Afterlife

In seinem Filmprojekt „Afterlife“ beschäftigt sich der Künstler Auger Loizeau in einem etwa dreiminütigen Schnelldurchgang mit den Konzepten der Menschheit zum Leben nach dem Tod:
afterlife
„When faced with our own mortality or that of a loved one, notions of what the afterlife may hold; whether it be in a spirit world such as heaven or reincarnated into another body or form, spiritual faith can offer great comfort and reassurance.“ Diese tröstlichen Aussichten sind allerdings durch ein Zeitalter der Wissenschaft und Technologie weitgehend eliminiert- im 20 Jahrhundert hat man sich - quasi als post- ägyptisches, materialistisches Abbild- mit „Cryonics“ beschäftigt- einer Methode, die Leichname eingefroren aufzubewahren. Technologie wird hierbei zu einer materialistischen Quasi- Religion: „cryonics - freezing the body of the recently deceased in the hope of later restoring it to life with the help of future technological advances. But as religion demands unquestioned faith in its believers, cryonics demands a similar faith in the progression of technology.“
Loizeau treibt die Sache auf die Spitze und damit ins Absurde. Er schlägt sarkastisch, aber feierlich vor („Shine on Dad“), die postmortale Energie doch zum Auffüllen von Batterien zu verwenden.

Bildschirmfoto 2010-02-09 um 22.07.23
Das Lachen bleibt einem im Halse stecken.