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Wegzeichen im Übungsfeld
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Zur Praxis der Meditation - von Christoph Lindenberg
in: Die Drei 12/1970.  (Strukturierung + neue Rechtschreibung durch M.E.)
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Prinzip der "Organe"

Sich abzuschließen und mit der Umwelt zu korrespondieren. Kein Organ kann leben und besondere Aufgaben erfüllen, ohne eine Haut. Kein Organ kann leben, ohne das, was außen ist und vorgeht, mitzumachen, aufzunehmen oder zu spiegeln. jedes Organ wirkt wieder fürs Ganze. - Prinzip der inneren Entwicklung: jede innere Entwicklung beginnt mit einem Sich-Abschließen: Spare dir fünf, zehn oder zwanzig Minuten aus, in denen du Herr deines Bewusstseins bist, in denen du dir dein eigenes Innen schaffst und dich gegen jedes Außen abschließt. Aber auch die innere Entwicklung, die Bildung eines inneren Organs führt nur dann zu einem inneren Leben, wenn man im Laufe der Zeit die Umwelt mit einbezieht, wenn die innen gesammelte Kraft nach außen wirkt. Nur für sich meditieren heißt. abstrakt meditieren und führt womöglich zu einer inneren Verhärtung, schließlich zur Erstarrung. Nimm ein Ereignis des Alltagslebens, nimm einen Menschen, dem du begegnet bist, mit in dein Inneres. Betrachte das Außen im Lichte der inneren Erfahrung.
In der Meditation verwirkliche ich die Selbstbestimmung des Bewusstseins. Ich werde zum Herrn über das, was ich denken, sehen, hören oder vorstellen will. Das ist die Kraft des Willens; nur diesen einen Gedanken, nur dies eine Bild zu denken, ganz in ihm aufzugehen und alles andere auszuschließen aus dem Bewusstsein. Im Alltag tippen wir einen Gedanken nur an und eilen schon zum nächsten. In der Meditation wird der Gedanke wirklich, als geistig seelischer Vollzug. In diesem Akt, im Tun, wird der Geist gegenwärtig, wenn die Seele, sich selbst ergreifend, selbst ganz Gedanke oder Bild werdend, sich der Macht des Gedankens anvertraut.
 
Der Grund der Meditation

Weil ich sie will. Nichts zwingt zur Meditation. Die Notwendigkeit der Meditation jedoch ist objektiv gegeben: in technisierter Stadtwelt, in spezialisiertem Beruf muss der Mensch, der er selbst bleiben will, eine eigene innere Mitte, einen Raum des Menschlichen erzeugen. Den Innen-Bereich schaffen - dies wird offensichtlich immer schwerer: unrhythmische Arbeit, gleitende Reklame, der Kampf im Berufsverkehr, Zeitunglesen, Radiohören und vieles andere ermattet das in uns, was sich sammeln will. Der nicht ruhende Lärm unserer Großstädte gewährt keine äußere Ruhe, der besinnlich stimmende Anblick der Natur verschwindet in der Industrielandschaft. Indem aber die träumerische Geborgenheit in der Natur schwindet, wächst neue Wachheit, seelische Sachlichkeit, deren prüfender Blick auch das eigene Innere besser durchschaut. So wie der Techniker die Naturkräfte meistert und in den Dienst stellt, so meistert der Meditant, der die Seelengesetze zu durchschauen beginnt, die verborgenen Energien des eigenen Wesens.
Die Meditation kann leichter und erfolgreicher verwirklicht werden, wenn man ihre Technik kennt. Der Anfänger benötigt heute eine gewisse Zeit, bis er den Bereich der Meditation überhaupt erreicht. Es gelingt oft nicht sofort, die Alltagsgedanken und Sorgen hinter sich zu lassen. Erst wenn man sich freigemacht hat von den Nachwirkungen des Tages, betritt man den eigenen Bereich, dann erst beginnen die Minuten der Meditation, von denen fünf genügen, um eine allererste Wirkung zu erzielen. Gleich nach dem Erwachen sind die Nachwirkungen des vergangenen Tages normalerweise abgeklungen, sind auch die Alltagsgedanken noch nicht voll anwesend. Deshalb ist es gut, wenn man sich im Augenblick des Aufwachens ergreift und sich einem meditativen Inhalt hingibt. Für den Anfänger freilich ist dies nicht leicht, wenn er gewohnt ist, nun noch ein wenig zu dösen oder zu träumen - oder wenn er erst spät erwacht und sofort aufstehen muss. Hat man sich aber einmal an die Morgenmeditation gewöhnt, dann mag man sie nicht mehr missen, weil von dieser morgendlichen Sammlung sammelnde Kraft in den ganzen Tag hineinwirkt.
 
