Anthroposophie
Gronbachs letztes Abendmahl
08.Apr.2009 20:45 Uhr Abgelegt in:Comix
Link Die erwähnten Namen sind teilweise verändert. Gronbach zum Beispiel heisst in Wirklichkeit Liitle Green River,
|
Nun reiten sie wieder No 2
01.Jun.2008 17:35 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Um den immer gleichen Pflock drehen sich nicht
nur die Anthroposophie-
Kritiker. Bei den anthroposophischen
Medien sieht die Sache nicht wesentlich
anders aus. Das Mantram hier scheint
allerdings eher zu lauten „Alles ist gut...
„. So jedenfalls verstehe ich die Ablehnung
von Regina Reinspergers Artikel „Otto Ohlendorf- „Gralshüter
des Nationalsozialismus“ und Freund der
Anthroposophen ?“ durch die
anthroposophische Zeitschrift Die Drei. Stephan
Stockmar nennt zwar die Studie Reginas
Reinspergers („in der Sie den Zusammenhängen
seiner Tätigkeiten während der NS-Zeit
nachgehen und die Darstellungen einiger
Anthroposophen über ihn nachvollziehbar
kritisch beleuchten“ ) in seiner Ablehnung
„verdienstvoll“, bezeichnet sie aber als
„fachhistorische Studie, die auch vom Umfang
her nicht in unsere Zeitschrift passt“. Nun
ja, biografische Studien gab es seit jeher
in Die Drei, und Kürzen ist für Print-
Medien eine tägliche Aufgabe. Eine kritische
Aufarbeitung der Positionierung von
Anthroposophen zum Nationalsozialismus
scheint für anthroposophische Medien immer
noch eine Aufgabe zu sein, der sie nicht
gewachsen sind. Dagegen wird das Themenhaft
„Stellt euch nicht dem Bösen entgegen-
Überleben in der Apokalypse“ vom
August-September 2007 weiter beworben. Man
mag in dieser Gesellschaft offensichtlich
die Auseinandersetzung „mit dem Bösen“ vor
allem dann, wenn es nicht zu konkret wird,
vor allem aber auch dann, wenn man selbst
nicht betroffen ist. Das Böse sind die
Anderen. Schade um die verpasste Chance.
Nun reiten sie wieder..
01.Jun.2008 17:35 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
.
..die Marlboro-Männer der Anthroposophie-
Kritik. Diesmal packt Michael Grandt wieder „ein
„heißes Eisen““ (Verlagstext) an: In
seinem am 9.8. dieses Jahres erscheinenden
Buch „Schwarzbuch Anthroposophie“
„beleuchtet er umfassend Mythos und
Wirklichkeit von Waldorf“. Die
Werbestrategen des „Gütersloher
Verlagshauses“ mit dem sinnigen Motto „dem
Leben vertrauen“ nennen das tatsächlich so:
Einfach „Waldorf“. Als sei das ein
Markenname wie Schwartau oder Coca Cola.
