Öffentlichkeitsarbeiter in NRW gesucht
06.Aug.2008 13:49 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Wie aus einem aktuellen Spendenaufruf an die Mitglieder ersichtlich, sucht die Anthroposophische Gesellschaft NRW einen „Öffentlichkeitsarbeiter für das Arbeitszentrum“. Ziel ist es, „die Entwicklung der Anthroposophie hin zu einer weiteren öffentlichen Kulturwirksamkeit“ zu fördern und in einer veränderten „Lage der Anthroposophie“ schnell und kompetent „in die öffentliche Diskussion“ eingreifen zu können. Die Gründe werden vom Arbeitszentrum auch darin gesehen, dass sich „die Öffentlichkeit“ - so wie früher nur in den praktischen Feldern Waldorfpädagogik und Medizin nun auch zunehmend für die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners selbst interessiert. Von der Anthroposophischen Gesellschaft wird daher erwartet, „Dislogfähigkeit“ zu entwickeln und mit öffentlichen Auseinandersetzungen „konstruktiv umzugehen“. Dabei wird nicht verschwiegen, dass an der Diskursfähigkeit der Anthroposophischen Bewegung auch selbst gearbeitet werden muss: „Die eigentliche Aufgabe aber besteht darin, eine Sprachfähigkeit zu entwickeln, die das zur Erscheinung bringt, was wirklich originär aus Anthroposophie entsteht“. Letzteres wird schon deshalb nicht leicht sein, da die inneranthroposophische Diskussion darüber, was als originär anthroposophisch zu verstehen ist, nicht einmal im Ansatz vollzogen ist. Ein „Öffentlichkeitsarbeiter“ hat die schwierige Aufgabe, zwischen divergenten inneranthroposophischen Strömungen auch ausgleichend einzuwirken. Nicht zuletzt in den Auseinandersetzungen, die in diesem Blog hier in den letzten zwei Jahren stattgefunden haben, kann man sehen, dass nicht einmal Konsens darüber besteht, wie man mit den -sagen wir- diskussionswürdigen Stellen in Rudolf Steiners Werk oder mit der anrüchigen Vita mancher Mitglieder - etwa in der Zeit des Dritten Reichs- umzugehen hat. Ein „Öffentlichkeitsarbeiter“ muss also auch den Diskurs nach innen fördern und dafür denkbar breit aufgestellt sein, um nicht von vornherein Widerstände aufzubauen. Ob die Links auf der Website auf diese Positionierung bereits einen Hinweis geben? Man findet an privaten anthroposophischen Homepages nur die von Gronbach, die sich allerdings in sehr geringem Maß um Konsens bemüht hat.
Dieser Himmelfahrtsjob ist- bei weiter rückläufigen Mitteln in der Anthroposophischen Gesellschaft- nur durch Sonderspenden zu finanzieren. Im Herbst sollte die Arbeit beginnen.
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AG NRW, GLS-Gemeinschaftsbank Bochum, BLZ 43060967, Kto 10084516, Stichwort „Sonderspende 08“
Dieser Himmelfahrtsjob ist- bei weiter rückläufigen Mitteln in der Anthroposophischen Gesellschaft- nur durch Sonderspenden zu finanzieren. Im Herbst sollte die Arbeit beginnen.
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