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Rude Boy Guru Cohen vor Imagewechsel?

Ich bin freundlicherweise von einem kritischen Anhänger Cohens auf einen Artikel aufmerksam bei Whatenlightenment (einem ebenso kritischen Blog) gemacht worden - „From Rude Boy to Nice Guy?“. Man muss vorher bemerken, dass Viele, die sich in diesen kritischen Blogs äußern, auch in dem unten besprochenen Buch von Yenner („Ein amerikanischer Guru“) nicht nur erwähnt, sondern breit zitiert werden. Außerdem gibt es seit langem das Aussteigerbuch von van der Braak, das ich bereits vor fünf Jahren besprochen habe, vor allem, weil dort auch eine komplette Biografie von Andrew Cohen ausgebreitet wird.
Im genannten Blog Whatenligthenment wird bemerkt, dass eine Reihe von kritischen Artikeln - auch bei Wikipedia - Anfang dieses Jahres verschwunden bzw. aktiv entfernt worden sind. Es ist also zu vermuten, dass das überaus schlechte Image des Gurus in seinen Umgangsformen mit seinen Schülern überarbeitet werden soll: „So what is going on here, folks? Dare we infer that there is a slippery and concerted effort on the part of Cohen and his students to remake the "rude boy" guru’s online image?

Nun erwähnt schon Yenner in seinem Buch, dass von Cohens ursprünglich etwa 130 Schülern gerade einmal eine kleine Handvoll übrig geblieben sind. Zwar kommen immer wieder Andere nach - das Ausgrenzen im Internen scheint ja bei Cohen zur Methode zu gehören -, aber Yenner weiß, dass das zentrale Ashram Foxhollow über weite Teile des Jahres ziemlich verwaist ist, wenn nicht gerade Events statt finden. Cohen scheint finanziell allmählich die Luft auszugehen, was einem Image- Wandel einigen Schub geben mag: „Stas Mavrides’ recent article, I Love Him, I Hate Him, I Love Him Again suggested that Andrew did a pubic about-face on his critical, angry stance toward his former teacher, in part per his PR consultant’s advice that he needed to make some specific image changes in order to help his fundraising efforts. (There are indications that Cohen’s group is in difficult financial straits – In 2011 it officially ended publication of its magazine “EnlightenNext”, and listed its Foxhollow property for sale, selling off a portion of the estate to a development company.)“ Das Prinzip des permanenten Wandels und damit einer notwendigen ständigen Expansion scheint bei den autoritären frauenfeindlichen und aggressiven Umgangsformen Cohens zunehmend zum Problem zu werden.

Ein sanftes Auftreten würde es ermöglichen, die „integralen“ Kreise besser anzusprechen, um im Dialog mit unterschiedlichen spirituellen Richtungen - auch den Anthroposophen - die eigenen Interessen zu wahren: „These days Andrew speaks to large Integral audiences like the “Integral Spiritual Experience” convocation held in California earlier in January.“ Die Betreiber von Whatenlightenment warnen allerdings, dass auch ein scheinbar eher dialogisch orientierter Cohen nichts anderes als ein Wolf im Schafspelz sein mag: „ Given that, it would seem by removing earlier internet testaments from himself and fawning students it might help him forge his new image as a likable ‘Integral-friendly’ leader; an image that belies the character of an abrasive, even abusively autocratic guru, a man to whom his inner circle of students have surrendered control of their lives, yet secretly fear displeasing. And so we say, “Beware the wolf in sheep’s clothing!”“

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