdecker Initiativen- wird ermordet, der Dalai Lama erhält den Friedensnobelpreis, der rumänische Diktator Ceausescu wird mit seiner raffgierigen Frau in einem schäbigen Ende hingerichtet.
Ich habe mein drittes Kind, verliere meine anthroposophische Lebensart (die von ideologischem Rigorismus gekennzeichnet war), erfreue mich (noch) bester Gesundheit und schlage mich endlos mit beruflichen Mitstreitern herum. Neue Techniken in der Malerei und einsetzende (vorübergehende) Erfolge machen mich glücklich. Auch die Familie ist eine grosse Freude, und Freundschaften fürs Leben fliegen in dieser Zeit zu.
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Kurzausstieg


Gestern Abend am Strand in Burghamstede/ NL. Mini- Exil, Stillezone, Kurzausstieg. Fischsuppe im Strandhaus, ein Heineken dazu. Stürmische Böen vom Meer, sehr kalt. Fast keine Muscheln. Aber Sonne und Salz in der Luft. Für Annäherungsversuche an die riesigen Seemöven ist es heute zu spät. Nachts tanzte vor dem Caravan ein schmales Segel von einem Zelt gespenstisch im Sturm.
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Düsseldorfer Flughafen

Nachts. Flug von Kathmandu über Zürich. Intensive Zollkontrolle am Züricher Zoll. Dann: Im Anflug, im Anflug. Gelandet. Wie wars? Drei Wochen auf 4000 Meter Höhe, da wirkt sogar der Everest klein. Alles eine Frage der Perspektive.

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Je älter wir werden..


Ein Spruch an einer Hauswand, gefunden und geschickt von Raphael, für unseren Altersblog. Vielen Dank!
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Geht´s dir nicht gut, Opa?

In unserem Altersblog kommt heute er Hirnforscher Manfred Spitzer zu Wort. Rein darwinistisch betrachtet, sind demnach ältere Menschen vollkommen überflüssig. Allerdings nur auf den ersten Blick. Nach Exkursen ins Reich der Maori und der Elefanten kommt der Forscher zu dem Schluss, dass zumindest weibliche Alte für das Fortkommen der Spezies durchaus wertvoll sein können. Wenn man Spitzers extrem materialistische Betrachtungen auf den Menschen überträgt (und das tut er tatsächlich), kann die Menschheit auf ihre Opas allerdings ganz gut verzichten, stellen diese doch nur einen "Selektionsnachteil" dar.
Tja, Opa, im Sinne des Fortkommens der Menschheit müssen wir uns leider von dir trennen...
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Ein Abend unter Künstlern und Anthroposophen

Freitag Abend, Mönchengladbach- Hardt, 6. Stock: Hiltrud Neumann hält ihre monatliche Soiree mit Künstlern, Sammlern und Mäzenen ab. Hiltrud ist eine Institution. Sie hat - so munkelt man- vor Jahren ihre umfangreiche Beuys- Sammlung verkauft und sammelt und unterstützt seitdem kommende, werdende und vor allem mittellose Künstler. Ihre 6- Zimmerwohnung ist über und über - selbst an der Decke- mit Kunstobjekten aller Art bedeckt. Über den Boden kann man nur staksen. Selbst in Küche, Toilette und Schlafzimmer findet sich kaum ein freier Quadratzentimeter.
Ein junger Videokünstler stellt sich vor, für einige andere wird geworben, dann leitet Hiltrud den Abend offiziell ein.

Die Gäste sehen heute in mehreren Schichten (sie passen nicht alle auf einmal ins Wohnzimmer) den Powerpoint- Vortrag des Künstlers Jürgen Drewer. Der Raum ist voller Anthroposophen, ich kenne einige. Eine mir unbekannte Dame fragt nach meinem Namen, ja ich sei doch der, der in Die Drei publiziert. Ah ja. Im übrigen erzählt sie mir, der Zweigleiter sei verstorben (das war mir neu), und sie bliebe denen trotzdem treu, obwohl es ja nur ein paar Übriggebliebene wären. In der Nachbarstadt hat ein bekannter Anthroposoph einen geheimen Arbeitskreis eingerichtet, da fahre sie immer hin. Heimlich. Es gehe dort sehr streng zu. Sie gehe aber dennoch hin, weil man in ihrem Alter die Hoffnung nicht aufgeben dürfe, geistige Erfahrung zu machen. Sie sei ein wenig ungeduldig, das schon.

