Technik

Elektronische Dienstboten & wuselige Kommunionen

(Man muss ja immer zugeben, Informationstand, Bildungsstand, Stand der Kompetenzen, das sind immer relativ zu vernachlässigende Größen- wir sind ja keine Universalgenies mehr, nicht einmal Bildungsbürger, denn dafür haben wir ja das Internet. Bildung ist doch etwas fürs Internet; die haben wir dorthin delegiert. Früher haben (nach einem Ausspruch von W. B. Yeats) wir gelebt, dann ließen wir unsere Dienstboten für uns leben- heute gilt das analog in Bezug auf unser Denken. Nur die Dienstboten sind nicht mehr da; dafür haben wir das Web. Oder sprechen wir, um eine Ehrenrettung zu betreiben, nicht vom so seltenen und exquisiten originären Denken, sprechen wir in Bezug auf die Datenwüsten lieber von unverdauten und nicht selten wenig kontextualisierten Datenbrocken- oder sprechen wir von einer öffentlichen Meinung, die aufschnattert und abebbt, im Web und in den angeschlossenen Fernseh- und Rundfunkanstalten. Denn heute gibt das Netz den Takt vor.)

Aber darüber wollte ich gar nicht sprechen. Ich bin nicht so sicher, wann Weihnachten beginnt. Die Fixierung der Bürgerlichkeit auf die gewissen drei Tage und die der Oberbürgerlichkeit, den Anthroposophen, auf die 12 oder 13 Heiligen Nächte, kann man ja teilen, empfinden kann man es anders. Denn die Winde, die auffrischen, die sich ballen in der Kühle winterlicher Nächte, die zwischen die von Blättern leergefegten Bäume fahren, deren hölzernes Klappern der Äste wie ein mittelalterlicher Totentanz klingt, bringen uns ins Grübeln. Wenn Knöchel auf Knöchel schlagen, entbeint: So liegt der Wald jetzt da. Jemand hat ihn zum Schlachter geführt, und das da ist jetzt, was von ihm übrig bleibt. Der Wald, das Umland, die Felder sind leer.

Du musst nicht auf die Nächte um Christi Geburt warten, wenn du das Ohr auf den Waldboden legst und in die Eingeweide der Erde horchst. Du hörst es von ferne gurgeln, aber wenn es näher rückt, ist es ein Strom von sanfter Willenskraft, der aus den kalten Eingeweiden drängt. Du bist ein Fiedler im Wind, in diesem Starkwind hört man dich nicht, aber du bist ein Teil der ganzen Melodie.

Das Pilzgeflecht, das fast die ganze Erde umspannt, das duftige Polster der Erde ist verstummt, der vielsprachige Mund, der Säfte saugt und gibt, der säugt und verschlingt, die tausendfältigen Mäuler der Erde, denen die schönsten Düfte entströmen; Düfte von Verfall und Wiederbelebung. Und es sind nicht die steigenden und fallenden Wasser, die ihre Wege unter den Dörfern und Städten suchen, nun, da man sie verwiesen hat in fest gelegte Betten. Sie spiegeln die Mondkraft, auch wenn sie nur an ganz bestimmten Punkten an die Oberfläche kommen, sie sind das fliessende Silber der Erde. Und es sind nicht die drückenden Schollen und Steine, die auf dem Feuer, das sie und alles unentwegt bewegt, gleiten, pressen und Gebirge formen. Sie, die auf den rollenden Eisen- Feuer- Bahnen gleiten, sie haben eine andere Zeit. Sie atmen im Ab- und Aufbau des Magnetfelds, der empfindlichen Membrane, deren Fackeln, Halten und Geformtwerden uns alle beschirmt.

