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Verzeihung, Herr Ballmer

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Mea Culpa. Durch einen familiären Sterbefall, Erkrankung und zur Krönung einen Magen- Darm- Infekt sind wichtige Dinge liegen geblieben. Bedauerlich vor allem, eine ganze Tagung nicht angekündigt zu haben. Ich gelobe Besserung und hoffe, dass vielleicht ein Bericht über das Symposion von einem der Teilnehmer oder Dozenten hier nach gereicht wird. Ich reiche hier das übrigens wunderschön gestaltete Programm nach, wenigstens das. Der einführende Text:

Karl Ballmer wurde 1891 im schweizerischen Aarau geboren und wandte sich bereits früh der Malerei zu. Die Begegnung mit Rudolf Steiner 1918 wird er später als lebensentscheidend beschreiben – Ballmer war bald intensiv mit der Dornacher Arbeit verbunden und hielt im Oktober 1920 auf Einladung Rudolf Steiners drei Vorträge über Kunst beim ersten Hochschulkurs am Goetheanum. Noch im selben Jahr verließ er Dornach, um sich, wie er es selbst ausdrückte, durch die „Erwerbung eines umfassen- den Fundus an Wissen auf philosophischen und sonstigen wissenschaftlichen Gebieten“ die Grundlagen für eine „absolut selbstständige Beurteilung der von Dr. Steiner aufgerollten Erkenntnis- und Wissenschaftsprobleme“ zu erarbeiten. Nach Aufenthalten in Heidenheim, München und Stuttgart ließ sich Karl Ballmer 1922 in Hamburg nieder. Er wurde Mitglied der Hamburger Sezession, und seine Bilder wurden u.a. von Samuel Beckett sehr geschätzt. 1928 begann er mit der Herausgabe der „Rudolf-Steiner-Blätter“ sein öffentliches Eintreten für eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Anthroposophie. 1936 erfolgt ein Berufsverbot als Maler durch die Nazis, bald darauf das erzwungene Exil mit seiner Frau Käthe in die Schweiz. Bis zu seinem Tod 1958 lebte er in bescheidenen Verhältnissen im steten Wechsel zwischen Malerei und Erkenntnisarbeit in Lamone (Tessin).
Das Symposium wird in das Leben und Werk des Künstlers und Denkers Karl Ballmer einführen und die von ihm aufgeworfenen Fragen vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Gegenwart im gemeinsamen Werkstatt- Gespräch bewegen.
Wie hat Ballmer den Ich-Begriff Rudolf Steiners und das darauf gründende Menschenbild aufgefasst? Weshalb hat er sich gegen das physiologische Dogma der „Willensnerven" so resolut ins Zeug gelegt? Weshalb betrachtet er die These, dass es keine „motorischen" Nerven gibt, als Angelpunkt der Weltanschauung Rudolf Steiners?“
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