Die Engel in uns


Als unbewusstes Selbsterlebnis sind in uns die das Denken gebenden Angeloi.

(GA 161)


Helles Fühlen

An der Grenze zwischen Verstandesseele und Bewusstseinsseele greifen die Angeloi ein. Sie sind es, die das verdichten, was sonst nur in Meinungen, in Begriffen bewusst erfolgt, die das verdichten zu dem, was man Empfindungen und Gefühle nennen kann.

(GA 127)


Die Engel schützen uns vor dem, was wir nicht ertragen können

Wir sind gleichsam in einer Sphäre von Imaginationen drinnen, die dürfen (aber) nicht in uns herein. Was kommt denn von diesen Imaginationen in uns herein? Schattenbilder, Reflexionen, Spiegelbilder: als unsere Gedanken, unsere Vorstellungen! Da draußen sind die vollsaftigen realen Imaginationen. Sie spiegeln sich in uns, wir erleben sie in der abgeschwächten, schattenhaften Form unserer Gedanken und Vorstellungen. Würden wir sie in ihrer Vollsaftigkeit hereintragen in uns, würden wir sie nicht bloß zur Spiegelung bringen, so würden wir in jedem Augenblick vor der Gefahr des Todes stehen. Es liegt nichts Geringeres vor, als dass wir durch die Welteneinrichtung davor bewahrt werden, die geistigen Wesenheiten und Vorgänge, die uns umgeben, in ihrer Vollsaftigkeit zu erleben. Und doch, eine ganze Summe von diesen Imaginationen gehört zu uns, gehört zu den Kräften, die schöpferisch an uns tätig sind. In dieser Welt der Imaginationen leben die Schöpferkräfte in uns selber. Wir dürfen sie nicht in der ursprünglichen Form erleben, nur in der abgeschatteten Form, in der sie als Gedanken in uns sind. Das kann nur dadurch in uns sein, dass uns jemand im gewöhnlichen Erleben abnimmt dieses Erleben der Imaginationen, die zu unseren Gedanken gehören. Erlebt müssen sie doch werden! Wir können sie nicht erleben. Erlebt müssen sie von stärkeren Wesen werden, als wir sind; von solchen Wesen, die sie ertragen können in ihrer Geist-Seelenorganisation, ohne dass sie in die Gefahr des Todes kommen. Während wir denken, während wir mit unserer Seele leben, muss fortwährend ein Wesen über uns walten, welches uns das Erleben der unseren Gedanken und Vorstellungen zugrunde liegenden Imaginationen abnimmt. Jetzt sind wir an einer Stelle, wo wir in noch realerem Sinne, als es bisher geschehen ist, von den Wesenheiten der nächsthöheren Hierarchie, von den Angeloi sprechen können.

(GA 156)