In den kleinen Fluss deiner wuseligen Kommunion mit dem, was dich umgibt, stösst jetzt der Strom, der mit dem Winter kommt. Es ist eine Kraft, die in der natürlichen Umgebung aufflammt und entbrennt, gerade deshalb, weil hier das Klappern der Knöchlein klingt. Die Gespenster der Formen und Erscheinungen, die sich das ganze Jahr über ausgefaltet haben, ruhen jetzt in vollkommener Tiefe. Aber nun flackert in der Leere eine andere Kraft auf- etwas wie eine neue Natur. Aber die liegt nicht in der Illusion der Technikwelt (diesem untermeerischen Spiegelreich des Lebens), diesem Substitut des Natürlichen, die liegt auch nicht in der Illusion der Vielfalt der natürlichen Erscheinungen. Es ist die Realität, die entbrennt, wenn das Drängen und Verfallen, an Endpunkte kommt und sich metamorphosiert, wenn das alles schweigt. Das alles ist Vergangenheitskraft- etwas, was nach seinen Mustern und genetischen Dispositionen abspult, so schön und reichhaltig es auch ist.

Nun, da das Drängen schweigt, erscheint das, was gedrängt hat. Es beginnen die Tage und Nächte, in denen die geistig- lebendigen, schöpferischen und von unhörbaren Schwingen getragenen Kräfte sehr nahe sind. Man kann ihre Nähe fühlen. Die Frage ist nur, ob man sie aushalten kann.
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Virtualität & Schicksalsschlag

Auf dem Blog „Netzwertig“ wird angesichts des Neuen Lebens in den Netzen, das wir seit etwa einem Jahrzehnt erleben, gefragt, wie man mit realen Schicksalsschlägen, denen man durch Kontakte im Social Web begegnet, fertig werden kann: „Mit den Möglichkeiten des Social Web wächst unser Netzwerk. Je mehr lose Verbindungen wir besitzen, desto häufiger werden wir “Zeuge” von individuellen Schicksalsschlägen.“ Die vielen - manchmal losen - Kontakte im Internet führen zunehmend dazu, dass man unvermittelt mit dem Unglück von virtuellen Gesprächspartnern konfrontiert wird. Im ersten Augenblick wirkt das eventuell wie eine Grenzüberschreitung. Denn die meisten derartigen Beziehungen haben einen eher ausschnitthaften Charakter. Man teilt meist bestimmte Interessen und Themen.

Dennoch sind die Netzkontakte weniger anonym als man im ersten Augenblick denken mag. Sprachliche Wendungen, Sichtweisen, Reaktionsmuster und dadurch übermittelte emotionale Befindlichkeiten führen auch bei Email-, Social-Netzwork- und Forenpartnern nicht selten zu einem recht deutlichen Bild vom Anderen und zu einer Art von Beziehung, die über Jahre halten kann. Abgehoben von Mimik, Gestik und Gestalt konzentrieren sich die Kontakte manchmal in gewisser Hinsicht sogar gegenüber realen Freundschaften- dies um so mehr, da das Verdecktsein durch das Medium zu einer grösseren Öffnung führt als dies im Alltag für Manchen üblich sein mag. Die Durchmischung von Abstraktion, Anonymität und dadurch bedingter übermäßiger Direktheit führt dann, wie im Blog berichtet wird, gelegentlich zu seltsamen Effekten: „Ein Twitter-Nutzer kündigte bei dem Microbloggingdienst an, sich das Leben nehmen zu wollen. In einem Tweet veröffentlichte er seine Handynummer mit dem Aufruf, man solle ihn überreden, seine Entscheidung zu ändern. Und tatsächlich gelang es einem Follower, ihn von dem Suizidversuch abzuhalten und rechtzeitig Alarm zu schlagen.“ Das führt zu der Erfahrung, plötzlich „Teil eines menschlichen Schicksals (zu sein), ohne zu dieser Person vorher irgendeine Bindung gehabt zu haben.“

An der Nahtstelle von virtuellen und höchst realen Kontakten müssen wir unsere Verbindlichkeit und Verantwortung neu verorten.
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Foxconn

Natürlich erwarten wir Correctness allerorten. Wir wünschen uns eine ethisch verantwortlich geführte Welt um uns herum - politisch, ökologisch, genderspezifisch, sexuell, wirtschaftlich, finanziell. Wenn wir investieren können, wünschen wir ein Finanzprodukt, das statt atemberaubendere Rendite lieber ökologisch engagiert arbeitet. Das Essen soll -wenn es denn möglich ist- aus biologisch korrektem Anbau stammen. Auf Facebook startet eine korrekte Initiative nach der anderen, die Druck auf Erzeuger, Politiker und Journalisten wie Anne Will aufbauen soll. NIKE- Schuhe, in Kinderarbeit hergestellt, sind ein absolutes No-Go. Viele Firmen wie McDonald haben sich umgestellt und starten Gegenkampagnen, um gegenüber eventuellen medialen Angriffen gewappnet zu sein. Natürlich sind die Burger genau so fett und zuckrig wie zuvor, aber vegetarisch. So was macht zwar auch dick, aber zufrieden.

