Die Rosenkreutzmeditation, "Mission Mensch" und lauter schnucklige Eurythmisten
15.Jul.2010 23:11 Uhr Abgelegt in:Comix

Comments
Nebukadnezar
13.Jul.2010 14:18 Uhr Abgelegt in:Gesellschaft
Octavio Paz beschreibt den inneren Zustand Mexikos vor der Revolution von 1910:
„Mexiko blieb, was es gewesen war, aber ohne jeden Glauben mehr an sich selbst. Die alten Werte waren nichtig geworden, nicht aber die alten Wirklichkeiten. Schnell haben neue progressistische und liberale Werte sie überlagert.
Die maskierte Wirklichkeit war der Anfang der Unechtheit und der Lüge- endemische Übel der lateinamerikanischen Länder. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren wir höchst pseudomodern. Wir hatten Eisenbahnen, aber auch Großgrundbesitz, eine demokratische Verfassung, aber auch einen Caudillo aus bester hispano- arabischer Tradition, positivistische Philosophen, aber auch präkolumbianische Kaziken, eine symbolistische Dichtung, aber auch den Analphabetismus.
Die Übernahme des nordamerikanischen Vorbildes trug zur Auflösung der traditionellen Werte zwar bei, aber die politischen und wirtschaftlichen Aktionen des nordamerikanischen Imperialismus stärkten zugleich die archaischen sozialen und politischen Strukturen. Dieser Widerspruch zeigt deutlich, dass die Ambivalenz dieses Giganten nicht imaginärer, sondern realer Natur war. Die Heimat Thoreaus war auch die Heimat Roosevelt- Nebukadnezars.“ (O.P., „Der menschenfreundliche Menschenfresser. Geschichte und Politik 1971-1980, S. 57, Frankfurt 1981)
Die zerfallenen „alten Werte“ kann man schwer beurteilen, die Analyse einer moralisch- geistigen Ambivalenz und Indifferenz zu Beginn des 20. Jahrhunderts dagegen schon. Sie trifft sicherlich nicht nur auf Mexiko zu. Wie aber sieht die Lage heute aus, 100 Jahre später und 12 Jahre nach Octavio Pazs Tod?
Politik, Kultur und Gesellschaft werden von der krankhaften Überspitzung der kapitalistischen Geschäftsidee, den Drogenkartellen, determiniert. Die „alten Werte“, die Paz beschreibt, sind nicht nur nicht mehr existent- selbst die „liberalen Werte“ sind gleichsam implodiert. Das ist eine politische und gesellschaftliche Degeneration, die anscheinend ständig wechselnde Länder befällt und von innen her zerstört: „Mehrere Drogenkartelle liefern sich in Mexiko eine blutige Auseinandersetzung um die lukrativen Schmuggelrouten in die USA. Seit 2006 fielen dem Drogenkrieg fast 23'000 Menschen zum Opfer. Die mexikanische Regierung setzt mehr als 50'000 Polizisten und Soldaten im Kampf gegen die Drogenbanden ein. Der Urnengang galt auch als inoffizielle Abstimmung über die Politik von Präsident Calderón im Kampf gegen den Drogenkrieg.“ (Quelle)
So werden Wahlen zur lebensgefährlichen Angelegenheit; Politik wird zum Spielball zersetzender Machtkämpfe von Kartellen. Natürlich schwingen im geschichtlichen Hintergrund religiöse Motive mit- nicht zuletzt das Ringen um politisch- geistigen Einfluss zwischen Franziskanern und Jesuiten. Letztere wurden getreu ihrer damaligen Strategie zum „Sprachrohr der Beschwerden, Hoffnungen und Bestrebungen der Kreolen, aus Neuspanien das andere Spanien zu machen“ (Paz, S. 26) und postulierten zu diesem Zweck die „Identität Quetzalcoatls mit dem Apostel Thomas“. Gleichzeitig erodierte jeder Zusammenhalt der Bevölkerungsgruppen. Die religiöse „Identität“ lag ohnehin mehr im „Hass gegen die Spanier“, denen man mit schwarzmagischen Ritualen Zu Leibe rücken wollte: „Bei der Reinigung eines Kanals von Mexiko- Stadt.. (fand man) eine riesige Anzahl von kleinen Zaubergegenständen..., Figürchen und Lehmpuppen..., die Spanier darstellten, die alle von Messern und Lanzen aus demselben Material durchstochen...“ gewesen seien (Paz, S. 33).
Auch Carlos Castaneda, zwielichtiger und umstrittener Fürsprecher neo- magischer Rituale, berichtete verschiedentlich in seinen Büchern, die aztekische Religion hätte in der Form überlebt, dass sich deren Hohepriester vornehmlich durch das Gewand des katholischen Priesters getarnt hätten („Und die geschichtliche Wirklichkeit kennt viele Arten, sich zu verbergen. Eine der wirksamsten ist die, sich dem Blick aller auszusetzen.“ -Paz, S. 22).
