Gronbach

Nahaufnahme vom letzten Abendmahl

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Link wie im unteren Comic.
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Gronbachs letztes Abendmahl

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Link Die erwähnten Namen sind teilweise verändert. Gronbach zum Beispiel heisst in Wirklichkeit Liitle Green River,
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Mermaid Cartoon

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It is not given to everyone (“you are not yet ready “) to comprehend the breath-taking imaginative universe of a Sebastian Gronbach. At least not right away. Therefore, in order that you, dear readers, will not be forced any more than necessary for this purpose to divest yourselves of your Egos, we here at Egoisten now jump into the breach and elucidate in simple imagery what Mr. Gronbach has to say, e.g. about mermaids.

Thanks for translation, Tom!
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Wir erklären Gronbach Part I

Nicht jedem ist es gegeben („Du bist noch nicht so weit“), die atemberaubende Bilderwelt eines Sebastian Gronbach zu verstehen. Zumindest nicht auf Anhieb. Damit es für Sie, liebe Leser, zu diesem Zwecke nicht extra erforderlich wird, sich Ihres Iches zu entledigen, springen wir bei den Egoisten in die Bresche und erklären in einfachen Bildern das, was Herr Gronbach z.B. über Meerjungfrauen zu sagen hat:

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Meine unschönen Assoziationen

Dass das, was einem unwillkürlich durch den Kopf geht, eben auch ein Gutteil in diesem Kopf entsteht, ist mir klar. Aber vermeiden kann ich es seit längerem nicht, wenn ich den Ton von Sebastian Gronbachs Blog vergegenwärtige. Ich kenne auch seine Erklärungsmuster für Anwürfe aller Art - so auch die meinigen. Ich nehme auch an, dass er ein netter Kerl ist. Aber wenn ich seinen letzten Blogeintrag lese und darunter so etwas wie:

Wer mit ihm kämpft sucht ihn und wer ihn sucht sucht am Ende nur eines: Die eigene, totale Niederlage. Nur so machen sich seine Feinde, durch IHN, selber zum Krieger des Lichts. Darum wirkt der Krieger des Lichts manchmal gnadenlos. Es ist eine gnadenlose Gnade. Seine Gnadenlosigkeit ist die letzte Hoffnung seiner Feinde.

Etwas in seinen Feinden ist aus Licht und dieses Licht treibt sie zu ihm. Er lässt sich nicht provozieren, er hat ein Schicksal, das es zu erfüllen gilt. Er gibt allen die Zeit die sie brauchen, um ihre Taten zu rechtfertigen.

Aber er ist unversöhnlich, wenn es um Verrat geht. Voller Stolz trägt er die Spuren und Narben der Kämpfe und des Krieges, es sind Zeugen dessen was er erlebt, und Belohnung für das was er errungen hat.
“ usw usw.

Dieses Pseudoheroische, Post- Nietzscherianische, Delirierende erweckt in mir sofort Bilder der Statuen Arno Brekers.
breker
Es ist nichts als eine Form von Schwulst. Aber eben für mich leider auch mit einer Prise Unerträglichkeit. Daran ändert auch nichts, dass am Ende bei Gronbach wieder das anthroposophische Eurythmiekittelchen darüber geworfen wird. In meinen Augen wird Rudolf Steiner damit in ein unpassendes Licht gerückt. Ich denke, dass man auch für die Bilder, Metaphern und Symbole verantwortlich ist, die man in die Welt setzt. Manchmal sind die Bilder einfach nur abgegrast, leer geredet, tot benutzt. An anderer Stelle sind sie aber auch vielleicht missbraucht und korrumpiert worden. Sich selbst wie Gronbach als „Lichtkrieger“ ein Denkmal nach dem anderen zu errichten, erscheint mir mindestens missverständlich zu sein. Daneben ist es natürlich peinlich. Im anglo- amerikanischen Sprachraum, aus dem Gronbach seine Metaphern bezieht, mögen sie deutlich weniger belastet sein. Das ist noch kein Freibrief dafür, die amerikanischen Vorstellungen ungefiltert ins Deutsche zu übertragen. Der Heroismus hat hier eine schlechte Vergangenheit.
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IF YOU SEEK ENLIGHTENMENT (BUT CAN’T FIND IT)

Ich finde ja, Tom macht inzwischen eine eigene Kunstform daraus. Er dichtet die Comix einfach etwas weiter und gibt ihnen einen neuen Schwung. Ich finde ja, er macht sie besser als das Original!