Andere halten sich an diese neue Correctness - Ethik nicht besonders. Nehmen wir zum Beispiel mal Apple, diesen Hort der Exklusivität, Ästhetik und Usability. In den letzten Jahren sind diese Produkte auch durch ihr Image massentauglich geworden. Sie repräsentieren ein Stück Zeitgeist. Produzieren lässt Apple allerdings ganz gewöhnlich beim chinesischen Hersteller Foxconn und anderen, und die haben einen doch sehr schlechten Ruf: „Now here’s something you don’t here much about when it comes to Apple’s products: their assembly. According to an article published by Macworld UK, the workers who assemble iPods are mainly female (because females are “more honest than male workers”) and earn as little as $50 per month, although they work 15 hours a day. The dormitories of one plant, located in Longhua, Shanghai, each house 100 people and do not permit visitors from the outside.“ Kasernenartige Einpferchungen von Apple- Arbeitern wurden schon vor drei Jahren gemeldet.

Immerhin reagierte Apple und strengte eine Untersuchung an: „Apple has begun a thorough audit of the manufacturing plant operated by Foxconn in Longhua, China, including employee working and living conditions, interviews of employees and managers, compliance with overtime and wage regulations, and other areas as necessary to insure adherence to Apple's supplier code of conduct, Apple said in a statement provided to Macworld .“ Apple startete eine Initiative, um die Umweltverträglichkeit seiner Produkte zu dokumentieren, zeigte hübsche chinesische Arbeiterinnen auf Fotos und formulierte gewisse ethische Grundsätze bei der Produktion. Foxconn kann sehr hübsch sein.

Journalisten werden aber, wenn sie sich dem Foxconn- Gelände nähern wollen, nach wie vor rüde abgehalten: „Reuters reported on Wednesday that one of its reporters had been roughed up by security guards outside the factory of Apple component supplier Foxconn in Longhua, China. It was yet another outrageous display of the extremism Apple has promulgated in its obsessive demand for secrecy.“ (Macworld) So wünscht sich die Macintosh- Gemeinde im gerade genannten Artikel doch nichts mehr, als dass Apple, statt Journalisten zu jagen, vielleicht doch lieber etwas Druck auf Foxconn ausüben möge, um die von Apple so schön aufgeführten ethischen Grundsätze wenigstens ein bisschen umzusetzen: „Could Apple do more to pressure Foxconn to be a kinder and gentler hardware manufacturer in a highly repressive country? Maybe. At least it does try, though not to hear Tennant tell it. Maybe Dell and all the other companies that use Foxconn could pressure it more, too.“

Ein frommer Wunsch. Billige Massenproduktion unter unwürdigen Umständen und ein gleichzeitiges High- Class- Image beim westlichen Konsumenten versprechen immer noch die beste Rendite. Vielleicht hilft ja eine Facebook- Kampagne.





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Mein iPhone und sein Dämon

Nun ja, zu Rudolf Steiners Zeiten beeindruckte Technik vor allem durch Grösse, Schnelligkeit und reine Effizienz am industriellen Arbeitsplatz. In einer sehr fernen Zukunft, meint Steiner, werden wir noch auf ganz andere Weise für diese Technik zu zahlen haben: Sie wird sich, „lebendig“ geworden, gegen uns wenden:
„Schaut Euch die riesenhaften Maschinen an, welche die menschliche Technik heute mit allem Scharfsinn konstruiert! In ihnen schafft sich der Mensch die Dämonen, die in Zukunft gegen ihn wüten werden. Alles, was der Mensch heute an technischen Apparaten und Maschinen sich erbaut, wird in Zukunft Leben gewinnen und sich dem Menschen in furchtbarer Weise feindlich entgegenstellen.“

