Heilerkräfte

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Trotz einiger Bedenken veröffentlichte Peter Selg im Namen der Medizinischen Sektion am Goetheanum in seinem Büchlein über die Wärme-Meditation nicht nur das gleichnamige Mantram Rudolf Steiners, sondern auch interessantes Material zur Entstehung und Verbreitung. Die Wärme-Meditation war nämlich, seitdem Rudolf Steiner sie 1924 für Helene von Grunelius formuliert hatte und sie wenig später an Ita Wegman -quasi zur "Verwaltung"- weiter reichte, ausschließlich für anthroposophische Ärzte verfügbar. Das Mantram diente der inneren spirituellen Vertiefung des anthroposophischen Arztes, und zwar in einem umfassenden und tiefgründigen Sinn. Es wurde daher auch Jahrzehnte lang nur tradiert. Eine gewisse Sorge bestand seit der Veröffentlichung dieses Textes daher schon, da man mit der Verbreitung eine gewisse Verflachung und eventuell auch einen - wie auch immer zu verstehenden- Missbrauch befürchtete. Immerhin erinnerte sich Madeleine von Deventer daran, Rudolf Steiner habe gesagt, das Mantram diene dazu, dem Mediziner den Weg "zum Schauen des ätherischen Christus" zu ebnen. Für Nicht- Anthroposophen könnte man auch etwas allgemein verständlicher formulieren, dass das Mantram unmittelbar die in jedem Menschen vorhandenen Heiler- oder Herzkräfte ansprechen möchte. Es mag sich daher auch für andere Berufsgruppen mit ähnlichen Aufgaben eignen.

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Teil der Original-Aufschreibung Rudolf Steiners aus dem Buch

Das Mantram - das ich im genannten Büchlein bei Interesse nachzulesen bitte- geht dabei folgenden Weg: Nach einer vorbereitenden Übung wird der Strom der individuellen-überindividuellen Herzkräfte bewusst gemacht, verstärkt und schließlich verdichtet. Am Ende soll der ganze Mensch davon durchleuchtet werden.