Heute ist das Opfern von Menschen anscheinend profanisiert- es dient nicht mehr quasi- religiösen und magischen Machtstrukturen, sondern der Gewinnmaximierung der Kartelle.
„Mexiko blieb, was es gewesen war, aber ohne jeden Glauben mehr an sich selbst. Die alten Werte waren nichtig geworden, nicht aber die alten Wirklichkeiten. Schnell haben neue progressistische und liberale Werte sie überlagert.
Die maskierte Wirklichkeit war der Anfang der Unechtheit und der Lüge- endemische Übel der lateinamerikanischen Länder. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren wir höchst pseudomodern. Wir hatten Eisenbahnen, aber auch Großgrundbesitz, eine demokratische Verfassung, aber auch einen Caudillo aus bester hispano- arabischer Tradition, positivistische Philosophen, aber auch präkolumbianische Kaziken, eine symbolistische Dichtung, aber auch den Analphabetismus.
Die Übernahme des nordamerikanischen Vorbildes trug zur Auflösung der traditionellen Werte zwar bei, aber die politischen und wirtschaftlichen Aktionen des nordamerikanischen Imperialismus stärkten zugleich die archaischen sozialen und politischen Strukturen. Dieser Widerspruch zeigt deutlich, dass die Ambivalenz dieses Giganten nicht imaginärer, sondern realer Natur war. Die Heimat Thoreaus war auch die Heimat Roosevelt- Nebukadnezars.“ (O.P., „Der menschenfreundliche Menschenfresser. Geschichte und Politik 1971-1980, S. 57, Frankfurt 1981)
Die zerfallenen „alten Werte“ kann man schwer beurteilen, die Analyse einer moralisch- geistigen Ambivalenz und Indifferenz zu Beginn des 20. Jahrhunderts dagegen schon. Sie trifft sicherlich nicht nur auf Mexiko zu. Wie aber sieht die Lage heute aus, 100 Jahre später und 12 Jahre nach Octavio Pazs Tod?
Politik, Kultur und Gesellschaft werden von der krankhaften Überspitzung der kapitalistischen Geschäftsidee, den Drogenkartellen, determiniert. Die „alten Werte“, die Paz beschreibt, sind nicht nur nicht mehr existent- selbst die „liberalen Werte“ sind gleichsam implodiert. Das ist eine politische und gesellschaftliche Degeneration, die anscheinend ständig wechselnde Länder befällt und von innen her zerstört: „Mehrere Drogenkartelle liefern sich in Mexiko eine blutige Auseinandersetzung um die lukrativen Schmuggelrouten in die USA. Seit 2006 fielen dem Drogenkrieg fast 23'000 Menschen zum Opfer. Die mexikanische Regierung setzt mehr als 50'000 Polizisten und Soldaten im Kampf gegen die Drogenbanden ein. Der Urnengang galt auch als inoffizielle Abstimmung über die Politik von Präsident Calderón im Kampf gegen den Drogenkrieg.“ (Quelle)
So werden Wahlen zur lebensgefährlichen Angelegenheit; Politik wird zum Spielball zersetzender Machtkämpfe von Kartellen. Natürlich schwingen im geschichtlichen Hintergrund religiöse Motive mit- nicht zuletzt das Ringen um politisch- geistigen Einfluss zwischen Franziskanern und Jesuiten. Letztere wurden getreu ihrer damaligen Strategie zum „Sprachrohr der Beschwerden, Hoffnungen und Bestrebungen der Kreolen, aus Neuspanien das andere Spanien zu machen“ (Paz, S. 26) und postulierten zu diesem Zweck die „Identität Quetzalcoatls mit dem Apostel Thomas“. Gleichzeitig erodierte jeder Zusammenhalt der Bevölkerungsgruppen. Die religiöse „Identität“ lag ohnehin mehr im „Hass gegen die Spanier“, denen man mit schwarzmagischen Ritualen Zu Leibe rücken wollte: „Bei der Reinigung eines Kanals von Mexiko- Stadt.. (fand man) eine riesige Anzahl von kleinen Zaubergegenständen..., Figürchen und Lehmpuppen..., die Spanier darstellten, die alle von Messern und Lanzen aus demselben Material durchstochen...“ gewesen seien (Paz, S. 33).
Auch Carlos Castaneda, zwielichtiger und umstrittener Fürsprecher neo- magischer Rituale, berichtete verschiedentlich in seinen Büchern, die aztekische Religion hätte in der Form überlebt, dass sich deren Hohepriester vornehmlich durch das Gewand des katholischen Priesters getarnt hätten („Und die geschichtliche Wirklichkeit kennt viele Arten, sich zu verbergen. Eine der wirksamsten ist die, sich dem Blick aller auszusetzen.“ -Paz, S. 22).