„Riesenhaft“ ist mein iPhone nicht gerade, wenn man es für sich betrachtet. Es ist ein etwas fettes und schweres Handy mit zahlreichen Organizer- Funktionen. Es ermöglicht mir, Termine, Adressen, Fotos, Musik, Lieblingsfilme, Dokumente, Navigation, Wecker und was noch zu meinem Alltag gehören mag, mit mir herum zu tragen. „Riesenhaft“ ist es dennoch aus zwei Gründen. Zunächst ist es durch „Apps“ (Mini- Applikationen) auf denkbar leichte Weise zu erweitern. Es gibt Zehntausende davon. Praktisch ist z.B. eine App wie AroundMe, die sofort und überall Apotheken, Parkplätze, Restaurants usw. um mich herum anzeigt und mich auf einer Karte auch hinführt. Das iPhone ist eine wunderbare Allrounder- Maschine, die auf denkbar kleinstem Raum ziemlich beliebig erweiterbar ist.

„Riesenhaft“ ist das iPhone aber auch deshalb, da es ja Teil des globalen Netzwerks ist und überall Zugang zu Emails und Internet hat. Es ist insofern nur eines von Millionen Endgeräten, die an diesem Netzwerk partizipieren. Die Maschine, der Apparat ist eigentlich nicht das iPhone, sondern das Netz zwischen den Geräten- seien es Computer, Handys, Navigationsgeräte oder eben ein Zwitter wie das iPhone.

Die Apparate, von denen Rudolf Steiner sprach, waren Dinosaurier der Mechanik. Was wir heute vor uns haben, ist eine Art weltweites neuronales Netzwerk, eine mechanisierte, dynamische, globalisierte Intelligenz. Natürlich hat mein iPhone z.B. auch einen direkten Zugang zu Wikipedia. Es hat Zugriff auf das wachsende lexikalische Wissen. Der kleine Dämon in meiner Hand hat eben einen mächtigen Schatten.

Im Gegensatz zu Steiners Vorstellung von Technik als etwas, was nur „nach dem Nutzen“ entwickelt wird und keinesfalls danach, ob „etwas schön und edel“ ist, erscheint mir das iPhone als das alles zugleich. Es ist sicherlich auch ein schönes und edles Gerät. Das Bedürfnis, am wachsenden globalen „Mind“, einer technischen Weltmaschine teilzuhaben, aber auch selbst aktiv daran mitzuwirken, wird durch dieses angenehme und praktische Gerät eben auch auf ästhetische Art befriedigt. Heute entzünden sich rationale Zweifel an dieser Technik an konkreten Fragen danach, ob und wie weit man dann auch überall zu orten ist und in wie weit man seine persönliche Daten, die man mit sich herum trägt, denn auch noch schützen kann. Es gibt auch noch einige Zweifel, was man alles, wenn man die Dinge technisch löst, selbst verlernt. Meine Generation ist z.B. noch mit Karten aufgewachsen. Meine Generation hat sich in Bezug auf die Orientierung Vorstellungen gebildet. Wer nur diese winzigen Ausschnitte auf einem iPhone-Display und die verbalen Anweisungen der Navigationssysteme kennt („Halten Sie sich rechts“), entwickelt solche Orientierung natürlich nicht mehr. Die entsprechenden Hirnareale werden faktisch arbeitslos. Wie abhängig wollen wir uns machen?
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Apples und andere Besucher