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Öffentlichkeitsarbeiter in NRW gesucht

Wie aus einem aktuellen Spendenaufruf an die Mitglieder ersichtlich, sucht die Anthroposophische Gesellschaft NRW einen „Öffentlichkeitsarbeiter für das Arbeitszentrum“. Ziel ist es, „die Entwicklung der Anthroposophie hin zu einer weiteren öffentlichen Kulturwirksamkeit“ zu fördern und in einer veränderten „Lage der Anthroposophie“ schnell und kompetent „in die öffentliche Diskussion“ eingreifen zu können. Die Gründe werden vom Arbeitszentrum auch darin gesehen, dass sich „die Öffentlichkeit“ - so wie früher nur in den praktischen Feldern Waldorfpädagogik und Medizin nun auch zunehmend für die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners selbst interessiert. Von der Anthroposophischen Gesellschaft wird daher erwartet, „Dislogfähigkeit“ zu entwickeln und mit öffentlichen Auseinandersetzungen „konstruktiv umzugehen“. Dabei wird nicht verschwiegen, dass an der Diskursfähigkeit der Anthroposophischen Bewegung auch selbst gearbeitet werden muss: „Die eigentliche Aufgabe aber besteht darin, eine Sprachfähigkeit zu entwickeln, die das zur Erscheinung bringt, was wirklich originär aus Anthroposophie entsteht“. Letzteres wird schon deshalb nicht leicht sein, da die inneranthroposophische Diskussion darüber, was als originär anthroposophisch zu verstehen ist, nicht einmal im Ansatz vollzogen ist. Ein „Öffentlichkeitsarbeiter“ hat die schwierige Aufgabe, zwischen divergenten inneranthroposophischen Strömungen auch ausgleichend einzuwirken. Nicht zuletzt in den Auseinandersetzungen, die in diesem Blog hier in den letzten zwei Jahren stattgefunden haben, kann man sehen, dass nicht einmal Konsens darüber besteht, wie man mit den -sagen wir- diskussionswürdigen Stellen in Rudolf Steiners Werk oder mit der anrüchigen Vita mancher Mitglieder - etwa in der Zeit des Dritten Reichs- umzugehen hat. Ein „Öffentlichkeitsarbeiter“ muss also auch den Diskurs nach innen fördern und dafür denkbar breit aufgestellt sein, um nicht von vornherein Widerstände aufzubauen. Ob die Links auf der Website auf diese Positionierung bereits einen Hinweis geben? Man findet an privaten anthroposophischen Homepages nur die von Gronbach, die sich allerdings in sehr geringem Maß um Konsens bemüht hat.
Dieser Himmelfahrtsjob ist- bei weiter rückläufigen Mitteln in der Anthroposophischen Gesellschaft- nur durch Sonderspenden zu finanzieren. Im Herbst sollte die Arbeit beginnen.

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AG NRW, GLS-Gemeinschaftsbank Bochum, BLZ 43060967, Kto 10084516, Stichwort „Sonderspende 08“
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Jostein Saether zu Gronbachs "Missionen"