Heute ist das Opfern von Menschen anscheinend profanisiert- es dient nicht mehr quasi- religiösen und magischen Machtstrukturen, sondern der Gewinnmaximierung der Kartelle.
Hinter dem Haus
11.Jul.2010 23:10 Uhr Abgelegt in:Fotografie & Grafik

Hinter dem Haus ist es um Mitternacht noch 28,5 Grad heiss. Hier am Niederrhein, mit seinen zahllosen Wasserströmen im sandigen (das ist ein Erbstück der letzten Eiszeit) Boden, steigt die Luftfeuchtigkeit selbst nachts in Dimensionen des Regenwald. Das ununterbrochene Gegirre zeugt davon, dass auch die Grillen die Gunst der Stunde nutzen. Sie schieben sich mühelos vom Mittelmeer bis hierher, in Richtung Nordsee.
Aber dennoch: Die Turmfalken über den Köpfen der wenigen Spaziergänger am Nachmittag schrillen ihre schneidenden Laute. Die Jungen landen bei ihren ersten Flugversuchen vorsichtshalber auf dem breiten Bauerndach. Die Felder stehen gelb, der Mais schwächelt. Die Bauern werden auf ihre Wasserrechnung schauen und sorgenvoll rätseln, ob es dieses Jahr für sie finanziell reicht.
Das Leben nimmt eine kurze Auszeit- soweit es eben möglich ist. Wenn man sich bewegt, ist man nass. Man versteht, dass die Einrichtung einer Siesta durchaus Sinn machen kann.
Das Foto ist übrigens mit meiner neuen Olympus Pen geschossen.
Hans-Peter Dieckmann: Lasse tragen deine Seele von meiner starken Kraft
10.Jul.2010 15:20 Uhr Abgelegt in:Meditation
Wenn ich Achtsamkeit zu meinem Meditationsthema mache, weiß ich eigenständig vorweg, was Achtsamkeit bedeutet. Ich verstehe Achtsamkeit ja als Idee, um von dieser Idee ausgehend, Achtsamkeit als meine Bewusstseinshaltung zu erzeugen. Immer wieder erschließen sich mir allerdings neue Grade von Achtsamkeit, manchmal (bildhaft ausgedrückt) mit “an ihren Rändern“ erspürten Bewusstseinsgrenzen, die ich dann aber deutlich als vorläufig erfahre. Vor den “Rändern stehend“ erscheinen sie wie Schwellen, die es zu überschreiten gilt: jedoch als mein Aufklaren für sie, womit sie einfach fortfallen; nicht als das Zurücklegen einer räumlichen Strecke. Bei voller Einstiegskonzentration vergesse ich meinen Körper in diesem Prozess und werde zu meinem jeweiligen Achtsamkeitslevel, aber wenn ich darin gefestigt bin, kann ich gut zugleich meinen Körper und genauso gut auch eventuell auftretende Gedanken und Gefühle ins Bewusstsein nehmen. Dank meiner Achtsamkeitswarte beobachte ich sie nun weniger verflochten und Lösungen und Entspannungen entstehen wohltuend aus jedem Durchschauen bis über die Meditationszeiten hinaus.
weiter zur Meditation..
weiter zur Meditation..
Thomas Reinsperger: Inclusion International 2010
10.Jul.2010 14:45 Uhr Abgelegt in:Gesellschaft | Pädagogik & Psychologie
In Berlin fand vom 16. - 19. Juni der 15. Weltkongress von Inclusion International statt, über den u.a. auch die „Lebenshilfe“ auf ihren Seiten berichtet. (1) Der Bundesvorsitzende der Lebenshilfe übersetzte den in Deutschland noch unbekannten Begriff „Inclusion“ mit der prägnanten Formel: „behindertengerecht ist menschengerecht“. Dieser Kongress hatte ca. 3000 Teilnehmer, darunter waren ca. 1000 Menschen mit geistiger Behinderung, sogenannte „Selbstvertreter“. Einer dieser „Selbstvertreter“ war Michaela, eine von mir betreute, junge, behinderte Frau. Ihr kurzer Bericht mir gegenüber und die von ihr mitgebrachten Unterlagen nehme ich zum Anlass einer kurzen Schilderung, wobei ihr persönliches Schicksal mit dem Tagungsthema korrespondiert, weshalb ich Michaelas Schicksal hier ebenfalls kurz darstelle.
weiter zum Text..
weiter zum Text..
Nachfühlig
07.Jul.2010 22:17 Uhr
Karl war nicht nachdenklich, sondern nach- fühlig: Er fühlte den gefühlten Gefühlen nach.
