Christoph Keller: Grundlagen

"Du weißt ja gar nicht, wie gut du’s hast"

Ich entstamme einer durch ihren Vater tief anthroposophisch geprägten Familie und wurde in dem ehrlichen Glauben erzogen, Rudolf Steiners Sicht der Dinge sei die einzig wahre und der von ihm gewiesene Weg der einzig gangbare in diesem Leben.

Schon früh aber begann sich in mir ein Konflikt anzubahnen. Die Beteuerungen meiner Eltern und meiner Geschwister, später dann auch meiner Lehrer in der Waldorfschule, wie gut ich’s hätte mit einer solchen Erziehung, standen in wachsendem Widerspruch zu meinem tatsächlichen Lebensgefühl, das in dieser Zeit alles andere als glücklich war und von dunkler Angst, Appetitlosigkeit, Bauchweh und dem schlimmen Gefühl, minderwertig zu sein und nicht ernstgenommen zu werden, beherrscht wurde. Neben schwierigen persönlichen Konstellationen, die hier nicht erörtert werden sollen, war die anthroposophische Weise, unsere Wirklichkeit, unsere Mitmenschen zu sehen und zu beurteilen, ein entscheidender Grund für meine innere Zerrissenheit.

Irgend etwas in mir hat wild rebelliert gegen das Bild mit den vielen Daseinsformen, aus denen ich angeblich bestünde, denn wo war ich? Mit was von alldem sollte ich mich identifizieren? Mit meinem "banalen Körper", den man nach dem Tod als "leere Hülle" zurückläßt? Dann schon lieber mit meinem "unsterblichen Geist". So hab ich mich zunächst mit Feuereifer auf die Anthroposophie gestürzt, um mir meine "geistige Existenz" zu beweisen, habe Steiners wichtige Werke wie die "Philosophie der Freiheit" Kapitel für Kapitel mehrmals gelesen und schriftlich festgehalten, habe es auch in der Länge der von Steiner empfohlenen Konzentrationen ein ganzes Stück weit gebracht, habe neben diesen Konzentrationen ständig versucht, die Welt und mich selbst zu verstehen und zu erkennen, habe zeitweise wirklich wie ein Besessener nachgedacht, tagelang, wochenlang, bin oft in den Wald gefahren, um mich irgendwo ins Gestrüpp zu legen und tief denkend meine Existenz zu finden. Doch auf jede Antwort, die ich fand, und die ein kurzes Glücksgefühl in mir wachrief, folgten sofort hundert neue Fragen, Zweifel und die alte Existenzangst. Bis eines Tages der Moment kam, wo sich mir das Denken selbst zu erkennen gab, wo ich merkte, was ich da eigentlich versuche, wenn ich etwas gedanklich begreifen will, daß ich nachbilden, sein will, was schon da ist, und wie unmöglich ein solches Unterfangen ist. Mein gesamter kunstvoll zusammengesetzter Gedankenaufbau stürzte zusammen und ich war gezwungen, seit Jahren einmal wieder mit freiem, leerem Kopf, beinahe etwas blöd, nur aus meinen Augen zu sehen und so an die Dinge zu glauben, wie ich sie sah und hörte und fühlte. Und endlich spürte ich wieder echte Kraft in mir, ich fühlte mich ein bißchen wie neu, ich war glücklich, die Wirklichkeit um mich zu haben, und fast von einem Tag auf den anderen hat sich mein Kopf beruhigt, hat sich alles im wahrsten Sinne des Wortes an den richtigen Platz gerückt.

Es geht mir im folgenden nicht darum, Menschen anzuklagen, sondern lediglich darum, einen Beitrag zu einem besser funktionierenden Kontakt mit der Wirklichkeit und auch zwischen Menschen zu leisten, und in diesem Zusammenhang das mir durch meine Erziehung vermittelte Weltbild auf seine Gültigkeit hin zu überprüfen.