Jostein Saether, ein anthroposophischer Buchautor, der sich besonders mit konkreten Fragen zur Reinkarnation beschäftigt, geht in seinem Blog Gamamila in einer umfangreichen Kritik auf Sebastian Gronbachs Buch "Missionen" ein. Saether möchte dabei gewissermaßen didaktisch auf Gronbach einwirken, um ihn "von den integralen Höhenflügen zum Boden zu bringen, sodass er einen Richtungswechsel einschlage." Er referiert dabei weite Teile des Buchs, ist teilweise amüsiert und unterhalten, teilweise auch genervt von Gronbachs "Gerede, diverse(n) Trivialitäten und persönliche(n) Berichte(n)." Zunehmend gerät Saether in einen inneren Konflikt mit dem Autor: "Oft entsprachen seine Sätze meine Lebenserfahrungen, aber immer mehr deckten seine Wirklichkeit sich nicht mehr mit meinen Erkenntnissen." Ein gewisser Unterhaltungswert bleibt dabei unbestritten: "Gronbach beschreibt dann viele Schwellenphänomene und macht humorvolle Ausblicke auf Grenzwächter wie Klofrauen, Kassierer in Pornokinos, Krankenschwester der Intensivstation und er führt Grenzpatrone der Literatur wie Herrmann Hesse und die Matrix-Filme vor." Aber endgültig stolpert Saether wohl über Gronbachs Vorstellungen von seiner eigenen "Erleuchtung", von seiner Christus-Idee und von seiner Verleugnung einer individuellen Reinkarnation. Das ist wohl auch der zentrale Punkt, ab dem Gronbach nicht mehr kompatibel zur anthroposophischen Bewegung ist. Der Reinkarnationsbegriff ist einer der Kernpunkte von Anthroposophie. Um das zu erkennen, genügt eigentlich ein einziger Blick in die "Anthroposophischen Leitsätze" Rudolf Steiners. Dieses auf dem Totenbett Steiners geschriebene Kompendium stellt ein wunderbares "Essentials" von Anthroposophie dar.
So bezeichnet Saether Gronbachs "Pilotprogramm" als "einen sublimen, gescheiten und gewitzten Virus, der so riskant ist, dass er viele Individuen infizieren könnte."
So gesehen ist Gronbachs Buch weniger eine "Mission" zur Reformierung der Anthroposophischen Gegenwartskultur, sondern ein Symptom für ihre Erkrankung.
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Little green River im Interview


Egoist: Sehr geehrter Herr River, wie man bei Ihnen lesen kann, streben Sie nach Einklang in körperlicher und seelischer Hinsicht?

LGR: "So wie ein gut trainierte Sportler auch beim Aufstehen, Einkaufen und Kinder ins Bett Bringen seine körperliche Fitness in einer kraftvollen, äußeren Haltung ausdrückt, so ist derjenige, der sich in einem kontinuierlichen seelisch-spirituellen Training befindet, ebenfalls permanent von seelischer und spiritueller Fitness durchdrungen."

Egoist: Aha. Das erscheint im ersten Moment als ein heroisches Ideal, das mit herkömmlicher Anthroposophie wenig zu tun hat?

LGR: "Als Anthroposoph ist man in der glücklichen Lage, ein seelischer Sechskämpfer zu sein, und wie groß die Muskeln am Ende auch sein werden - sie sind niemals Masche und nie geschenkt."

Egoist: Und wo sehen Sie als "Sechskämpfer" Ihre Rolle innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft?
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LGR: "Als Erweckungskommando. Und als Traumhelfer."

Egoist: Können Sie diese Ihre "Mission" den Anthroposophen gegenüber noch etwas konkretisieren?

LGR: "Verdammt noch mal, möchtest Du da in einem laschen Seelenfleischberg erwachen, oder in Mr. Oder Miss. Seelen-Universum?"

Egoist: Nun gibt es ja -nicht zuletzt in diesem Blog- einige Zweifel bezüglich der Kompatibilität zwischen einem Denker wie Steiner und dem von Ihnen angeführten amerikanischen Guru Andrew Cohen?

LGR: "Wenn Andrew Cohen über das „Authentische Selbst“ spricht, dann spricht er über das, was Rudolf Steiner als „den Christus“, bzw. den „ätherischen Christus“ bezeichnet hat."

Egoist: Stellt Cohen nicht eine archaische Form von Guruismus dar?

LGR: "Klar, er ist ein Guru. So what? Wir leben in einer Welt aus Müll-Gurus: Mainstream-Medien, Fresshallen und Flachlandprediger – ihnen opfern wir unser Geld und unsere Zeit."

Egoist: Aber man muss doch nicht freiwillig verblöden?

LGR: "Warum nicht mal echte Opfer bringen?"

Egoist: Woher wissen Sie denn, ob die von Ihnen präsentierte Christusvorstellung mit dem Begriff von Steiner identisch ist? Sind das nicht völlig subjektive Zuschreibungen?

