Der Holocaust in Siebenbürgen
12.Apr.2008 20:51 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie | Nationalsozialismus
Thomas Reinsperger schreibt:
"Ein Zeitzeuge, den ich leider nicht nennen darf, berichtete mir, dass er als Jugendlicher Mitglied der deutschen Levante-Jugend und dort auch Jugendführer war, und dass seine Gruppe mit zur Bewachung der Ziegelei eingeteilt war. Den Bewachungs-Befehl habe der stellvertretende Gebietsleiter Benesch, den sie alle gut kannten, den Jugendführern persönlich erteilt. - Auch das Ehepaar Elvira (*1885 in Birk) und Farkas (*1882) Spierer aus Beneschs Dorf Birk, gingen durch eines dieser Lager bevor sie noch im Jahr 1944 in Auschwitz ermordet wurden.
Über dieses Ghetto in der Ziegelei von Sächsisch-Regen haben Überlebende ausführlich berichtet: so z.B. Radolph L.Braham in seinem Buch in einem Kapitel: „The Ghetto of Szaszregen“, er beschreibt Folter und nennt auch Namen der Täter. Auch der Elie Wiesel – Bericht über den Holocaust in Rumänien hat ein Kapitel „The Holocaust in Northern Transylvania“, in dem auch die Ghettos in den Zentren wie Bistritz oder Sächsisch-Regen beschrieben werden. Der Bericht kann im Internet über Yadvashem angesehen werden. Auch Martha Marmor und ihr Bruder Laszlo Grün waren dort interniert (siehe egoisten-Artikel: „Jugendterror“ und "Siebenbürgen“ ).
Auch Gerlach und Aly berichten in ihrem Buch (3) von Übergriffen Deutschstämmiger und besonders auch die Beteiligung der paramilitärischen „Deutschen Mannschaft“ des VDU bei der Verfolgung und Ghettoisierung der jüdischen Bevölkerung. Die Verstrickung der Siebenbürger Sachsen und ihrer VDU-Führung ist also im Gegensatz zum anfangs erwähnten Zitat aus Schroeders Benesch-Biographie (4, Seite 186) eindeutig belegt."
Der gesamte Artikel als PDF- Download (1,1 MB)
"Ein Zeitzeuge, den ich leider nicht nennen darf, berichtete mir, dass er als Jugendlicher Mitglied der deutschen Levante-Jugend und dort auch Jugendführer war, und dass seine Gruppe mit zur Bewachung der Ziegelei eingeteilt war. Den Bewachungs-Befehl habe der stellvertretende Gebietsleiter Benesch, den sie alle gut kannten, den Jugendführern persönlich erteilt. - Auch das Ehepaar Elvira (*1885 in Birk) und Farkas (*1882) Spierer aus Beneschs Dorf Birk, gingen durch eines dieser Lager bevor sie noch im Jahr 1944 in Auschwitz ermordet wurden.
Über dieses Ghetto in der Ziegelei von Sächsisch-Regen haben Überlebende ausführlich berichtet: so z.B. Radolph L.Braham in seinem Buch in einem Kapitel: „The Ghetto of Szaszregen“, er beschreibt Folter und nennt auch Namen der Täter. Auch der Elie Wiesel – Bericht über den Holocaust in Rumänien hat ein Kapitel „The Holocaust in Northern Transylvania“, in dem auch die Ghettos in den Zentren wie Bistritz oder Sächsisch-Regen beschrieben werden. Der Bericht kann im Internet über Yadvashem angesehen werden. Auch Martha Marmor und ihr Bruder Laszlo Grün waren dort interniert (siehe egoisten-Artikel: „Jugendterror“ und "Siebenbürgen“ ).
Auch Gerlach und Aly berichten in ihrem Buch (3) von Übergriffen Deutschstämmiger und besonders auch die Beteiligung der paramilitärischen „Deutschen Mannschaft“ des VDU bei der Verfolgung und Ghettoisierung der jüdischen Bevölkerung. Die Verstrickung der Siebenbürger Sachsen und ihrer VDU-Führung ist also im Gegensatz zum anfangs erwähnten Zitat aus Schroeders Benesch-Biographie (4, Seite 186) eindeutig belegt."
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