Ansonsten wird in dem Werbetext wieder - wie üblich- mit vorgeblichen Fragen operiert, deren Beantwortung von vornherein feststeht: „Entspricht die Anthroposophie als Grundlage der Waldorfpädagogik der Werteordnung unseres Grundgesetzes? Sind die Waldorfschulen esoterisch-okkulte Weltanschauungsinstitute? Vertrat Rudolf Steiner rassistisches Gedankengut?“
Offensichtlich wird wenigstens, dass die Kritik an „Waldorf“ vor allem dazu dient, Anthroposophie zu treffen, aber auch „Mythos und Wirklichkeit eines vermeintlichen Erfolgsmodells“ zu offenbaren. Wäre es lediglich ein „vermeintliches“ Erfolgsmodells, würde sich Herr Grandt die Mühe kaum machen. Und so darf man die Bemühungen um Demontage an diesem Erfolgsmodell Waldorfpädagogik aus weiteren „unbequemen Fragen“ des Autors spezifizieren: „Kann eine Pädagogik, die fast 90 Jahre alt ist, heute noch zeitgemäß sein? Darf eine Pädagogik mit zweifelhaften Grundlagen staatlich gefördert werden?“
Ob und wie tatsächlich - wie behauptet- „auch Vertreter der Waldorfpädagogik zu Wort kommen“ (was für eine großherzige Geste ), muss dann vorerst abgewartet werden. Ich bezweifle allerdings, dass das Buch „vielfältige Ansatzpunkte für Grundsatzdiskussionen“ bringen wird. Die Vorverurteilung (eine „Pädagogik mit zweifelhaften Grundlagen“ ) ist ja bereits gemacht. Damit geht es offensichtlich um alles, aber sicherlich nicht um die Suche nach „Ansatzpunkten“ für ergebnisoffene Diskussionen. Nun denn. Werfen wir die Gebetsmühlen an, denn es geht um das bekannte und bis zum Überdruss zelebrierte Singen von Waldorf- kritischen Mantren.
Ansonsten wird in dem Werbetext wieder - wie üblich- mit vorgeblichen Fragen operiert, deren Beantwortung von vornherein feststeht: „Entspricht die Anthroposophie als Grundlage der Waldorfpädagogik der Werteordnung unseres Grundgesetzes? Sind die Waldorfschulen esoterisch-okkulte Weltanschauungsinstitute? Vertrat Rudolf Steiner rassistisches Gedankengut?“
Offensichtlich wird wenigstens, dass die Kritik an „Waldorf“ vor allem dazu dient, Anthroposophie zu treffen, aber auch „Mythos und Wirklichkeit eines vermeintlichen Erfolgsmodells“ zu offenbaren. Wäre es lediglich ein „vermeintliches“ Erfolgsmodells, würde sich Herr Grandt die Mühe kaum machen. Und so darf man die Bemühungen um Demontage an diesem Erfolgsmodell Waldorfpädagogik aus weiteren „unbequemen Fragen“ des Autors spezifizieren: „Kann eine Pädagogik, die fast 90 Jahre alt ist, heute noch zeitgemäß sein? Darf eine Pädagogik mit zweifelhaften Grundlagen staatlich gefördert werden?“
Ob und wie tatsächlich - wie behauptet- „auch Vertreter der Waldorfpädagogik zu Wort kommen“ (was für eine großherzige Geste ), muss dann vorerst abgewartet werden. Ich bezweifle allerdings, dass das Buch „vielfältige Ansatzpunkte für Grundsatzdiskussionen“ bringen wird. Die Vorverurteilung (eine „Pädagogik mit zweifelhaften Grundlagen“ ) ist ja bereits gemacht. Damit geht es offensichtlich um alles, aber sicherlich nicht um die Suche nach „Ansatzpunkten“ für ergebnisoffene Diskussionen. Nun denn. Werfen wir die Gebetsmühlen an, denn es geht um das bekannte und bis zum Überdruss zelebrierte Singen von Waldorf- kritischen Mantren.
Die Egoisten
22.Mai.2007 00:17 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Warum seit so vielen
Jahren (ich glaube, seit 10 Jahren, aber anfangs
nur als Untertitel oder als zweite URL) dieser
Titel und diese Webadresse? Weil wir
Anthroposophen eben Egoisten sind. Wir geniessen
den ungeheuerlichen Luxus, uns auf einem um
Ressourcen blutig ringenden Planeten, in
Seelenruhe den Existenzfragen nachzugehen. Das
ist sicherlich sehr egoistisch, wenn auch
durchaus vielleicht nicht sinnlos, im Gegenteil.
Aber Sinn in seinem Leben schaffen zu können, ist
auch ein Luxus und ein Egoismus dazu. Ich denke
an den Herrn im Zweig, der so hochtrabend,
düster, kulturpessimistisch, autoritätsgläubig
und traditionalistisch von Anthroposophie sprach.