Dycker Feld- Flickr Fotoausstellung
05.Jul.2010 00:16 Uhr Abgelegt in:Fotografie & Grafik

Bei Flickr richten viele Fotografen kleine virtuelle Ausstellungen aus- diese hier ist von JP Kaspari und behandelt das Dycker Feld um Schloss Dyck im Rhein-Kreis Neuss. Zu meinem Erstaunen ist das konventionellste von mir. Ähem.
"Real Anthroposophy!"
04.Jul.2010 00:22 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Joel Wendts erster YouTube- Vortrag über „Real Anthroposophy“. Sehr heroisch, sehr amerikanisch und etwas merkwürdig. Aber hat er im Hintergrund tatsächlich Micky Maus auf dem Regal stehen?
Brücken bauen
03.Jul.2010 00:45 Uhr Abgelegt in:Gesellschaft

Quelle des Bildes: Spiegel
In Bezug auf Technik gibt es ja das Bonmot, sie verspräche die Probleme zu lösen, die die Tatsache ihrer Nutzung erst hervor gerufen hat. Ähnliches liesse sich auf Politiker übertragen. Wulff versprach jedenfalls in seiner Antrittsrede, „Brücken bauen“ zu wollen zwischen den Menschen und den Parteien. In dieser Hinsicht ist er Teil des Problems, das er zu lösen verspricht. Denn durch Parteimanöver ist er zum Amt gekommen, die „Menschen“ wollten eigentlich einen Anderen- einen, der sich vor ihnen nicht als Blendamed- Lächel- Professioneller, einer PR- Fachfrau in ehelichen Banden zugewandt, aufbaut, um ihnen zu erklären, dass und wie sie das bei ihnen verlorenen gegangene Vertrauen zu dieser Form von Politik wieder zu entfalten hätten. Ich hatte eigentlich vor, seine komplette Antrittsrede hier in Extra- Kurzform wieder zu geben, aber, lieber Himmel, wir halten jetzt besser alle die Klappe und lassen ihm seine Zeit.
#wir lieben menschen
02.Jul.2010 21:30 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie | Satire
„#wir lieben menschen“ ist der neue Slogan der (teilweise) anthroposophischen Zeitschrift Info3, die gerade einen Relaunch auch ihrer Website erlebte.
Im ersten Augenblick bleibt unklar, was damit gesagt werden soll. Ob die Mitarbeiter sich selbst als „liebe Menschen“ einschätzen? Oder ob sie einen Slogan der Heilsarmee zweckentfremden und einfach ab jetzt Jeden unbesehen lieben, einfach mal so? Ob sie Idi Amin geliebt hätten, würde er noch leben? Wie so vieles, bleibt der Sinn des Slogans dem Uneingeweihten vorerst im Dunkeln.

Oder leidet die Redaktion, obwohl sie das Christentum erklärtermaßen nicht schätzt, selbst unter einem Jesus- Syndrom? Man weiss es nicht. Wahrscheinlich geht bald einer (ich weiss, wer) auf dem Wasser?
Im ersten Augenblick bleibt unklar, was damit gesagt werden soll. Ob die Mitarbeiter sich selbst als „liebe Menschen“ einschätzen? Oder ob sie einen Slogan der Heilsarmee zweckentfremden und einfach ab jetzt Jeden unbesehen lieben, einfach mal so? Ob sie Idi Amin geliebt hätten, würde er noch leben? Wie so vieles, bleibt der Sinn des Slogans dem Uneingeweihten vorerst im Dunkeln.

Oder leidet die Redaktion, obwohl sie das Christentum erklärtermaßen nicht schätzt, selbst unter einem Jesus- Syndrom? Man weiss es nicht. Wahrscheinlich geht bald einer (ich weiss, wer) auf dem Wasser?
Der Geist, der nicht schreit
02.Jul.2010 00:03 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
„Der Zusammenhang zwischen der Menschenseele und der geistigen Welt wird gefunden werden in intimen Kräften der menschlichen Seele; in Kräften, welche diese menschliche Seele entwickelt, wenn sie Aufmerksamkeit entfaltet, innere, stille, ruhige Aufmerksamkeit, zu der sich der Mensch erst wiederum erziehen muss, nachdem er im materialistischen Zeitalter gewöhnt worden ist, Aufmerksamkeit auf dasjenige allein zu verwenden, was sich ihm mit Wucht von außen aufdrängt, was gewissermaßen an das Auffassungsvermögen heran schreit.