Schwierigkeit des Anfangs 

Man gleitet vom gewählten Gegenstand der Meditation ab, man kommt vom Hundertsten ins Tausendste. Ein Grund dieser Fehlschläge ist, dass man den Gegenstand der Meditation noch nicht genau genug erfasst hat. In solchem Falle ist es gut, den Gegenstand oder das Bild sich sinnlich vor Augen zu stellen: einen Granitsplitter oder einen Kristall lege man vor sich hin, dann beschreibe man sich den Gegenstand innerlich ganz genau in bezug auf Farbe, Form, Härte und andere Qualitäten. In diesem Anschauen verweile man so lange, bis sich das Gefühl einstellt, dass sich im sinnlichen Betrachten die ganze Denkkraft an diesen Gegenstand gebunden hat. Man vermeide dabei jegliches Spekulieren, Abschweifen. man bleibe bei dem, was die Sinne zeigen und was man gedanklich beschreiben kann. Später kann man dann dazu übergehen, jenen Stein oder ein Streichholz nur durch die Phantasie zu reproduzieren. Man wird dann bemerken, dass es nun leichter ist, sich rein innerlich zu konzentrieren, weil man äußerlich besser beobachtet hat. Konzentrationsübungen dieser Art, eine Reihe von Monaten konsequent durchgeführt, legen den Grund für die eigentliche Meditation geistiger Inhalte. (...)
Es kommt bei der anthroposophischen Methode der Meditation darauf an, dass man danach strebt, den gewählten Inhalt zu überschauen und zu verstehen. Wer sich in einen geistigen Inhalt vertiefen will, tut gut daran, sich diesen Inhalt selbst aufzubauen. Man wählt zunächst ein möglichst einfaches Wort, etwa: „Das Licht scheint in die Finsternis". Ohne weiter die theologische Bedeutung dieses Wortes zu reflektieren, kann man beginnen, sich das Licht, das in die Finsternis scheint, bildhaft vorzustellen. Etwa. die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne leuchten in das Dunkel des Morgenhimmels.. Oder - Sonnenlicht dringt durch Wolken in ein finsteres Tal. Im Lichte entfaltet sich aus dem Finsteren eine Farbenwelt. Ebenso kann man ein reines Lichtgemälde im eigenen Vorstellungsraum entstehen lassen: ein Licht von oben sendet Strahlen in die Finsternis, die sich nur langsam erhellt. - Es ist nicht ohne Bedeutung, eine solche Bildmeditation in einem großzügigen, großformatigen Stil durchzuführen; dann stellt sich wie von selbst ein gewisser Enthusiasmus ein, der der Meditation solange dienlich ist, als Klarheit und Anstrengung nicht darunter leiden.
Sich selbst in die Meditation hineinstellen, sich mitten in das Bild hineinversetzen: das ist eine neue Stufe der Meditation. »Das Licht scheint in die Finsternis.« Wechselweise denkt man sich als Finsternis und Licht. Man empfindet das Licht über sich, es strahlt von oben in den eigenen Bereich, klärend, durchdringend. Selbst ist man Dunkelheit und Widerstand. - Dann wieder denkt man sich ganz als reines, energisch strahlendes Licht, das die Finsternis unter sich weiß, das leicht federnd über das Dunkel schreitet, das strahlend in die Nacht eindringt. Eine so oder ähnlich geartete Meditation kann Vorübung sein für symbolische Bildmeditationen.
 