LGR: "Es ist Gottes Durchbruch in mein Ego."

Egoist. Ach so. Dann verkünden Sie -im Gegensatz zu Steiner- also eine Art Glaubenskatechismus, der nicht angezweifelt werden kann?

LGR: "Nun, Schluss damit."
(verschwindet im Fitnessraum, wirft ein Handtuch über die Schulter und schüttelt mit dem Kopf und murmelt: "Sie wissen wie man scharf schießt.")
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Sebastian Gronbach Comic in Englisch

Tom Mellett hat sich über Ostern wieder an den egoistischen Comix zu schaffen gemacht. Von daher kommt die etwas ältere "Lichtkrieger"- Persiflage, die sich über anthroposophische Abirrungen ins New-Age- Okkulte amüsiert, nun noch einmal in englischer Sprache.
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Sebastian Gronbachs Missionen

Da der Verlag Freies Geistesleben so überaus freundlich war, mir Sebastian Gronbachs erstes Buch als Ansichtsexemplar zukommen zu lassen ("und freue mich, wenn Sie das Buch Ihrer Leserschaft bekannt machen möchten"), greife ich diese Gelegenheit hiermit auf. "Missionen" sind zwar - im Gegensatz zu Jelle van der Meulen - nicht unbedingt mein Ding, aber seis drum. Bei dem Wort stossen mir sowohl der erobernde, überzeugen- wollende Duktus auf ("Missionare") als auch das Globale, Überwirkliche, aufs Ganze Zielende, das allzu leicht das Auf-der-Hand-Liegende, das Nahe und Konkrete unbeachtet lässt. Denn der globale Anspruch übersieht nicht nur, er verliert sich auch oft in Wortgeklingel und Selbstbeweihräucherung.

Aber zum Buch. Gronbach leitet es gleich ein mit seinem schon in seinem Blog viel gescholtenen Begriff des "Krieger des Lichts". Gronbach versichert in poetischer Weise, dass er authentisch sei und tatsächlich das lebe, was er in diesem Buch vertritt. Dabei weiß er, "dass das Universum seine Worte nicht vergisst". Danach vergleicht er den Prozess des Schreibens an seinem Buch mit dem Werk von Michelangelo, erklärt aber gleichzeitig seine Unsicherheiten beim Verfassen. Im Anschluss schwenkt er auf die Frage nach der Existenz Gottes ein und stellt seinen ersten "Schlüsselmeister" vor, der Rudolf Steiner sei. Er erklärt mehrfach, dass das Buch schon "jetzt schon Ihr Leben verändert" habe und dass er als Autor und der fiktive Leser nun eine Art Beziehung hätten. Das unter anderem deshalb, weil sich durch den Erwerb des Buchs Gronbachs Kontostand verändert habe.

Gronbach schildert, wie er seinem 7-jährigen Sohn die Arbeit am Buch und an Anthroposophie erklärt habe: "Anthroposophie ist wie ein Computerprogramm, was über diese Stelle, an der viele Programme abstürzen, drüber kommt." Sein Sohn findet das "cool". Als "Berufsanthroposoph" weiss Gronbach, dass die Beschäftigung mit Anthroposophie immer etwas mit der inneren Mission eines Menschen zu tun hat, selbst wenn dieser sich gegen Missionen sperre. In der Folge geht Gronbach auf die Rezeption von Steiners Werk ein. Die Begeisterung in dieser Rezeption will Gronbach in diesem Buch dem Leser nahe bringen. Er selbst sei in dieser Hinsicht auf einer Mission. Er schildert biografische Erlebnisse, die vage mit dem Begriff "Erwachen" zu tun haben. Er schildert seine "enormen Liebesfähigkeiten" und erklärt seine Antipathie gegen "Maskenmenschen". Zumindest ist er von ihnen gelangweilt. Er selbst sucht schonungslos den "Sinn für Echtheit". Im Gegensatz dazu sieht er christliche Massenprediger aus den USA, die eine bigotte Doppelmoral pflegen und zu einem "Callboy" gehen. Gronbach will seinen "Schatten" nicht verbergen. So gesteht er, "kein Pazifist" zu sein. Waldorfschulen seien zwar "tolle Schulen", hätten aber ein verkrampftes Verhältnis zur Gewalt. Überhaupt sieht er ein "Muster, mit dem Anthroposophen auf Kritik reagieren", nämlich u.a. mit einer "Weltanschauungsschublade". Dennoch dürften Anthroposophen stolz auf das von ihnen Geleistete sein. Frauen, "die Pornos primitiv und abstoßend finden, sie sollten sich deswegen nicht für etwas Höherentwickeltes oder Besseres halten". So fragt sich auch Gronbach, ob er frei in seinen Entscheidungen sei. Sein Gewissen sieht er als eine Art innerer Autorität. Dagegen zu opponieren, habe ihn sein ganzes Leben beschäftigt, unter anderem schon auf der "Schultoilette". Seitdem folge er seiner inneren Maxime, die da lautet: "Folge deiner Freude". So macht es ihm auch "Spaß, Anthroposoph zu sein".

