Slapstick

no_brain
Dass nun ausgerechnet das Enfant terrible der Anthroszene Felix Hau (siehe Mermaid-Comic: „Shut up!“) zum Mittelpunkt einer absurden Kampagne wird, Waldorfschulen als Hort des Kindesmissbrauchs zu denunzieren, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Felix steht in dieser Situation als Repräsentant einer Bewegung da, zu deren kritischsten Kommentatoren er sich stets gezählt hat.

Bei uns hat die ganze Debatte im Zeichen des Schwans gestanden. Auch das hat etwas von Slapstick, denn es ging in dem zitierten Beitrag doch darum, „aus den Wesen ihre Eigenart sprechen“ zu hören und zu vernehmen. Das ist nun einigermaßen in die Hose gegangen. Ging es doch eher um anonyme Denunziation als um irgend eine Form von Dialogbereitschaft.

Leider führt der aufgewirbelte Schmutz nicht nur in eine unangenehme Richtung, sondern auch über eine Grenze, hinter der man die Anwälte gern Stellung beziehen sieht. Zu derlei Unternehmungen möchten sich die Egoisten nicht gerne als Spielwiese hergeben. Daher sind die Kommentare nun vorerst von mir geprüft, bevor sie erscheinen. Es gab Kommentare, die derartig unterirdisch waren, dass ich mich nach deutschem Recht auch als blosser Betreiber der Kommentarfunktion strafbar machen würde. Das wissen auch einige dieser anonymen Wortproduzenten. Man muss inzwischen als Betreiber eines anthroposophischen Blogs damit rechnen, dass Leute auf irgend eine mögliche Weise nichts als schaden wollen.

Der Flügelschlag des Schwans bewegt ein paar Wellen.