Als ich erfuhr, wie schwer krank er war, verstand
ich das Problem: Er suchte angesichts des
persönlich- existentiellen Desasters in dem
Scherbenhaufen seines Lebens einen Sinn. Und er
schnitt dazu holzschnittartig die Muster aus dem
anthroposophischen Textstellenkosmos aus, die in
dieses Sinnmuster passten. Nur zu verständlich,
aber doch ein egoistischer Eingriff, eine
Verengung. Das Problem besteht einfach dann, wenn
man Anthroposophie in das Konstrukt seiner
Lebensplanung einbaut, aus welchen Gründen auch
immer. Dann baut man vermintes Gebiet. In
gewisser Weise ist Anthroposophie immer durch die
individuellen Konstruktionen ihrer geschätzten
Mitglieder notwendigerweise verzerrt, vielleicht
sogar korrumpiert. Im Steinerschen Wortmeer
machen wir die Inseln fest, an denen wir ankern
wollen. Das ist immer eine eingeschränkte Sicht
aufs Ganze, ein nicht nur optisches Manko. An
diesem Punkt macht anthroposophische Zweigarbeit
auch Sinn; man reibt sich die individuellen
Schalen gegenseitig schon ab, man lernt an der
anderen Sicht des Anderen. Ein Team ist beim
Unternehmen Anthroposophie ebenso nötig wie eine
Seilmannschaft beim Besteigen des Everest.
Ein paar Schalen haben die Egoisten als Website auch schon mal abgeschabt..
Ein paar Schalen haben die Egoisten als Website auch schon mal abgeschabt..
Initiationsriten
12.Mai.2007 13:54 Uhr Abgelegt in:Culture
beat | Religion
Ich lese gerade mal wieder in Mircea Eliades "Das
Mysterium der Wiedergeburt" (Insel-Verlag). In
diesem Buch geht es dem Ethnologen und
Religionshistoriker Eliade um Praktiken der
Einweihung- sei es als Initiationsritus in eine
prämoderne Gesellschaft oder in ein bestimmtes
Amt wie der Schamane, Medizinmann, etc. Typisch
dabei sind in allen möglichen Gesellschaften
Riten, die "mit einer bestimmten Anzahl von
Prüfungen" verbunden sind, mit "zahlreichen Tabus
und Nahrungsverboten".
Ich bin ja überzeugt, dass eines der wichtigsten Riten der Initiationsrituale in unserer Gesellschaft die Führerscheinprüfung darstellt. Auch hiermit sind eine ganze Reihe von Prüfungen verbunden. Man darf keinen Alkohol trinken und muss sich masochistisch einem aufgeblasenen Fahrlehrer unterwerfen, der maliziöse Kommentare über einen abgibt ("Wenn Sie mich umbringen wollen, junge Dame, dann sagen Sie das doch vorher"). Hat man den Schein, gehört man zur Gesellschaft der Erwachsenen. Falls man ihn zeitweilig wieder verlieren sollte, indem man einige spezifische Tabus im Strassenverkehrt wissentlich, dämlich oder beides verletzt hat, wird man wieder in den unmündigen Zustand zurück versetzt, muss entweder Bahn fahren oder liebe Freunde um eine Transportmöglichkeit fragen.
