Cyborgs revisited | EgoBlog | Die Egoisten

Cyborgs revisited

Nach und nach schalte ich wieder einige meiner eigenen Texte aus dem Archiv auf- nach dem umfangreichen Neustart vor etwa 4 Wochen. Letzterer war auch deshalb nötig geworden, weil die Seite unter ihrem Umfang buchstäblich in die Knie ging- es gab immer mehr schwere technische Probleme. Um solche Probleme geht es auch in dem Text „Cyborgs“- um Technik und Mensch, um Menschmaschinen und Ersatzteillager in uns- und um die unvermeidlichen kulturellen Clashs:

cyborg

Über kabellose Verbindungen von einem Ende der Welt zum andern. Edda Pulst ist weit gereist: Mit abenteuerlichen Jeeps, über Hängebrücken und durch Gebirge quer durch Indien bis nach Nepal. In Katmandu begegneten ihr jede Menge „Verkabelung, Faxbuden, Mobilfunk und Satellitenkommunikationsanlagen“, die „mehr und mehr (..) Mystik, Exotik und Spiritualität“ durchdringen. Das ganze Hinterland Nepals ist weitgehend frei von befestigten Straßen. Aber es gibt selbst noch in den winzigsten Lokalen Coca-Cola-light- Dosen, die zwar mit Handy bestellt, aber von Trägern zu Fuß herbeigeschleppt werden. Dringt man tiefer ins Gebirge ein, entdeckt man Tagesmärsche von aller Zivilisation entfernt auf 3600 Meter Höhe „The Worlds Highest Cyber-Cafe“. Die Sherpas können hier zwar meist weder lesen noch schreiben, aber sie diktieren dem Inhaber des Cafes ihre E-Mails, mit denen sie Kunden in Japan ihr Trekking-Angebot unterbreiten. Im Kloster Tengboche haben die Mönche gerade Computer bestellt, die von Trägern herbeigeschleppt werden. Auch hier geht man mit Word und Power-Point um und verkauft den Wandern in der Einsamkeit elektronischen Kontakt nach Hause.“

zum ganzen Text..
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