Der Geist, der im Innern erlebt werden soll, der schreit nicht, der lässt auf sich warten, und man kommt ihm nahe, wenn man versucht, sich vorzubereiten auf dieses Nahekommen.“
________________
Rudolf Steiner, Gesamtausgabe 175, Seite 36
Der Geist, der im Innern erlebt werden soll, der schreit nicht, der lässt auf sich warten, und man kommt ihm nahe, wenn man versucht, sich vorzubereiten auf dieses Nahekommen.“
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Rudolf Steiner, Gesamtausgabe 175, Seite 36
Facebook/BP- Boykott
01.Jul.2010 00:10 Uhr Abgelegt in:Gesellschaft
CNN meldet, dass Facebook, das „soziale“ (aber nicht neutrale oder gar „offene“) Netzwerk, eine gewaltige Gruppe von weltweit 800000 Mitgliedern, kommentarlos löscht. Der Grund ist, dass diese Gruppe wegen der aktuellen Ölpest, den Gründen und den Folgen, zum Boykott gegen BP, den Verursacher der Katastrophe, aufrief. Da geht ein Hauch von China-and-Google-Story durchs Netz und wird in nächster Zeit sicherlich zu Diskussionen führen.
CNN: „This group was created with the intent of sending a clear and strong message to BP and to Washington that what has happened in the Gulf has to stop everywhere. People from all over the world shared video clips, pictures, and frustration over what has been seen incredibly slow process to an ever growing economic and environmental disaster.“
Allerdings hat schon wieder eine ähnliche Gruppe neu gestartet, womit nun ein Rennen zwischen Facebook und seinen Nutzern wie zwischen Hase und Igel beginnen kann.
CNN: „This group was created with the intent of sending a clear and strong message to BP and to Washington that what has happened in the Gulf has to stop everywhere. People from all over the world shared video clips, pictures, and frustration over what has been seen incredibly slow process to an ever growing economic and environmental disaster.“
Allerdings hat schon wieder eine ähnliche Gruppe neu gestartet, womit nun ein Rennen zwischen Facebook und seinen Nutzern wie zwischen Hase und Igel beginnen kann.
Einiges über die Leser der Egoisten
01.Jul.2010 00:10 Uhr Abgelegt in:Egoisten intern
Die kleine Abstimmung Gauck vers. Wulff hat ein ganz eindeutiges Ergebnis für den ersteren gebracht- leider nicht in der Bundesversammlung, sondern nur hier im Blog. Allerdings mögen die meisten Leser solche Umfragen ebenso wenig wie Werbung oder weiterführende Links auf Fotoseiten u.a. Eine stetig steigende Zahl von Lesern setzt ganz auf Text und Information - blendet also das Layout aus- und nutzt lieber RSS-Reader, Newsfeeds und Weiterleitungen via Twitter oder Mail. Folgt man der Analyse von Alexa, einem Internet- Informationsdienst, sind die meisten Leser zwischen 25 und 34 Jahren alt, eher weiblich, haben keine Kinder und lesen von zu Hause. 15% nutzen momentan ein Apple- System, eine kleine, aber wachsende Gruppe greift von kleinen, mobilen Geräten aus zu.
Die früher grosse Bedeutung von festen Links auf anderen Websites gibt es so kaum noch. Die Besucherzahlen springen spontan an, sobald ein etwas gelungenerer Comic bei uns erscheint, sobald in den Kommentaren ein saftiger Streit entbrennt oder ein Beitrag bei Twitter oder Facebook herum gereicht wird. Die verschiedenen Möglichkeiten, genaue Besucherzahlen zu ermitteln, unterscheiden sich in den Ergebnissen so erheblich, dass ich absolute Zahlen nicht mehr ohne Warnung heraus zu geben wage. Die absoluten Zahlen bei Google Analytics liegen noch unter den Leserzahlen des Dienstes, bei dem die Kommentare und die Nutzer dieser Funktion ausgewiesen werden. Das scheint mir wenig logisch- wer liest denn nur die Kommentare, ohne einen Bezug zum Artikel, auf den sich diese beziehen? 1&1 zählt z.B. - wesentlich optimistischer- fast 48000 Besucher im Mai, im Jahr 2010 bisher insgesamt 445000 Seitenabrufe. Google zählt aber anders, nicht durch Analyse der internen Log- Dateien, sondern mittels eines kleinen Signals auf dieser Startseite. Diese Widersprüche liessen sich nur mittels eines externen, kostenpflichtigen Dienstes auflösen, was bei einem privaten Blog übertrieben erscheint. 20% aller Leser kommen nicht nur regelmäßig, sondern mehrmals täglich- es gibt also einen Kreis von Stammlesern, die die Entwicklung intensiver verfolgen, ohne sich unbedingt aktiv zu beteiligen. Die überwiegende Zahl der Leser stammt aus Deutschland und den USA. Die Sprachbarriere in Richtung Niederlande oder Frankreich scheint doch erheblich zu sein. Der Schwerpunkt der Interessen verschiebt sich weiter in Richtung Meditation und Kernthemen der Anthroposophie. „Judith von Halle“ bleibt nach wie vor im Fokus des Interesses, was man an den Sucheinträgen bei Google ablesen kann, den „Keywords“. Man muss aber auch einmal sehen, dass sich die Zugriffszahlen in den letzten drei Jahren etwa verdoppelt haben. Das weist vermutlich vor allem darauf hin, dass die Nutzung des Internets insgesamt weiter steigt- und somit auch die Zahl der Interessenten an einem solchen Blog wie diesem.