In unseren Blog hinein finden zur Zeit nur etwa 7,5% Apple- Benutzer. Von den Windows- Usern dagegen benutzen immer noch sehr viele den berüchtigten Internet- Explorer 6. Das sind dann die, die bei mir anrufen, weil die Seitenleiste in der Darstellung verschwunden ist, die gesamte Komposition der Website zerstört erscheint oder ein Ausdruck unmöglich ist. Allerdings sind die Firefox- Nutzer bereits in der Mehrzahl. Auch auf Macs, übrigens. Das hauseigene Safari wird kaum genutzt. Es gibt tatsächlich auch damit spezifische Probleme- so sind eine Reihe von Markierungen nicht sichtbar. Das bedeutet, dass die Links als solche nicht zu erkennen sind. Seit Wochen haben wir treue Besucher mit einer IP- Adresse, die sie als Angehörige der amerikanischen Streitkräfte ausweisen. Seit einem kleinen China- Olympia Beitrag vom 1.4. in diesem Blog darf ich wöchentlich auch einige chinesische Besucher verzeichnen. Ist da der chinesische Zensor auf digitalem Kontrollgang oder haben wir dort tatsächlich anthroposophische Fans?
Wer mit dem Gedanken spielt, das System endlich zu wechseln und sich in die Riege der Macianer einzureihen, aber noch von den Kosten der Anschaffung zurückschreckt, könnte einmal einen Blick in den firmeneigenen Trödelmarkt Apples zu werfen. Dort finden sich die Rückläufer von aktuellen Bestellungen, die allesamt von Technikern generalüberholt sind. Daher haben diese Geräte volle Garantie, sind aber teilweise erheblich preiswerter. Die momentane Fülle von Angeboten weist aber auch darauf hin, dass bei Apple eine ganz neue Linie von Geräten kurz vor der Markteinführung steht- es sieht nach Ausverkauf aus.
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Google Earth als Spy- Instrument


Wie heute im Finanzteil der FAZ genüsslich berichtet, nutzen die Finanzämter Google-Earth momentan zunehmend darinnen, die Villen ihrer Kundschaft (und das sind wir ja nun alle), zu überprüfen. Zumindest wenn man einen Geräteschuppen an der Costa Blanca erwähnen musste, hegen die Finanzämter Interesse daran, ob die Hütte eventuell auch ein Schwimmbad, eine Gästelounge und vier Schlafzimmer beherbergert. Man weiss ja nie.
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Aperture ist da

und zwar in der nagelneuen Version 1.5.2. Es ist ein reines Fotografie- Bearbeitungs- Programm, verwaltet aber auch die Bilder und gibt sie aus- fürs Web oder für Publikationen. Es hat schon Leute gegeben, die haben das gesehen, und haben sich den passenden Mac einfach dazu gekauft. In der ganz neuen Version läuft es aber auch ziemlich gut auf älteren G5- Rechnern. Das Besondere am Aperture ist nicht nur die hervorragende Website, auf der sich neben Tutorials auch hervorragende Fotoreportagen bedeutender Fotografen finden, sondern das non-destruktive Vorgehen Apertures bei der Arbeit: Die Originaldateien - vorzugsweise im RAW-Format- bleiben völlig unangetastet. Es wird stets mit Kopien hantiert, was schwere Fehler ausschliesst. Die Schärfefunktionen sind sehr gut, die Möglichkeit, unliebsame Schattenbereiche aus Bildern heraus zu rechnen herausragend. Man kann jede Farbe einzeln bearbeiten. Ein wirklich durchdachtes Stück Software. Und ich habe nur den kleinsten Teil angesprochen. Für Fotografen und solche (wie ich), die es werden wollen.

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Happy Birthday, Apple!

Wir haben den Geburtstag der Firma Apple am 1. April ja glatt verschlafen. Ich glaube, es war der dreissigjährige. Sonst gab es aber zunächst nichts. Keine der erwarteten Überraschungen, zum Beispiel den Nachfolger des iBook, nun genannt MacBook. Wir haben als Motiv etwas ganz schlichtes gewählt,