Bedeutung der Bild-Meditation

Sie weitet und bildet den inneren Seelenraum. Im Nachbilden reiner Formen, Farben und Vorgänge, die man aus der Natur entnimmt, übt man objektives Anschauen. Man lernt im Seelenbereich sich frei einem anderen hinzugeben, das allzu Persönliche tritt zurück. Damit erzieht man in sich die Haltung, die frei und selbstlos den Raum der Meditation betritt. Schwierigkeiten, die sich bei der Meditation der Mantren und Sprüche ergeben, rühren oft daher, dass man nicht genügend lange und intensiv die Bild-Meditation geübt hat.
 
Innere Beweglichkeit

Von Zeit zu Zeit wählt man sich andere Inhalte zur Übung der vorstellenden Phantasie: die Frucht, die im Herbst reift, eine Himmelssphäre nachbildend, den Wasserfall, der die Luft erquickt, die Töne des plätschernden Baches - oder: Morgen und Abend, Mittag und Nacht. jeder Gegenstand fordert neue Anstrengung, wird durch eine je eigene innere Regsamkeit erfasst und nachgebildet. So belebt man das Innen, ungelenke Kräfte werden geschmeidig, die Farbenskala der Empfindungen wird differenzierter. Man bemerkt: die einzelnen Übungen werden zu inneren Organen, durch die wir das Außen genauer erblicken. Im Sehen lebt Denken, das die Gestalten umgreift, ertastet. Sehen wird An- Denken.
 
Folge richtiger Meditation

Neues Sehen. Unverhofft werden wir längst Bekanntes mit anderen Augen gewahr. Vielleicht: zwischen den Häusern einer Straße am Himmel morgens den abnehmenden Mond. Der Blick wird durch den Anblick gestärkt, mit den Augen trinken wir Wachheit und Spannkraft. Und man geht weiter. zur Arbeit. Oder: man will eine Bosheit sagen, gut formuliert. Aber die Lippen sind wach, ein zarter Pulsschlag warnt. Und die Lippen bleiben geschlossen. Aus dem Beachten solcher Winke erwächst zwar keine Vision, aber man lernt die Geheimnisse des Lebens erkennen.
 
Zum sinnlichkeitsfreien Denken

Reine Gedanken führen den Meditanten von der Sinnlichkeit und Nachahmung der Natur in den Bereich der Selbst-Tätigkeit. Die Geometrie ist ein weites Übungsfeld, Exaktheit zu erlernen. Fichtes Wissenschaftslehre von 1795 wird ein Erziehungsbuch, das uns lehrt, Gedanken nur aus der Energie des eigenen Willens zu bilden. Wirklich selbständig wird die Gedankenbildung aber, wenn man allein einen Gedanken hervorbringt. Ein rein geistiger Vorgang ist zum Beispiel die Frage. Die Frage beginnt, indem man bemerkt, dass man etwas nicht weiß. Der Gedanke, dass aus dem Nichtwissen die Suche nach etwas wird, das man noch nicht kennt, kann Ausgangspunkt einer Gedankenmeditation werden.
 