Warum ich das hier anführe? Weil es ein Abbild der an Anthroposophie Interessierten ist, als Momentaufnahme.
Die früher grosse Bedeutung von festen Links auf anderen Websites gibt es so kaum noch. Die Besucherzahlen springen spontan an, sobald ein etwas gelungenerer Comic bei uns erscheint, sobald in den Kommentaren ein saftiger Streit entbrennt oder ein Beitrag bei Twitter oder Facebook herum gereicht wird. Die verschiedenen Möglichkeiten, genaue Besucherzahlen zu ermitteln, unterscheiden sich in den Ergebnissen so erheblich, dass ich absolute Zahlen nicht mehr ohne Warnung heraus zu geben wage. Die absoluten Zahlen bei Google Analytics liegen noch unter den Leserzahlen des Dienstes, bei dem die Kommentare und die Nutzer dieser Funktion ausgewiesen werden. Das scheint mir wenig logisch- wer liest denn nur die Kommentare, ohne einen Bezug zum Artikel, auf den sich diese beziehen? 1&1 zählt z.B. - wesentlich optimistischer- fast 48000 Besucher im Mai, im Jahr 2010 bisher insgesamt 445000 Seitenabrufe. Google zählt aber anders, nicht durch Analyse der internen Log- Dateien, sondern mittels eines kleinen Signals auf dieser Startseite. Diese Widersprüche liessen sich nur mittels eines externen, kostenpflichtigen Dienstes auflösen, was bei einem privaten Blog übertrieben erscheint. 20% aller Leser kommen nicht nur regelmäßig, sondern mehrmals täglich- es gibt also einen Kreis von Stammlesern, die die Entwicklung intensiver verfolgen, ohne sich unbedingt aktiv zu beteiligen. Die überwiegende Zahl der Leser stammt aus Deutschland und den USA. Die Sprachbarriere in Richtung Niederlande oder Frankreich scheint doch erheblich zu sein. Der Schwerpunkt der Interessen verschiebt sich weiter in Richtung Meditation und Kernthemen der Anthroposophie. „Judith von Halle“ bleibt nach wie vor im Fokus des Interesses, was man an den Sucheinträgen bei Google ablesen kann, den „Keywords“. Man muss aber auch einmal sehen, dass sich die Zugriffszahlen in den letzten drei Jahren etwa verdoppelt haben. Das weist vermutlich vor allem darauf hin, dass die Nutzung des Internets insgesamt weiter steigt- und somit auch die Zahl der Interessenten an einem solchen Blog wie diesem.
Warum ich das hier anführe? Weil es ein Abbild der an Anthroposophie Interessierten ist, als Momentaufnahme.
Opak
01.Jul.2010 00:09 Uhr Abgelegt in:Bücher
„Von seiner frühesten Jugend an gelang es Cincinnatus, der durch einen seltsamen und glücklichen Umstand seine Gefährdung begriff, eine gewisse Eigenheit zu verbergen. Er war undurchdringlich für die Strahlen der anderen und wirkte darum, wenn er nicht aufpaßte, bizarr, wie ein einsames dunkles Hindernis in dieser Welt der für einander durchsichtigen Seelen; jedoch lernte er, Transparenz vorzugaukeln, sozusagen mit Hilfe eines komplexen Systems optischer Täuschungen- aber er brauchte sich nur einmal zu vergessen, einen Augenblick lang die Herrschaft über sich zu verlieren und über die klüglich beleuchteten Facetten und Winkel, die er seine Seele einnehmen ließ, und sofort gab es Alarm. Mitten in der Aufregung eines Spiels ließen ihn seine Altersgenossen plötzlich im Stich, als hätten sie gespürt, daß sein klarer Blick und das Himmelblau seiner Schläfen nur eine listige Täuschung darstellten und daß Cincinnatus in Wahrheit opak war. Manchmal raffte der Lehrer inmitten seiner plötzlichen Stille in bekümmerter Bestürzung alle seine Hautreserven um die Augen zusammen, blickte ihn lange an und sagte schließlich: „Was ist nur mit dir los, Cincinnatus?“ Dann nahm sich Cincinnatus zusammen, preßte sein eigenes Ich an die Brust und brachte es an einen sicheren Ort.“
Es sind nicht nur diese komplexen, wunderbar gebauten Sätze, die einen schwärmen lassen, diese komplexen und grazilen Gebilde, die den Lesegenuss von sich aus verlängern, schon aufgrund ihrer mäandernden Struktur. Das ist nicht altertümelnd, sondern einfach gut. Damit ist der literarische Anspruch verbrieft.
Aber es gibt noch die Falltüren, irgendwo zwischen Opak und Himmelblau, zwischen Hautreserven und dem Ich, das man an der Brust ins Sichere bringt.