Rudolf Steiner war für ihn jemand, der sich damit beschäftigte, Ideen "in vertraute mythologische Gewänder zu kleiden". So stelle auch "St. Michael im Ensemble der mystischen Lichtgestalten" eine Neuinszenierung dar. Das sei eine "geistige Power-Poesie" oder eine "ideelle Software", die leider "außerhalb einer anthroposophischen Hardcore-Szene keinerlei Marktchancen hat". Gronbach dagegen lebe und denke "integral" und verleugne daher auch nicht seine "Geilheit". Aber auch Freundschaft und die Bereitschaft, der Krankheit seines Freundes Jelle ins Auge zu fassen, zählt er zu seinen Vorzügen. In diesem Zusammenhang führt Gronbach erste "integrale" Textstellen aus der Zeitschrift "What is Enlightment" ein. Die Welt sei ein "einziger, dynamischer Organismus mit eigenem, kollektivem Geist". Gerade als Anthroposoph sei er, Gronbach, ein "Surfer", und "die Wellen bestehen u.a. aus Geld, Bier, Sex und Beziehung". Er möchte seine "egoistische Grundstruktur" nutzen, sein Ego aber gleichzeitig auch veredeln. Nun geht Gronbach etwas auf Politik, Ökobewegung und - erneut- auf Waldorfschulen ein. Er tritt für eine geistige Elite ein, die er dort verortet sieht.

Der Wunsch nach "Höherentwicklung", den er in der Anthroposophie sieht, sei ebenfalls elitär, denn "Edel ist höher als unedel". Die Grünen dagegen propagierten eine eklige "Toleranz gegenüber allem und jedem". Toleranz sei sowieso "eine feste Mauer um das eigene Ego". Ansonsten gelte: "Ja, in einem Baum ist Gott. In jedem Orgasmus ist Gott". Um zu diesem wahren GEIST zu gelangen, sei Anthroposophie "nur eine von vielen Möglichkeiten". Der GEIST trete zwar immer nur in Bruchstücken auf, verweise aber - nach Ken Wilber- immer auch auf das Ganze. Die "real- existierende und grün gefärbte Anthroposophie" sei leider nicht mehr die von Steiner gemeinte. Sie leide unter einer "Bottom-up-Lastigkeit". Gronbach meint damit vermutlich, dass er als "Geistforscher" in ihr zu wenig spirituelle Anstösse finde. Goethes "Werkgewicht" z.B. übersteige immer noch bei weitem "Gronbachs Werk + Persönlichkeit". Dafür aber ist Gronbach praktizierte "Authentische Philosophie", was ja auch schon etwas ist. Bei ihm ist jedes "Reden über den GEIST" immer verbunden mit tatsächlicher "GEISTerfahrung". Da kommt Goethe wohl nicht mit.

