Elsbeth Weymann: Frage und Einfall, zwei „helle“ Geschwister | EgoBlog | Die Egoisten

Elsbeth Weymann: Frage und Einfall, zwei „helle“ Geschwister

„„Eine Frage ist ein Gang ins Offene, mit der Richtung einer Ahnung“. Ergebnis des gemeinsamen Definitionsversuches einer 11. Klasse zum Thema: Was ist eine Frage.?
„Ich hab gedenkt und gedenkt- und dann isses ganz plötzlich mir so ins Gesicht geblitzt“. Ein fünfjähriges Kind beschreibt einen Einfall.

Frage und Einfall brauchen beide einen inneren Raum absichtsloser Wachheit. Nur in diese gerichtete und doch freie Offenheit hinein kann sich etwas ereignen, das dann in Sprache greifbar wird. Im Folgenden möchte ich versuchen einen solchen Raum der Offenheit, Frage und Einfall betreffend, etwas auszuleuchten. Ich werde die Begriffe in drei Sprachen (Deutsch, Griechisch, Hebräisch) in ihren jeweiligen Etymologien anschauen und einige Beispiele zum Thema aus persönlichen Erfahrungen bringen. Theorien der neuesten Hirnforschung, die sich mit dem Phänomen des Einfalls beschäftigen und ein hochkompliziertes System neuronaler Verknüpfungen beschreiben, kann ich nicht beurteilen und werde sie deshalb nicht berücksichtigen. Die Beschränkung auf persönlich in der Pädagogik Erlebtes ist nach einigem Zögern bewusst gewählt. Von einer vorsichtig fragenden Suche in einem solchen inneren Raum meinte ich einigermaßen befugt auch nur persönlich sprechen zu können.

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