Hiltrud bittet zum kalten Buffet. Ein paar Mäzene unterhalten sich heiter über die Unterschiede der Golfplätze in der Nähe. Es wird ein langer Abend.
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Neues Spielzeug


Endlich eine digitale Spiegelreflex. Nach zwei Monaten quälender Zweifel habe ich mich von meiner analogen Nikon verabschiedet und bin zur anderen Seite der Macht gewechselt. Ich kannte allerdings einige digitale Canon, und der Umgang ist mit der EOS 350d ähnlich leicht und intuitiv wie bei diesen billigeren Büchsen. Das Kit- Objektiv, das auf diesem Foto auch zu sehen ist, erweist sich schnell als ausgesprochen dunkel und lichtschwach. So schweift der Blick schon auf die digitalen Preislisten, auf der Suche nach einem Objektiv, das die Vorzüge der 350d erst etwas ausloten kann. Eine schwierige Suche, wenn das Geld knapp ist. Für ein paar Schnappschüsse im Düsseldorfer Hafen reicht es aber durchaus schon jetzt:
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Desktop- Hintergrund für Egoisten


Für Freunde des speziellen Egoisten- Geschmacks gibt es von nun an Grafiken und Bildschirmhintergründe hier als kostenlosen Download. Der röhrende Hirsch mit Eurythmie macht den Anfang. Viel Vergnügen.
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Polarisation

Wie wohl nicht anders zu erwarten, hat der letzte Beitrag der Egoisten zur nationalsozialistischen Vergangenheit des Priesters Friedrich Benesch zu einer Polarisation in den Meinungen der Leser und Mitarbeiter geführt. Ich möchte nur einmal persönlich anmerken, das solche Recherchen auch für den Autoren keine Freude bereiten. Ich habe als Student selbst Benesch auf einer Jugendtagung erlebt und damals sehr verehrt. Dennoch bin ich der Meinung, dass solche Fakten nicht unter den Teppich gehören - in einer sich spirituell definierenden Bewegung schon gar nicht.
Diese Meinung wird nun aber von weiten Kreisen innerhalb dieser Bewegung ganz und gar nicht geteilt. Eine Autorin, die jahrelang einen umfangreichen Artikel bei den Egoisten veröffentlicht hatte, zog diesen nun mit bestimmtem Unterton zurück: "Ich kann Ihre Haltung der Anthroposophie gegenüber nicht teilen, und fordere Sie deshalt nachdrücklich auf, meinen Aufsatz umgehend aus Ihrer Homepage heraus zu nehmen." Dieses antike Motiv, den Überbringer der schlechten Nachrichten lieber in den Brunnen zu werfen, als sich die Botschaft anzuhören, ist nun wirklich von recht schlichter Natur, aber durchaus nachvollziehbar.

Die zweite gängige Position ist das Schweigen. Trotz der stark ansteigenden Besucherzahlen und Leser gibt es relativ wenig Reaktionen, keine Verweise und selbstverständlich keine Artikel in der anthroposophischen Presse. So etwas sitzt man ganz einfach aus.

Das dritte Reaktionsmuster nach Ausgrenzung und Schweigen ist die Verdammung. Erstaunlicherweise hat die bisher, obwohl die Egoisten und ihr Autor in der Vergangenheit doch häufig als Sorat, verbündet mit dunklen Mächten und dergleichen kategorisiert worden sind, diesmal bisher nicht stattgefunden.