Bedeutung der Gefühle

Gefühle, auch Stimmungen lenken unser Wahrnehmen und unsere Gedanken; schwächen oder stärken unsere Aufmerksamkeit. Abneigung, Hass, Verachtung, Gleichgültigkeit und Widerwille verschließen uns vor der Welt, entfernen uns von den Phänomenen. Negative, trennende Gefühle, die Mauern errichten, sind immer dort notwendig, wo man Distanz braucht, weil man sich dem Phänomen nicht gewachsen fühlt. Weil man in der Isolierung erst zu sich selbst kommen will. Will man aber kennenlernen, wahrnehmen, verstehen, dann muss man sich öffnen. Das ist der Sinn der Positivität.- sie öffnet die Sinne. Positivität heißt zunächst. hinschauen und verstehen wollen. Positivität entdeckt das Gute auch dort, wo es verborgen ist. Positivität enthält sich des negativen Urteilens, sie verweilt im Anschauen. Sie setzt eine gewisse innere Stärke voraus, und indem man diese Stärke praktiziert, kräftigt man sich, weil man fortwährend das Gute aufnimmt. Positivität ernährt und kräftigt.
Der Übende wandelt das Urteilen zum Anschauen. Wer gelernt hat, auch nur diesen einen oder jenen anderen Menschen zu sehen, zu verstehen, der weiß, wie ungemein armselig ein Urteil gegenüber der vollen Erscheinung ist. Ein dürrer Urteilsstecken auf grüner Wiese: „Das ist prima". Wandelt man das Urteilen zum Beschreiben, dann verarmt man nicht im Festlegen. Habe ich heute eine Sache genau beschrieben, so werde ich morgen vielleicht gewahr, dass sie sich geändert hat.
 
Wer sich in eine Spruch-Meditation  

vertieft, muss lernen, jedes einzelne Wort zu greifen, so dass das Wort und sein Gehalt sich ausspricht. Die Gefahr ist, dass man sich auf ein tonloses innerliches Gedicht-Aufsagen beschränkt, bei welchem nur Gedächtnis und natürlicher Sprachprozess tätig sind. Man achte deshalb bei der Meditation von Sprüchen darauf, in voller Besonnenheit die Worte so hervorzubringen, dass man sie nicht nur innerlich spricht: man muss sie hören und denken, man muss lernen, sie wahrzunehmen; dann erst beginnen die Sprüche, auch uns etwas zu sagen. Kontinuität des Bewusstseins. Nicht nur ältere Menschen ertappen sich dabei, dass sie in ein anderes Zimmer gehen und daß sie dann nicht mehr wissen, welche Absicht sie in jenen Raum geführt hat. Oder: man beginnt eine Arbeit - plötzlich fällt einem etwas anderes ein, und man wendet sich von der begonnenen Arbeit ab und folgt dem nächsten Einfall. Solche und ähnliche Ereignisse sind Anzeichen der Diskontinuität des Bewusstseins. Für den Menschen, der seine Bewusste Selbstbestimmung anstrebt, ist es wichtig, die inneren Schritte seines Bewusstseins genau zu verfolgen. Bemerkt man die Lücken und Unterbrechungen im eigenen Bewusstsein, so erwacht der Wille, diese Lücken zu überbrücken. Das Bild der Brücke gibt hier eine Orientierung. Das Bewusstsein ist Brückenbogen, der sich über den Strom der Zeit wölbt. Auf dem einen Ufer ruht der Bogen des Bewusstseins auf einem festen Entschluss, auf dem anderen Ufer auf der willentlichen Kontrolle des eigenen Tuns. Die einzelnen Taten senken sich von oben zielstrebig in den Strom des Tages. Plant man den Gang durch den Tag, weiß man, was man tun will, wann man etwas tun will, wie man etwas tun will, dann kann man sich am Abend des Tages kontrollieren, dann können die Lücken im Tun und Denken zu ihrer Überwindung anregen, dann wird man lernen, durchführbarere Pläne für die kommenden Tage zu entwerfen.
 