Die Metaphorik als Methode lässt das Ganze nicht nur bunt werden, sondern bringt Deutungs- und Bedeutungsebenen hinein, die die formale Gestaltung konterkarieren. Hier kann man sich auf Überraschungen gefasst machen, hier schwingt die Sprache und schimmert, aber sie weist eben auch noch auf eine Schilderung von innen her hin, auf eine biografische Besonderheit, vielleicht eher auf einen Makel, ja auf ein Fatum. Diese Sätze am Anfang enthalten die Tragik und die Grundtonstimmung von Vladimir Nabokovs Roman „Einladung zur Enthauptung“ bereits voll und ganz; von hier aus, vom innersten Punkt aus wird sich die ganze Geschichte entfalten.
Es sind nicht nur diese komplexen, wunderbar gebauten Sätze, die einen schwärmen lassen, diese komplexen und grazilen Gebilde, die den Lesegenuss von sich aus verlängern, schon aufgrund ihrer mäandernden Struktur. Das ist nicht altertümelnd, sondern einfach gut. Damit ist der literarische Anspruch verbrieft.
Aber es gibt noch die Falltüren, irgendwo zwischen Opak und Himmelblau, zwischen Hautreserven und dem Ich, das man an der Brust ins Sichere bringt.
Die Metaphorik als Methode lässt das Ganze nicht nur bunt werden, sondern bringt Deutungs- und Bedeutungsebenen hinein, die die formale Gestaltung konterkarieren. Hier kann man sich auf Überraschungen gefasst machen, hier schwingt die Sprache und schimmert, aber sie weist eben auch noch auf eine Schilderung von innen her hin, auf eine biografische Besonderheit, vielleicht eher auf einen Makel, ja auf ein Fatum. Diese Sätze am Anfang enthalten die Tragik und die Grundtonstimmung von Vladimir Nabokovs Roman „Einladung zur Enthauptung“ bereits voll und ganz; von hier aus, vom innersten Punkt aus wird sich die ganze Geschichte entfalten.
Das Ergreifen des Moments des Aufwachens
01.Jul.2010 00:09 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
„Würde die Geistesgegenwart in ausgiebigerem Sinne bei den Menschen heran erzogen, so würden heute schon alle Menschen reden können von geistig-übersinnlichen Impressionen, denn sie drängen sich eigentlich im eminentesten Maße auf beim Einschlafen und Aufwachen, insbesondere beim Aufwachen. Nur weil so wenig heran erzogen wird, was Geistesgegenwart ist, deshalb bemerken die Menschen das nicht.
Im Momente des Aufwachens tritt ja vor der Seele eine ganze Welt auf. Aber im Entstehen vergeht sie schon wiederum, und ehe sich die Menschen darauf besinnen, sie zu erfassen, ist sie fort. Was sich da abspielt im Momente des Aufwachens, das sind nicht Lebensreminiszenzen. Sie sind sehr gut zu unterscheiden von Lebensreminiszenzen, diese flutenden Gedanken.
Die Gedanken, die ich jetzt meine, sie stellen sich wie ganz objektiv dar gegenüber dem eindringenden Ich und dem astralischen Menschen, und man merkt ganz genau:
man muss passieren den Ätherleib; denn solange man den Ätherleib passiert, bleibt alles traumhaft. Man muss aber auch passieren den Abgrund, den Zwischenraum – möchte ich sagen, wenn ich mich recht uneigentlich, aber dadurch vielleicht deutlicher ausdrücke –, den Zwischenraum zwischen Ätherleib und physischem Leib, und schlüpft dann in das volle Ätherisch-Physische hinein, indem man aufwacht und die äußeren physischen Eindrücke der Sinne da sind.
Man kommt auf dem Wege einer solchen Beobachtung zu der Erkenntnis, dass sich zwischen unserem physischen Leib und Ätherleib, gleichgültig ob wir wachen, ob wir schlafen, immerzu Vorgänge abspielen, die eigentlich im webenden Gedankensein bestehen. Dieses webende Gedankenleben kommt eigentlich so, wie es ist, im Wachzustande nicht zu unserem Bewusstsein. Wenn wir nämlich aufgewacht sind, schlüpfen wir mit unserem Ich und mit unserem astralischen Leib in unseren physischen Leib hinein. Sie werden, indem Sie das Sinneswahrnehmungsleben in sich haben, mit den äußeren Weltengedanken, die Sie sich bilden können an den Sinneswahrnehmungen, durchdrungen und haben dann die Stärke, dieses objektive Gedankenweben zu übertönen.