Auf der anderen Seite gibt es wie immer bei solchen eher kritischen Artikeln auch zustimmende Post. Ein Herr aus Belgien z.B. dankt dafür, "dass Sie dafuer gesorgt haben das ein Teil der Wahrheit ueber Herrn Benesch aus die Nebel der Vergangenheit via Internet zu uns gekommen ist. Am wichtigsten in diesem Zusammenhang ist aber ob irgendwie zu fassen sein wird wie dieser Mann sich waehrend seiner Zeit in der Christengemeinschaft innerlich verwandelt haben kann und wer in der Bewegung der Antroposophie die ganze Zeit ueber diese Vergangenheit des Herrn Beneschs gewusst hat", merkt allerdings auch an, dass man "das Kind mit dem Badewasser nicht wegschmeissen" sollte.
An letzteres werden wir uns gerne halten.
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Neujahrswünsche

Dieses Jahr halte ich es mit dem verstorbenen Asien- Korrespondenten Tiziano Terzani ("Fliegen ohne Flügel"), der eigentlich über sich als älter werdenden Menschen schrieb, wie sehr er "grosse Lust" spürte, "sein Leben mit einem Schuss Poesie zu würzen, die Welt mit neuen Augen zu betrachten, die Klassiker wieder zu lesen, wieder zu entdecken, dass die Sonne aufgeht, der Mond über den Himmel zieht und die Zeit nicht nur eine mit der Uhr messbare Einheit ist". In diesem Sinne: Einen guten Übergang.
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Womit diese Seite gemacht wird

Na, zunächst einmal mit dem hervorragenden Rapidweaver für Mac. Aber die vorgegebenen Themen sind nicht unbedingt nur schön, und zudem weit verbreitet. Sie lassen sich aber einigermassen komfortabel in den Hintergründen verändern. Wer die Egoisten in letzter Zeit öfter besucht hat, wird in dieser Hinsicht einige Experimente bemerkt haben- nicht alle nur vorteilhaft. Nun ist aber noch der CSS- Code zu editieren, der zum Beispiel zentral die Schriften der Website beinhaltet. Das geht natürlich "zu Fuss", man kann aber auch einen bequemen CSS- Editor wie Cssedit zulegen.

Der Code wird zentral verwaltet - es muss also nur eine kleine Datei hochgeladen zu werden, um das Aussehen der gesamten Seite zu verändern. Die geplagten Besucher werden also in nächster Zeit noch einige Faceliftings (der Seite, natürlich) zu verkraften haben..
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Meine komplette Biographie- allerdings in eingedampfter

und aufs Äußerste komprimierter Form - gewissermaßen zu Himbeergelee geronnen - findet sich netterweise bei der befreundeten Zeitschrift (können Websites und Zeitschriften befreundet sein?) Info3.
Man erfährt dort beispielsweise, dass ich meine Kindheit damit zugebracht habe, darüber zu grübeln, ob das Blut von Adligen tatsächlich blau ist. Das kann nicht gesund sein. Dafürspricht auch, dass in dieser Lebensbeichte auch vom extensiven Verzehrs psychedelischer Substanzen um 1972 berichtet wird. Das erscheint schon alles als sehr bedenklich. Die Redaktion möchte sich gern von ihrem Chef distanzieren.
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Keiner mault, wenn es bei den Egoisten..

..drunter und drüber geht. Wenigstens einer muckt auf, nämlich der bekannte Schauspieler Martin Umbach - hier der Link auf seine Homepage mit Vita-, der uns schreibt:


"Ich habe auf meiner unten stehenden HP einen Link auf Deine interessante, verrückte Seite plaziert. Heute hab ich lang drin rumgestöbert und bin auf ein paar Seiten gestoßen, die anthrazith-farbene Schrift
auf schwarzem Grund haben. Das ist vielleicht mühsam! Wenn mans mit der Maus markiert, kann mans lesen, aber auch nur dann. - Würd ich ändern!"
Habe ich natürlich per Hand geändert, im Laufe der letzten Tage. Martin hatte so recht, dass es am Ende 250 Seiten waren, bei der ich die Schrift manuell aufhellen musste. Es kann durchaus sein, dass ich einiges übersehen habe. Also bitte: Weiter meckern. Anders kann ich die Site nicht verbessern.
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Heidi Hoh sangen die Zwerglein


Von Zwergen und Gnomen, vom Geistern im Wasserrohr, Wahrsagerinnen, Hexen und anthroposophischen Bäuerinnen. Man weiss nicht, was schlimmer ist.
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Unsere Angie

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Alle suchen irgendwas

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In unserem kleinen Unterschichtensender

gibt es natürlich auch schon mal ein Bashing gegen wehrlose Minderheiten. Diesmal widmen wir uns den Frauen.

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