In anthroposophischen Kreisen wird Kritik meist dort akzeptiert, wo sie sich auf konkrete Mißstände etwa in der Waldorfschule, oder auch auf die charakterlichen Veränderungen anthroposophisch denkender Menschen bezieht. Jenes Typische, Schwebende, Erleuchtete, das viele Anthroposophen annehmen, wird meist ohne weiteres selbstkritisch zugegeben. Man weigert sich aber, einen direkten Kausalzusammenhang zu Steiners Philosophie zu sehen, diese Wirkungen seien also nicht intendiert, sondern man habe Steiner eben noch nicht verstanden oder gar mißbraucht. Steiners komplizierte Gedankengebäude, obwohl durch keine Wahrnehmung je bestätigt, werden geglaubt wie die Erzählung von einer fernen Insel, die man selbst noch nie gesehen hat, und sind für Kritik weitgehend tabu. Ich möchte nun aber genau diesen philosophischen Hintergrund in Frage stellen, denn ich glaube, daß er die Ursache ist gerade für jene charakterlichen Verstörungen, daß diese also nicht trotz Steiners Einfluß eintreten, sondern geradezu zwangsläufig von ihm hervorgebracht werden.

Auf welcher Grundlage aber soll das geschehen, wenn es mehr sein soll als ein belangloses Austauschen von "Meinungen", "persönlichen Ansichten" oder "Denkmöglichkeiten"?

Damit kommen wir zur ersten Frage:

Gibt es Richtig und gibt es Falsch?

Ein Mathematiker hätte sicherlich keine Schwierigkeiten, diese Frage mit ja zu beantworten, ebensowenig ein Naturwissenschaftler, und wohl auch ein Musiker nicht, wenn er an falsch gelernte Töne denkt, das heißt überall da, wo feste Voraussetzungen wie die Gesetze der Natur oder auch von Menschenhand geschaffene wie ein Notentext vorliegen, gibt es die Möglichkeit, diese Voraussetzungen richtig oder falsch zu erfassen, zu interpretieren, zu lernen. Wenn wir aber in philosophische oder religiöse Bereiche vorstoßen, scheint die Frage von richtig und falsch plötzlich nicht mehr so eindeutig zu sein, sondern da geht es jetzt um eine Vielzahl verschiedener Glauben und Mysterien, und unsere Phantasie erhält die Erlaubnis, sich ungehemmt ausleben zu dürfen. Ich will im folgenden versuchen zu verdeutlichen, daß auch Religion und Philosophie auf der Grundlage der Wirklichkeit auf ihren Gehalt an Richtig und Falsch überprüfbar und an ihm zu messen sind, und durchaus nicht das Recht haben, hinter einem angelernten Glauben oder gar auf Grund einer behaupteten "Hellsichtigkeit" eines Einzelnen die eigenen Gedankengebäude als neue Wirklichkeiten verkaufen zu dürfen. Die Wirklichkeit, von der die Naturwissenschaften ja nur einen kleinen "Anteil" zu erfassen vermögen, nämlich die Klärung dessen, was von außen verstehbar ist und durch die Wahrnehmung bestätigt werden kann, hat für jede seriöse religiöse oder philosophische Auseinandersetzung die Grundlage und den Prüfstein zu bilden, hat unser Gott zu sein, wenn man nicht hoffnungslos ins Falsche abschweben will. Wer an dieser Stelle bereits Zweifel hat, wird an meinem Heftchen wohl kaum Freude haben.

Woher kommt nun die relative Klarheit und Unstrittigkeit auf der naturwissenschaftlichen Seite und eine solche Fülle mehr oder weniger nebuloser Ahnungen auf der religiösen und philosophischen Seite? Weil es bei dieser "anderen Seite" um die Frage nach dem "Innen" geht, nach dem Sein. Da jedes Ding aber nur sich selbst sein kann, und da auch wir nur uns selbst sein können, kann es nicht darum gehen, eine "richtige" Antwort auf diese Frage zu finden, wie Religion und Philosophie das seit Urzeiten vergeblich versuchen, sondern es kann nur darum gehen, einzusehen, daß die Beantwortung dieser Frage ein Ding der Unmöglichkeit ist. Denn das Sein eines Dinges ist nicht übertragbar, und schon gar nicht in gedankliche Form.