So schildert Gronbach nun (wir sind auf Seite 181) die Geschichte seiner "Erleuchtung". Er sei dabei "zersprungen" und als das "Makellose" erwacht. Es geht dabei nicht um Kleinigkeiten, sondern um "Super-Maximal-Bewusstsein". Diese Erweckung verdankt Gronbach Ken Wilber, aber Steiner war auch nicht so fern, er habe "alle diese Jahre an meinem Bett gestanden". So habe Gronbachs Anthroposophie "Feuer gefangen" und sei dabei leider verbrannt. Allerdings nur in dem Sinne, dass aufgestapelte Begriffe wie "Christus" überwunden worden seien. Der Diskurs über Christus sei eben nur "eine Phase" auf dem Weg zur Supererleuchtung. Nun ist das für Gronbach ein wenig anders: "Was man Christus nennt, erfahre ich dann als mein ICH". In diesem Sinne möchte Gronbach "missionieren". Er hätte ja auch "Priester werden können", klar. Jetzt ist Christus für ihn "lebendige Erkenntnis-Erfahrung", eine "trans-personale Ich-Identität". Dennoch ist Christus nichts als "eine Erfindung des Menschen". Auch bei Steiner war die ganze Christologie eigentlich eine Art Falle oder ein Opfer, da er- Steiner- damit lediglich eine "Mythologie" aufgegriffen habe, die seine Zeitgenossen verstanden. In diesem Sinne stellten auch die anthroposophischen Vorstellungen über Reinkarnation einen Irrweg dar. In Wirklichkeit gäbe es keine individuelle Reinkarnation, sondern man gehe nach dem Tod "in die eine SONNE über und verglüht zu einer noch heißeren Sonne". Es gäbe eben nur einen GEIST, der sich lediglich "in milliardenfacher Form individuell inkarniert". Angebliche Reinkarnationserinnerungen seien lediglich ein Zugriff auf den "Hauptrechner". So gibt es natürlich auch keine "Bestimmung" im Leben, wenn die Mensch-Maschine endlich zu sich selbst erwacht sei. Das Konzept von Gronbachs Erleuchtung besteht darin, mit dem "Urgrund allen Seins" zu "verschmelzen". Das Konzept dieses "Authentischen Selbst" stammt von Andrew Cohen, aber Gronbach hat kein Problem damit, "das große, universale Maximal-Bewusstsein" dieses amerikanischen Gurus auch Rudolf Steiner in die Schuhe zu schieben. Allerdings ist "der Gott, vor dem wir uns heute neigen" "größer als der Gott, vor dem sich Steiner beugte".

Ich hoffe, den Inhalt somit chronologisch wiedergegeben zu haben, meinem Auftrag gemäß. Ich habe versucht, Kommentare herunter zu schlucken. Falls der Inhalt konfus wirken sollte, liegt das daran, dass Gronbach, wie Jelle van der Meulen im Nachwort schreibt, eben weniger informativ schreiben, sondern Texte zu einem "Event" machen will. Und das mit missionarischem Eifer.
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Wenn in Uribistan die Kamele kotzen

Herrmann Finkelsteen geht im ansonsten satirischen Uribistan- Blog über den Lichtkrieger- Begriff ab, der von Andrew Cohen über Sebastian Gronbachs integralen Blog und die begleitenden Videos der Info3-Herbstakademie in die anthroposophische Diskussion eingebracht wurde. Das alles wird für Außenstehende schwer nachvollziehbar sein. Für Finkelsteen dagegen sind die Lichtkrieger- Assoziationen regelrecht unbekömmlich: "Bei solchen geistigen Ausflügen beginnen bei uns in Uribistan die Kamele an zu kotzen.". Warum? Weil diese "anthroposophischen Salonnationalisten" das als einen "einen Lichtkrieg und Michaelskampf" verbrämen, was in der realen Welt lediglich zu höchst konkretem Leid führt: Der Krieg ist für Finkelsteen eine höchst unpassende Metapher für geistige Eiertänze. Dabei führt uns eine einfache Google- Recherche sehr schnell zu den Quellen dieses Lichtkrieger- Mythos: Es sind -neben den Online- Computer- Spielern reihenweise New- Age- Seiten, die als Treffer landen. Andrew Cohens Esoterik lehnt sich neben dem Lamaismus stark an diese Quellen an. Dass derlei Begrifflichkeiten im anthroposophischen Kontext platziert werden sollen, kann man durchaus als neuerlichen New- Age- Zugriff auf die mürbe anthroposophische Gespächskultur verstehen. Das Niveau, das einen dabei erwartet, kann man sich durch Leseproben ja leicht selbst vermitteln. Nehmen wir mal eine heraus, die den Vorteil bietet, dass wir dabei -"von Erzengel Michael gechannelt durch Celia Fenn"- direkten Zugang zur Welt der Erzengel und deren Lichtarbeitern erlangen:

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"Liebste Lichtarbeiter, dies ist wahrhaft eine kraftvolle Zeit. Ihr seid in die abschließenden Phasen dieses Zyklus der Umwandlung und des Wechsels eingetreten und Ihr seid dabei, Euch vollkommen zu den "Meistern des Lichts" zu entfalten, die Ihr in Wahrheit seid. Ihr seid dabei, Euch selbst vollständig als die galaktischen und kosmischen Wesen wahrzunehmen, die Ihr seid, menschliche Engel, die das Privileg besitzen, auf den materiellen Ebenen des Lebens auf der Erde Erfahrungen zu machen und zu leben. Und was dies für ein Abenteuer des Lichtes ist! Wie wir im letzten Monat sagten, wenn sich Euer Bewusstsein dahingehend wandelt, dass Ihr Euch diesem neuen Eindruck dessen, wer Ihr seid, hingebt, dann werdet Ihr die Quantenschwelle überqueren und beginnen zu sehen, was real und wahr ist und was bloß eine Illusion ist.

Und nur Liebe ist real und wahr. Alle anderen Konflikte, Negativitäten und Aggressionen sind bloß Schatten und Illusionen, die gestaltet wurden, um Eure Aufmerksamkeit vom Fluss der Liebe abzulenken und sie an Verzweiflung, Angst und Furcht zu binden. Doch der aufgestiegene Planet Erde hat gewählt, nur noch bedingungslose Liebe auszudrücken, und wenn Ihr Eure eigenen inneren Schwingungen auf jene Liebe ausrichtet, dann werdet Ihr beginnen, die grundlegende Schönheit und Güte in dem großen Plan des Lebens auf der Erde zu erkennen. Und Ihr werdet es Euch selbst nicht länger erlauben, durch jene großen Meister der Illusionen manipuliert zu werden, die versuchen, Euch durch das Hervorbringen von Illusionen der Furcht und Angst zu kontrollieren.

Doch so viele Menschen sagen zu uns, "Ich fühle mich nicht wie ein Meister und ich fühle mich verirrt und verwirrt" (...)."

Das können wir gut verstehen. Liebe Lichtarbeiter, Lichtkrieger, auf Sendung befindlichen Erzengel und Salonanthroposophen: Wenn schon Blödsinn, dann doch lieber Monty Python.

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Leserbrief von Sebastian Gronbach

Lieber Michael,

du beschreibst - das scheint Deine Stärke zu sein - die Gefahren und Abirrungsmöglichkeiten.
Du beschreibst die luziferische Hybris und die ahrimanische SELBSTverachtung sehr schön und vergisst dabei vielleicht, dass es die Mitte gibt.
Ich versthe das nicht ganz, denn der utopische Impuls, der Drang sich durch die verschiedenen Ebenen des Bewusstseins zu entwickeln (von der heutigen BewusstseinseelenEbene zum Geistselbst z.B.) ist doch etwas Ur-Anthroposphisches.

Watzlawick beschreibt etwas als jemand, wenn ich so sagen darf, der nicht weiss, was die Christus-Sonne ist, der nichts von der Sonne als kosmischer Liebe weiss, der nicht sehen kann, was die erleuchteten Hirten und Königshäupter wahrgenommen haben.
Natürlich "Utopia" heisst "Nirgendwo", aber bitte, lieber Michael, dieses "Nirgendwo" übersetzt Du doch wohl nicht mit "Gibts nicht", oder??? Das wäre billig auf SPIEGEL-Nieveau.
"Nirgendwo" "Kein" Ort", das bedeutet doch in diesem Zusammenhang "das Eine ohne ein Zweites", das Gottes-Bewusstsein, die Stille, das absolute Sein, aus dem wir als Monisten schöpfen, dessen Teilhaber wir (zum Beispiel durch das Denken PdF) werden können.
Mit Watzlawick, so amüsant und berechtigt er auch ist, bis Du einfach nicht auf der Höhe der Zeit, wenn Du das Thema "Utopie" spirituell denken willst.
Ich empfehle Dir die neue Ausgabe von WIE - mit einem Schwerpunkt zum Thema Utopie.
Ganz im Ernst - ich denke Du wirst da finden, die auch auf die von Dir skizierten Fehler eingehen - aber eben auch darüber hinaus.