An der Stelle, wo sonst die objektiven Gedanken weben, bilden wir also gewissermaßen aus der Substanz dieses Gedankenwebens heraus unsere alltäglichen Gedanken, die wir uns im Verkehre mit der Sinneswelt auf die eben angedeutete Weise ausbilden. Gewissermaßen in derselben Region unseres menschlichen Wesens ist beides vorhanden: das objektive Gedankenweben und das subjektive Gedankenweben. Das objektive Gedankenweben, wenn es wahrgenommen wird, wenn wirklich eintritt, was ich geschildert habe als das geistesgegenwärtige Ergreifen des Momentes des Aufwachens, dieses objektive Gedankenweben wird nicht als bloß Gedankliches erfasst, sondern es wird erfasst als dasjenige, was in uns lebt als die Kräfte des Wachstums, als die Kräfte des Lebens überhaupt.
Diese Kräfte des Lebens sind verbunden mit dem Gedankenweben. Sie durchsetzen dann den Ätherleib nach innen; sie konfigurieren nach außen den physischen Leib. Was in dieser Art in uns ist, wir nehmen es als ein innerliches Weben wahr, das aber durchaus ein Lebendiges darstellt. Das Denken verliert gewissermaßen seine Bildhaftigkeit und Abstraktheit. Es verliert auch alles das, was scharfe Konturen sind. Das Weltendenken webt in uns.
Wir erfahren wie wir mit unserem subjektiven Denken untertauchen in dieses Weltendenken.“
____________
Rudolf Steiner, GA 207, Seite 51ff
Im Momente des Aufwachens tritt ja vor der Seele eine ganze Welt auf. Aber im Entstehen vergeht sie schon wiederum, und ehe sich die Menschen darauf besinnen, sie zu erfassen, ist sie fort. Was sich da abspielt im Momente des Aufwachens, das sind nicht Lebensreminiszenzen. Sie sind sehr gut zu unterscheiden von Lebensreminiszenzen, diese flutenden Gedanken.
Die Gedanken, die ich jetzt meine, sie stellen sich wie ganz objektiv dar gegenüber dem eindringenden Ich und dem astralischen Menschen, und man merkt ganz genau:
man muss passieren den Ätherleib; denn solange man den Ätherleib passiert, bleibt alles traumhaft. Man muss aber auch passieren den Abgrund, den Zwischenraum – möchte ich sagen, wenn ich mich recht uneigentlich, aber dadurch vielleicht deutlicher ausdrücke –, den Zwischenraum zwischen Ätherleib und physischem Leib, und schlüpft dann in das volle Ätherisch-Physische hinein, indem man aufwacht und die äußeren physischen Eindrücke der Sinne da sind.
Man kommt auf dem Wege einer solchen Beobachtung zu der Erkenntnis, dass sich zwischen unserem physischen Leib und Ätherleib, gleichgültig ob wir wachen, ob wir schlafen, immerzu Vorgänge abspielen, die eigentlich im webenden Gedankensein bestehen. Dieses webende Gedankenleben kommt eigentlich so, wie es ist, im Wachzustande nicht zu unserem Bewusstsein. Wenn wir nämlich aufgewacht sind, schlüpfen wir mit unserem Ich und mit unserem astralischen Leib in unseren physischen Leib hinein. Sie werden, indem Sie das Sinneswahrnehmungsleben in sich haben, mit den äußeren Weltengedanken, die Sie sich bilden können an den Sinneswahrnehmungen, durchdrungen und haben dann die Stärke, dieses objektive Gedankenweben zu übertönen.
An der Stelle, wo sonst die objektiven Gedanken weben, bilden wir also gewissermaßen aus der Substanz dieses Gedankenwebens heraus unsere alltäglichen Gedanken, die wir uns im Verkehre mit der Sinneswelt auf die eben angedeutete Weise ausbilden. Gewissermaßen in derselben Region unseres menschlichen Wesens ist beides vorhanden: das objektive Gedankenweben und das subjektive Gedankenweben. Das objektive Gedankenweben, wenn es wahrgenommen wird, wenn wirklich eintritt, was ich geschildert habe als das geistesgegenwärtige Ergreifen des Momentes des Aufwachens, dieses objektive Gedankenweben wird nicht als bloß Gedankliches erfasst, sondern es wird erfasst als dasjenige, was in uns lebt als die Kräfte des Wachstums, als die Kräfte des Lebens überhaupt.
Diese Kräfte des Lebens sind verbunden mit dem Gedankenweben. Sie durchsetzen dann den Ätherleib nach innen; sie konfigurieren nach außen den physischen Leib. Was in dieser Art in uns ist, wir nehmen es als ein innerliches Weben wahr, das aber durchaus ein Lebendiges darstellt. Das Denken verliert gewissermaßen seine Bildhaftigkeit und Abstraktheit. Es verliert auch alles das, was scharfe Konturen sind. Das Weltendenken webt in uns.
Wir erfahren wie wir mit unserem subjektiven Denken untertauchen in dieses Weltendenken.“
____________
Rudolf Steiner, GA 207, Seite 51ff