In Bezug auf den Eintritt in die Anthroposophische Gesellschaft fragt man sich, ob auch nicht bei einem solchen Schritt einige kleine Rituale dazu gehören sollten. Das wäre vielleicht würdevoller als das einfache Überreichen einer Mitgliedskarte. Wenn man bei Eliade allerdings die historischen Riten z.B. im alten Australien anschaut, bekommt man auch wieder Zweifel. Schließlich waren mit der Initiation auch bestimmte "Operationen" verbunden wie "Beschneidung, das Ausschlagen eines Zahns, die Subinzision, aber auch die Skarifikation oder das Ausreißen der Haare". Keine Ahnung, was Skarifikation und Subinzision sein sollen. Die Vorstellung, dass im Nebenzimmer des örtlichen Zweigs allen Novizen von einem Dornacher Abgesandten Haare ausgerissen, Zähne ausgeschlagen oder gar Vorhäute demontiert werden, wirkt irgendwie doch wenig attraktiv :-)
Ich bin ja überzeugt, dass eines der wichtigsten Riten der Initiationsrituale in unserer Gesellschaft die Führerscheinprüfung darstellt. Auch hiermit sind eine ganze Reihe von Prüfungen verbunden. Man darf keinen Alkohol trinken und muss sich masochistisch einem aufgeblasenen Fahrlehrer unterwerfen, der maliziöse Kommentare über einen abgibt ("Wenn Sie mich umbringen wollen, junge Dame, dann sagen Sie das doch vorher"). Hat man den Schein, gehört man zur Gesellschaft der Erwachsenen. Falls man ihn zeitweilig wieder verlieren sollte, indem man einige spezifische Tabus im Strassenverkehrt wissentlich, dämlich oder beides verletzt hat, wird man wieder in den unmündigen Zustand zurück versetzt, muss entweder Bahn fahren oder liebe Freunde um eine Transportmöglichkeit fragen.
In Bezug auf den Eintritt in die Anthroposophische Gesellschaft fragt man sich, ob auch nicht bei einem solchen Schritt einige kleine Rituale dazu gehören sollten. Das wäre vielleicht würdevoller als das einfache Überreichen einer Mitgliedskarte. Wenn man bei Eliade allerdings die historischen Riten z.B. im alten Australien anschaut, bekommt man auch wieder Zweifel. Schließlich waren mit der Initiation auch bestimmte "Operationen" verbunden wie "Beschneidung, das Ausschlagen eines Zahns, die Subinzision, aber auch die Skarifikation oder das Ausreißen der Haare". Keine Ahnung, was Skarifikation und Subinzision sein sollen. Die Vorstellung, dass im Nebenzimmer des örtlichen Zweigs allen Novizen von einem Dornacher Abgesandten Haare ausgerissen, Zähne ausgeschlagen oder gar Vorhäute demontiert werden, wirkt irgendwie doch wenig attraktiv :-)
Anthroposophen sind...?
10.Apr.2007 22:30 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Sebastian Gronbachs neues
Webtagebuch beschäftigt mich immer
wieder und immer mehr, je mehr dort Aussagen
über Anthroposophie gemacht werden. In einem
Artikel vom 10.4. 2007 "Horizont-Gott: Warum
wir eine authentische Religion brauchen"
z.B. macht Gronbach Aussagen über das
Verhältnis von Anthroposophen zu Religion
und Gott. Während er seine persönlichen
Aussagen zu Beginn des Artikels angemessen
als "Ich -Botschaft" einleitet ("Als
Anthroposoph bin ich ein Mensch, der die
traditionelle Religion als ein berechtigtes
Stadium durchschritten hat"), geht er im
weiteren Verlauf zu allgemein gültigen
Aussagen über wie "Anthroposophen sind nicht
anti-religiös, sondern trans- religiös". Das
meint man wohl mit der Phrase "Von sich auf
Andere schliessen". Ich halte solche
allgemein gültigen Aussagen für verfehlt. Es
wird so getan, als sei "die Anthroposophie"
ein geschlossenes System, in dem jedes
Mitglied der gleichen Ansicht sei. Das ist
nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Das wird
lediglich von Gegnern unterstellt. Im
übrigen ist der Artikel auch inhaltlich
falsch. Während das Zitat Steiners deutlich
von einer freien Religiosität in der Zukunft
spricht, tut Gronbach so, als sei dieses
Ziel bereits heute in der Anthroposophischen
Gesellschaft verwirklicht. Mir erscheint das
tatsächliche Problem darin zu bestehen, dass
Anthroposophie nur allzu häufig gerade von
Mitgliedern als Quasi- Religion aufgefasst
wird. Dieses interne Feld zu bearbeiten
scheint mir dringlicher zu sein als eine
elitäre "Trans- Religiosität" zu behaupten.