Die Wirklichkeit ist ein einziges Wunder und Rätsel, das aus der Unendlichkeit kommt und in die Unendlichkeit geht. Wir können mit diesem Wunder in Kontakt kommen, sind ein Teil von ihm, aber wir können es in unserem Kopf nicht ein zweites Mal erschaffen. So ist ein Denken, das die Grenzen seiner Erkenntnisfähigkeit klar erkennt und sich in den Dienst eines sinnlichen Kontakts mit der Wirklichkeit stellt, richtig, ein Denken aber, das diese Sinneseindrücke dazu mißbraucht, eine eigene Wirklichkeit zusammenzuschustern, und an diese dann womöglich mehr glaubt als an die reale, falsch. Damit soll nun nicht die Freiheit unseres Denkens oder unserer Phantasie eingeschränkt werden. Man darf mit seinem Denken anstellen, was man will, nur: Man sollte wissen, was man tut, man sollte merken, wenn man den Kontakt mit der Wirklichkeit verläßt, sonst wird man sehr schnell zum Opfer seiner eigenen Vorstellungswelt.

Die Funktion des Denkens

Unser Bild, unser Verständnis der Wirklichkeit wird gebildet durch die Informationen, die in unser Bewußtsein dringen, und, durch das Gedächtnis festgehalten, nun in unserem Kopf als das weiterleben, was wir unser Denken nennen. Wenn wir nun bestrebt sind, den Inhalt unseres Denkens in größtmögliche Übereinstimmung mit den originalen Existenzen der Wirklichkeit zu bringen, also richtige Bilder und ein richtiges Verständnis der Wirklichkeit in uns zu tragen, müssen wir vor allem zwei Dinge erkennen: Erstens, daß eine Information nicht dasselbe ist wie die reale Existenz, von der sie abgegeben wurde, das heißt wir müssen erkennen, daß wir mit unserem Denken niemals das Sein, die Wahrheit einer Sache in unseren Kopf holen können, sondern nur das, was als Information über die Wahrnehmung von uns aufnehmbar ist. (Wenn Steiner in seiner "Philosophie der Freiheit", Kapitel 5 "Das Erkennen der Welt", schreibt: "Die Frage nach dem Was einer Wahrnehmung kann also nur auf die begriffliche Intuition gehen, die ihr entspricht", so formuliert er damit genau diese Verwechslung des eigenen Innenlebens mit dem Sein fremder Existenzen.) Wir können also mit unserem Denken den Kontakt zu einer fremden Existenz vertiefen, das heißt, das Denken kann unser Wahrnehmungssystem strukturieren zu der Fähigkeit, die Informationen, die uns von einer Existenz erreichen, immer genauer zu empfangen, aber wir können diese fremde Existenz niemals selbst sein.

Der zweite Punkt, der sorgfältig zu überprüfen ist, um ein richtiges Funktionieren unseres Denkens zu gewährleisten, ist die Klärung der Herkunft einer jeden Information, die uns erreicht, das heißt zu unterscheiden, ob es sich um eine Originalinformation aus erster Hand, eine Wahrnehmung handelt, oder ob sie lediglich von anderen Menschen übernommen wurde oder aber das Produkt eines eigenen gedanklichen Nachbildungsversuchs ist. In diesem zweiten Fall wäre sie unbedingt als aus zweiter Hand stammend zu bewerten, es sei denn, sie bestätigt sich durch eine direkte Wahrnehmung. (In diesem Zusammenhang erscheint Steiners Suggestion, man müsse seine Gedanken nur oft genug lesen und verinnerlichen, dann würden es eigene Gedanken und Erkenntnisse werden, in einem besonders fragwürdigen Licht, als Versuch nämlich, im anderen das Vertrauen zur eigenen sinnlichen Wahrnehmung und zur eigenen Fähigkeit der Beurteilung und Wertung zu untergraben.) Ein gedanklicher Prozeß darf niemals als direkter Wahrnehmungsprozeß interpretiert werden, wie das wiederum Steiner tat, wenn er seine Gedanken als Wahrnehmungen aus "höheren Welten" verstanden wissen wollte, nein, unser Gedankenleben ist ein Verarbeitungsprozeß realer Sinneswahrnehmungen und muß unbedingt in diesem Sinne bewertet werden.