Die Schulung des Willens  

ist einfach und schwer: einfach, weil sie keine komplizierten Überlegungen oder Gedankengänge fordert, schwer, weil es schwerfällt, sie stets und ohne Aufhebens davon zu machen, ruhig durchzuführen. Ihr erster Grundsatz ist. - Tu' nur das, was du selbst willst. Man prägt durch jede Tat sich selbst in die Weit ein. Man achte deshalb darauf, dass die eigene Tat auch Abdruck des eigenen Wesens ist. Rudolf Steiner formuliert: Zu allem soll man stets wohlerwogene Gründe haben. - Der zweite Grundsatz der Schulung des Willens lautet: Tu nie das, was du nur selbst willst. Man warte, welche Forderungen die Mitwelt an uns stellt, welche Erwartungen uns entgegengebracht werden. Man mache sein Handeln zum Diener des Berechtigten dieser uns von der Welt gestellten Aufgaben. Aus dem Versuch, diese beiden Grundsätze zu verwirklichen, erwächst den Willen stärkende Besonnenheit.
 
Umgang mit Mantren

Mantren haben die Gestalt von Wort-Meditationen. In ihrem inneren Aufbau lebt geistige Gesetzmäßigkeit. Mantren können deshalb nur von Erforschern der Geistwelt stammen, welche die Gesetze der Geist- und Seelenweit ergreifen und in angemessener Weise in Wort und Rhythmus kleiden können. Wer ein Mantram meditiert, vertraut sich damit einer Führung an, er vertraut darauf, dass durch die Wirkung der Meditation die Geistwelt ihn ergreift. - Die innere Gesetzmäßigkeit eines Mantrams zeigt sich nicht philologisch-intellektueller Betrachtung: ein Mantram ist nicht dazu da, um »über« es nachzudenken oder um aus ihm theoretische Einsichten zu gewinnen. Sinnvoll ist die Arbeit mit Mantren nur, wenn man in sie hineinschlüpft und in ihnen lebt. Das kann man aber mit gutem Gewissen nur tun, wenn man sich vorher darum bemüht hat, zunächst den Inhalt des Mantram auch denkend zu erfassen. - Ein echtes Mantram ist ein Wesen, das in der Meditation in den verschiedenen Richtungen zur Entfaltung gebracht werden kann. Die im Mantram angedeutete Bildwelt belebt man kräftig durch die Phantasie, so dass die Bildelemente innerlich erlebt werden. Dem Rhythmus, der Laut- und Wortfolge, lauscht man nach und lässt sich von ihnen leiten. Dann werden Rhythmus und Wort zu weisenden Gesten. Durch den eigenen Willen vereinigt man sich mit dem Gedanken. Man weiß sich in der Meditation als Gedanke. - Die Frage ist beim Mantram letztlich nicht: was mache ich mit dem Mantram, sondern. was macht das Mantram mit mir. Rudolf Steiner lässt deshalb in dem Mysteriendrama »Die Prüfung der Seele« den Geistesforscher sagen -

„Es wollen meine Worte nicht das allein nur sagen/
Was als Begriffeshüllen sie verraten; /
Sie lenken Seelenwesenskräfte zu Geisteswirklichkeiten"


Der Mensch mit seinen gesunden Sinnen ist der größte und genaueste physikalische Apparat, den es geben kann. Durch ihn erfährt sich der Mensch in seiner natürlichen Umwelt. Der übende auf dem Erkenntnispfad versucht, seine Seele zu einem Organ zu machen, das das volle Leben tiefer wahrnimmt. Neues nimmt man aber nur dann wahr, wenn man sich verändert, wenn man ein neuer Mensch wird. An den Stellen wird die Seele zum empfindsamen Organ, wo sie sich selbst ihre eigene Ordnung gegeben, ihren eigenen Rhythmus erzeugt hat. Formt man selbst Denken, Fühlen und Wollen, bringt man sie in eine neue Gestalt, so wird das Leben, das man lebt, selbst zum Auffassungsorgan, das in sich bewusst das Leben der Welt mit allen seinen Qualitäten miterlebt - und die Einsichten, die man gewinnt, werden um so tiefer sein, je offener man sich den Forderungen der Zeit stellt.