ein Ladegerät für den iPod. Aber bereits bei diesem absolut peripheren Gerät sieht man im Design und in der Funktionalität die Handschrift Apples. Diese Liebe zum Detail zieht sich durch bis hin zum Betriebssystem OS X, das sicherlich das zur Zeit fortschriittlichste ist - vielleicht nicht unbedingt in der Geschwindigkeit, aber sicherlich in der intuitiven Bedienbarkeit, der Sicherheit und Stabilität.
Kurz nach dem Geburtstag aber der Hammer: Eine Apple- Software namens Boot Camp wird es von nun an - kostenfrei - ermöglichen, OS X neben Windows XP auf demselben Rechner laufen zu lassen, jedenfalls wenn man einen neuen, Intel-basierten Macintosh zur Verfügung hat. Bisher lief Windows auf dem Mac nur mit Hilfe einer Microsoft-eigenen Emulation - Virtual PC-, was naturgemäß teuer und grottenlahm war. Noch handelt es sichbei Boot Camp um eine frühe Beta- Version. Daher sind auch manche Berichte in den Apple- Foren zunächst wenig ermutigend. Mehr als einmal brach die Installation von Windows ab, und auf der Festplatte blieb ein total zerschossenes OS X, das nicht mehr startfähig war. Vorsicht, Windows macht sich eben gerne breit.
Dennoch: In Zukunft bleiben die beiden Welten nicht mehr getrennt. Wer Apple wählt, kann auch Windows bekommen. Umgekehrt geht es natürlich nicht. Für Apple jedenfalls ist der Weg frei, bei Dell und Hewlett-Packard Marktanteile zu wildern. Bei deutschen Aldi-Kunden ist aber wohl eher weniger zu gewinnen.
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DevonThink!




Ich möchte an dieser Stelle mal ein Loblied singen auf Devonthink, ein Programm, das Recherchen, Gedankenfetzen, Links, Webseiten, Fotos, PDFs, usw einfach in virtuellen Schubläden sichert. Und diese sind natürlich thematisch geordnet. Ideal für Recherchen, im Verlauf derer man auf alles mögliche Material stösst. Es steht dann alles in einem Zettelkasten verfügbar, und man kann seinen Artikel schreiben. Eine unschätzbare Hilfe, wenn man so arbeitet. Aber natürlich ist Devonthink auch für Pedanten geeignet, die einfch nur mal ihre Akten sortieren möchten- oder für Künstler, die Kritiken, Bildkopien, Emails sammeln und ordnen wollen. Das Ganze wird nach Abschluss gesichert, ich lade es zusätzlich noch per .mac in Speicher im Netz.
Die einfache Version von Devonthink kostet 40 $. Dazu gibt es noch Studententarife. Ich finde es lohnt sich.
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Apple steigt ab

Man muss ja vielleicht nicht so weit gehen wie die Zeitschrift DE:BUG in ihrer Jubiläumsausgabe 0306. DE:BUG bringt darin als Sonderausgabe ein Lexikon der "elektronischen Lebensaspekte" und behandelt darin auch das Thema "Apple" folgendermaßen: "Außerdem wird Apple immer beschissener. Seitdem Geld mit Multimedia- Gadgets verdient wird, scheint sich niemand mehr um solide Laptops zu scheren in dieser Firma". Der einzige Grund, an Apple festzuhalten ist der:" Weil PCs immer noch das beschissenere GUI haben". Übersetzen wir diese erhabenen Worte in Umgangssprache, ist damit gemeint: Das Betriebsystem von Apple ist sehr gut. (Wenn auch, nebenbei bemerkt, mit aktuell sehr umfassenden Bugs behaftet) Leider baut Apple immer mehr Musikplayer nebst Zubehörbergen, statt sich auf die Computer zu kümmern.
Die gestrige Keynote mit Apple- Chef Steve Jobs hat nun etliche Apple- Fans endgültig vergrätzt:


Denn neben einem upgedateten MacMini präsentierte Jobs einen Bum-Bum- Ghetthoblaster für den iPod, den viele einfach nur für peinlich und zudem überteuert halten. Wer genau ist die Zielgruppe für solche Geschosse? Designerfreudige Ghettokids? Baggerseetussen mit ondulierten Haaren?
Vielen drängt sich auch der ungute Vergleich mit einem Altar auf, auf dem der kleine iPod thront.
So bröckelt Apples Designer- Image ins grosse Geschäft, aber auch ins Beliebige. Dürfen wir demnächst iToaster mit W-LAN- Anschluss erwarten?
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Gonzales zum Zweiten

Ich höre ihn immer noch, nur die Lieblinge auf der CD haben gewechselt, siehe die Besprechung unter auf dieser Seite. Hier noch eine Besprechung von mir im Apple- Online- Store.