Wem das nicht spontan einleuchtet, der möge einmal folgende Punkte prüfen:

1.) Gibt es irgend etwas in der Substanz unseres Denkens, das nicht ursprünglich durch die Sinnesorgane (wozu übrigens die gesamte Hautoberfläche, eigentlich jede empfindungsfähige Stelle des Körpers zu rechnen ist), empfangen wurde?

2.) Wenn eine Wahrnehmung real ist, das heißt wenn es eine Botschaft ist, die von einer fremden Existenz zu mir kommt, habe ich keinen Einfluß auf sie, ich kann sie höchstens ignorieren, aber ich kann, was ich beispielsweise sehe oder höre, nicht verändern, da es wirklich von außen zu mir kommt. Mit einem inneren Bild aber kann ich anstellen, was ich will, da es ein Vorgang in mir selbst ist, ganz abgesehen davon, daß es qualitativ, was Klarheit und Differenzierung angeht, weit hinter einem real gesehenen Bild zurückbleibt, und nur in Ausnahmesituationen, in manchen Träumen, unter Drogeneinfluß usw. in die Nähe einer realen Wahrnehmung gelangen kann. Natürlich haben wir in diesen Zuständen, wenn das Bewußtsein ausgeschaltet ist, keinen bewußten Einfluß auf unser Innenleben, aber es ist auch keine Wahrnehmung möglich, und man möge sich davor hüten, es als eine von außen kommende Wahrnehmung zu mißdeuten, denn es handelt sich um einen Zustand, in dem die Kräfte in uns, darunter auch die Erinnerungen an unsere Sinneswahrnehmungen, frei spielen können, ohne sich reflektierend zu kontrollieren.

Zwar ist das Denken bei einem realen Wahrnehmungsprozeß von Anfang an direkt beteiligt, indem es beispielsweise die durch die verschiedenen Sinnespforten empfangenen Eindrücke koordiniert und mit dem Gedächtnis die Perspektive der Zeit zu erfassen ermöglicht, aber es ist nie selbst Wahrnehmung.

Der Irrtum von Geist und Körper

Die Vorstellung, der Mensch bestünde grundsätzlich aus zwei verschiedenen Daseinsformen, die sich trennen können, resultiert daraus, daß man zwei verschiedene räumliche Standorte der Betrachtung mit zwei verschiedenen Existenzformen verwechselt. So wird das Erleben der eigenen Existenz von innen, das Seinserlebnis, zu etwas "Geistigem", das Erleben dieser eigenen Existenz oder fremder Existenzen über die Wahrnehmung von außen zu etwas "Materiellem". So wenig aber sich ein reales Sein von seiner Außenansicht trennen kann, so wenig ist eine Trennung von "Geist" und "Körper" möglich, sondern es handelt sich um verschiedene "Schauseiten" einer Identität, einer ganzheitlichen Organisation.

Der Irrtum des chemisch-physischen, des materiellen Bildes von der Wirklichkeit besteht darin, zu glauben, das Wunder einer Existenz mit dem, was ein menschlicher Verstand von außen an ihm erkennen und beobachten kann, bereits in seiner Ganzheit erfaßt zu haben. So wird eine "niedere", "banale", jämmerliche Daseinsform erschaffen, die es in Wirklichkeit nicht gibt, und die gar nicht existieren könnte. So etwas, als das beispielsweise der Körper wissenschaftlich gesehen wird, kann kein Mensch sein, man kann es nur so sehen, von außen. Auch wenn man dem Körper eine von mir unabhängige Existenz zuspräche, könnte er so etwas nicht sein, er könnte sich nur so im Spiegel sehen, oder indem er seinesgleichen seziert.