Muss es immer esoterisch sein?
10.Apr.2007 00:25 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Rudolf Steiner spricht in "Natur- und Geistwesen"
(S. 168ff) ein wichtiges Thema an, denke ich: Die
Abhängigkeit des menschlichen
Identifikationsgefühls von der Nahrung, die er
sich zuführt. Und Heisshunger entsteht sicherlich
genau da, wo sich ein Ego von seiner Ausstrahlung
und seinem Selbstbild her eben absichern will-
der mit Stacheln bestückte Karrierist wird zu
Zucker greifen, die Gesundheitsbewusste,
Körperbetonte (die leider in asiatischen Nasen
penetrant nach Buttersäure riecht), zieht sich
Bomben von Milchprodukten hinein, vor allem gern
solche, die als Joghurt mit Darmbakterien
durchtränkt sind. Da weiss man, was gemeint war,
als der Versucher in der Wüste Jesus zur
Produktion von Brot aus Steinen aufrief. Dann
gibt es die, die erschöpft und etwas ängstlich
vor dem Fernseher hocken, weil die Welt doch
anstrengender ist, als man sich das vorgestellt
hat, und verdrücken 150 Gramm Schokolade. Und der
Spiesser, der die Welt gern festnageln möchte,
schafft sich seinen Sargnagel mittels
Grillwürsten und sehr viel Bier an.
Die Persönlichkeit ist ein Konstrukt. Wir geben unserem Alltagsdämon Futter mit der Art, wie wir uns ernähren. Wir rüsten unseren Alltagspanzer damit aus so weit das funktioniert. Denn die Dosen an Fleisch, Eiweiss, Fett und Zucker sind viel zu hoch.Die anfallende überschüssige Energie wird von unseren Selbsterhaltungsmechanismen verbraucht, heizt dauernd unsere Belohnungs- und Glückshormone an. Wir füttern uns, um uns die Welt schön zu reden. Das kostet eben Energie.
Dr. Steiner formuliert das so: "Und wenn der Mensch allmählich lernt, sich zu emanzipieren von den Zufälligkeiten der Nahrung, wenn er die Nahrung wählt nach den Grundsätzen der geistigen Erkenntnis, dann erlangt er allmählich Gewalt über diesen Nahrungssaft, er emanzipiert sich von diesen Wesenheiten, die von außen wirken. Deshalb wird auf die so oder so auf den Menschen wirkenden Nahrungsmittel ein so großer Wert gelegt. Was man ißt, in dem liegt die Kraft gewisser Wesen, und wie man Einfluß auf diese gewinnt, so macht man sich selber zum Herrscher seines Organismus. Tatsächlich treibt man Geister aus, von denen man vorher besessen ist, indem man mit Bewußtsein seine Nahrung wählt".
Geister?
Die Persönlichkeit ist ein Konstrukt. Wir geben unserem Alltagsdämon Futter mit der Art, wie wir uns ernähren. Wir rüsten unseren Alltagspanzer damit aus so weit das funktioniert. Denn die Dosen an Fleisch, Eiweiss, Fett und Zucker sind viel zu hoch.Die anfallende überschüssige Energie wird von unseren Selbsterhaltungsmechanismen verbraucht, heizt dauernd unsere Belohnungs- und Glückshormone an. Wir füttern uns, um uns die Welt schön zu reden. Das kostet eben Energie.