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iPod Hype



Ja. Ist ja auch gemein, einen iPod so brutal zu zerlegen. Aber der Hype kann einem langsam auf die Nerven gehen. Die Familie der Geräte wächst und gedeiht, schick sind sie sowieso, und unsinnige Features wie Mäusekino- Video- Gucken kommen laufend hinzu und führen vor allem zu zwei Dingen: Zu Aufmerksamkeit in den Medien und zu unglaublichen Verkaufszahlen im iTunes- Musicstore. Nun kann man dort also auch Videoclips kaufen und laden - praktischerweise auch mit Vorliebe Comics der Firma Pixar. Dieser steht Steve Jobs ebenso als Chef zur Verfügung wie eben der Firma Apple, die den iTunesstore und die iPods bereitstellt. Das ist keine Doppelt-, sondern eine Dreifachvermarktung. Apple macht sich eben von einer Computernische auf zum Medienkonzern. Der ehemalige Chef des TV-Karten- Herstellers Elgato ist übrigens der neue Leiter von Apple Deutschland. Man muss nicht im Kaffeesatz lesen können, um zu ahnen, wie es weitergeht..
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Starry Night

Ich habe dieses Programm schon unter Windows gemocht und als Probeversion benutzt. Es eignet sich für Hobby- Astronomen, Lehrer und Interessierte. Man wählt seinen Standort auf der Erde (in meinem Fall Düsseldorf)- mehr Einstellungen sind nicht notwendig. Darauf sieht man den Sternenhimmel in Echtzeit, kann aber natürlich mit der Maus in alle Himmelsrichtungen drehen. So richtig schön wird die Sache, wenn man einen beliebigen Himmelskörper (z.B. einen Planeten) auswählt und ihn heranzoomt. Dann reist man nämlich virtuell zu ihm hin, bis er den Bildschirm ausfüllt. Der Anblick in der Nähe entspricht den aktuellen Fotos. Viele Tutorials bringen kosmologische Zusammenhänge näher - so z.B. die Sternbilder. Die Identifikation von Sternen, die man in der Natur erlebt, ist dadurch sehr leicht möglich. Für Lehrer eignet sich die Projektion des Programms mit Hilfe eines Beamers- das komplette Planetarium ist damit zu einem äußerst moderaten Preis perfekt. Man kann natürlich auch mehr als die 40 Euro für das Standardprogramm ausgeben, wenn man weitreichendere und detailliertere Informationen wünscht. Für den Privatgebrauch reicht aber die Standard- Version, die man übrigens hybrid (für Mac und Windows) auch bei Amazon erhält.
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Rapidweaver. Man kann sich ein Bild von den Features in einer Präsentation auf der Herstellerseite machen. Es ist eine Art All-in-One- Lösung für kleinere Webdesigner, basiert auf CSS und kann daher mit wenig Aufwand komplett umgebaut werden, was Aussehen und Erscheinung betrifft. Bestechend ist die problemlose Einbindung von Features wie Blogs, Fotoalben, Filmen und Musik. Tatsächlich per "Drag and Drop". Ebenso bestechend aber auch die Einbindung in das Apple- Betriebssystem mit seinen zahlreichen Multimediamöglichkeiten.

Auf dem Screenshot sieht man den ersten Upload der ersten neuen Version der Egoisten auf den Server vor drei Tagen. In der ersten Version war das Aussehen noch von einem Theme bestimmt, das "mittelalterlich" anmuten soll; man sieht es im Hintergrund. Ich hatte mir das abwegigste bei Rapidweaver beiliegende Theme ausgesucht und habe es seitdem in augenblickliche kühle Bild verwandelt, das es gerade zeigt. Die linke Leiste auf den Screenshot zeigt die Arbeitsleiste, mit der man Seiten aller möglichen Art sehr leicht anlegen kann. Ein Klick auf das untere "+" genügt.
Der einzige Nachteil des Programms: Es gibt nur eine Version von OS X von Apple.
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