Der Glaube an "höhere geistige Welten" beruht im Grunde auf genau demselben Irrtum, nämlich auf der Annahme einer solch "niederen" materiellen Existenz. Da man aber in diesem Materiebild das Wunder des Lebens und des Daseins nicht entdecken konnte, mußte man neu erfundene "geistige Existenzen" einführen, um zu einer Erklärung zu kommen. (Wenn sich also beispielsweise etwas Lebendiges bewegt, kann Steiner sich das nur erklären, indem er sich einen "Geist" vorstellt, der die "Materie" bewegt, denn dieser selbst traut er das Wunder nicht zu. Beim "Geist" angelangt aber hört er auf, zu fragen: Wer bewegt den Geist? In dieser abstrakten Form glaubt er an das Wunder des Sichbewegens. Wir sollten an dieses Wunder aber genau an der Stelle glauben, an der es tatsächlich geschieht.) Übersehen wurde dabei, daß diese "geistigen Existenzen" niemals über die Wahrnehmung empfangen wurden, (es sei denn, man maßte sich spezielle "Wahrnehmungsorgane" und "Hellsichtigkeit" an), sondern der gedanklichen Auseinandersetzung mit realen Sinneswahrnehmungen entsprangen und dem Bemühen, diese in ihrer Komplexheit zu begreifen.

Die zwei Erlebnisorte einer Existenz, nämlich das Sichsein, die eigentliche Wahrheit, auf der einen Seite, und das von außen Wahrnehmbare auf der anderen Seite, sind in vollkommen unvereinbarer Weise verschieden. Trotzdem geht es zwingend um ein und dieselbe Identität. In Bezug auf den Menschen bedeutet das also: Geist und Körper sollten nicht eine Einheit bilden, wie das die gängige Vorstellung ist, nein, sie sind bereits ein und dasselbe. Die Begriffe "Geist" und "Körper" sind nur dann anwendbar, wenn man etwa die Funktionen des Kopfes von den Funktionen des Leibes unterscheiden will.

Die Überwindung der Geist-Körper-Vorstellung bedeutet keinesfalls ein Ignorieren all des Wunderbaren, das man sich bisher glaubte, "geistig" vorstellen zu müssen. Sie bedeutet im Gegenteil ein Abschied von jeder Art banal materialistischer Wirklichkeitsvorstellung. Nicht das Wunderbare ist das, was es nicht gibt, sondern das Banale.

Welche Konsequenzen ergeben sich nun aus derartigen Einsichten? Das oft geringschätzige Verhältnis vorallem mehr "geistig" orientierter Menschen zu ihrem Leib und zu ihrer sinnlichen Wahrnehmung der Wirklichkeit sollte ersetzt werden durch den wissenden Glauben, daß wir diesen Leib selbst sind und daß wir mit dieser Wahrnehmung Kontakt mit der Außenseite von etwas haben, dessen Innenseite in seinem Wunder für uns unerreichbar ist, ob es sich nun um ein Lebewesen oder einen "toten" Gegenstand handelt. Und die starke Überbetonung des eigenen Innenlebens wieder vorallem jener "geistig" orientierten Menschen und seine Einschätzung als neue "geistige Umwelt" sollte revidiert werden durch das Wissen, daß es sich bei diesem Innenleben ausschließlich um das eigene Innen handelt, in unserem Kopf und Leib lokalisierbar ist und nicht mit der Umwelt verwechselt werden darf.

Wir sollten versuchen, die Wunschvorstellung von einem Weiterleben dieses eigenen Innern nach dem Tod zu überwinden und uns als das annehmen, was wir sind: Eine lebendige stoffliche Existenz, die nach dem Tod in einen größeren Zusammenhang zurückkehrt.

Und unsere jenseitig orientierten Religionen sollten durch den Glauben an das Wunder der Wirklichkeit erneuert werden.