Dr. Steiner formuliert das so: "Und wenn der Mensch allmählich lernt, sich zu emanzipieren von den Zufälligkeiten der Nahrung, wenn er die Nahrung wählt nach den Grundsätzen der geistigen Erkenntnis, dann erlangt er allmählich Gewalt über diesen Nahrungssaft, er emanzipiert sich von diesen Wesenheiten, die von außen wirken. Deshalb wird auf die so oder so auf den Menschen wirkenden Nahrungsmittel ein so großer Wert gelegt. Was man ißt, in dem liegt die Kraft gewisser Wesen, und wie man Einfluß auf diese gewinnt, so macht man sich selber zum Herrscher seines Organismus. Tatsächlich treibt man Geister aus, von denen man vorher besessen ist, indem man mit Bewußtsein seine Nahrung wählt".
Geister?
Ein Listietreffen der RSL in Deutschland
27.Sep.2006 23:26 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
So Minilisten-Treffen der deutschsprachigen
Rudolf-Steiner-Email-Liste finden andauernd
statt. Es treffen sich einfach unterschiedliche
Leute, die hier seit Jahren in mehr oder weniger
reger Diskussion stehen, dann irgendwo in der RW
(Realen Welt). Aber dann gehts meistens so
irdisch. deftig zu, na wenigstens kulturell bis
zum Anschlag, kühn Zeiten durchrasend, die keinen
zugänglichen Zusammenhang zeigen. Zuerst eine
Buddha-Austsellung in der Grünen Hallen der
Düsseldorfer Tonhalle. Ein paar schöne Sachen-
aber sonst, was so ein passionierter Asiatika
Sammler schätzen mag: Wert, Alter,
hundertprozentiger Oberfflächenglanz. Ein
Düsseldorfer Sammler, anscheinend.
Danach rüber in den Ehrenhof zu Bruce Naumann- einer der berühmtesten Videokünstler, einer von den Klassikern in diesem jungen Genre. Ein Beamer wirft eine riesige Projektion von einem Mann in Grossaufnahme an die Wand, der seine Geschlechtsteile kratzt. Ich habe in dem Getöse der Videoinstallation auch den dringenden Wunsch, eine zu rauchen und Espresso zu trinken.
Einer der letzten Düsseldorfer Sommertage. Man sitzt gut draußen. Ich weiss, Ruth gefallen die Installationen. Mir sagen sie -selbst wenn ich sie intellektuell verstehe- wenig. Daher reden wir einfach, persönlich und unverschnörkelt. Wenn du Anthroposoph bist, hast gerade metergrosse sich walkende Männer-Eier gesehen, dich wohl fühlst miteinander, dann kommen die grossen Fragen hoch. Wirklich, die Sehnsucht haben wir alle. Manchmal bleibt dabei die Zeit stehen, fällt wie eine nasse Pappschachtel ineinander.
Das müssen wir bald noch mal machen, Ruth und Ute!
Auf diesem Bild trifft Ruth unvermittelt den Hüter der Schwelle-
Danach rüber in den Ehrenhof zu Bruce Naumann- einer der berühmtesten Videokünstler, einer von den Klassikern in diesem jungen Genre. Ein Beamer wirft eine riesige Projektion von einem Mann in Grossaufnahme an die Wand, der seine Geschlechtsteile kratzt. Ich habe in dem Getöse der Videoinstallation auch den dringenden Wunsch, eine zu rauchen und Espresso zu trinken.
Einer der letzten Düsseldorfer Sommertage. Man sitzt gut draußen. Ich weiss, Ruth gefallen die Installationen. Mir sagen sie -selbst wenn ich sie intellektuell verstehe- wenig. Daher reden wir einfach, persönlich und unverschnörkelt. Wenn du Anthroposoph bist, hast gerade metergrosse sich walkende Männer-Eier gesehen, dich wohl fühlst miteinander, dann kommen die grossen Fragen hoch. Wirklich, die Sehnsucht haben wir alle. Manchmal bleibt dabei die Zeit stehen, fällt wie eine nasse Pappschachtel ineinander.
Das müssen wir bald noch mal machen, Ruth und Ute!
Auf diesem Bild trifft Ruth unvermittelt den Hüter der Schwelle-