http://www.wie.org/DE

Herzlich
Sebastian
Sebastian Gronbach
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cubic2

Lieber Sebastian,

wolltest Du am Ende ein wenig spammen? Keine Sorge, die meisten Leser und auch ich kennen durchaus Website und Zeitschrift von Cohen. Letztere erscheint am hiesigen Bahnhof am selben Tag wie Info3, die stehen dann wie Schwesterchen und Brüderchen einträchtig im Regal nebeneinander in der Esoterikabteilung und wurden beide in diesem Monat überhaupt nicht gekauft. Ich kam bei WIE bis Seite 3, da bist Du gleich mit einem umfangreichen Leserbrief vertreten. So weit zum Thema Spam.

Was
Watzlawick betrifft, so sehe ich ihn gar nicht als veraltet oder überlebt an, im Gegenteil. Er schildert unser aller Überforderung inmitten der von uns geschaffenen Utopien. Es ist ja zutiefst menschlich, sich selbst und Andere mit (vielleicht nicht einmal bewusst gewordenen) Erwartungen zu überfordern. Der grobe Keil mit Luzifer-Ahriman-Gewicht trifft die Vielfalt der Erscheinungen nicht. Es geht ja zunächst nur vielleicht darum, zu viel von einer Beziehung zu erwarten. Oder von uns selbst zu viel zu erwarten. Vielleicht tut gerade dies aber uns und unserer Beziehung auch zeitweise gut.
Es gibt sicherlich unsichtbare Nahtstellen, an denen diese alltäglichen Konstruktionen unserer Wirklichkeit einen Riss bekommen. Dann überlagert eine Utopie immer grössere Teile unseres Seins. Eventuell wird unser gesamtes Denken, Empfinden, Wahrnehmen von einem glühenden Ideal eingenommen. Nimm z.B. die RAF. Wenn die Schnur einmal zerrissen ist, kann es geschehen, dass jemand buchstäblich über Leichen geht. Man ist von dem Ideal von innen her komfortabel ausgestattet, da man der herkömmlichen Moral - auch der essentiellsten- nicht mehr unterliegt. Da liegt eine Art geistigen und sozialen Krebsgeschwürs vor.

Auf ganz andere Weise folgt die Hybris des Gurus dieser Linie. Er ist das Ideal, zu dem er sich selbst konstruiert hat (auch in seiner eigenen Wahrnehmung), und das kann er natürlich nur bleiben, wenn ihn nie jemand erreicht. Das meinte ich mit der
"Soziopathie" des Guruismus. Der Guru muss qua seiner Funktion einen Graben zu seinen Anhängern ziehen. Nur so lange dieser von niemandem überschritten ist, bleibt er autark. Die Adepten unterliegen der anderen Form von Utopie: Sie misstrauen sich selbst, trauen sich nichts zu (dafür muss ER sorgen), idealisieren ihren Guru aber um so mehr. Solche auf solch utopistischen Grundpfeilern aufgebaute Systeme sind ebenso wacklig und bedroht wie die Haltung des Terroristen kaum erschütterlich ist. Die Gurusysteme können schnell zu Paranoia umkippen, zu immer umfänglicheren Feindbildern mit gefährlichen Aktivitäten (z.B. Osho) oder Katastrophen wie bei Jones oder den Sonnentemplern.
Das sind keine Geschwüre, sondern Verkalkungen, Verhärtungen: Denn die Vielfalt möglicher Verhaltensformen ist auf das reduziert, was das Guru-Adept-Geflecht jeweils zulässt. Eine soziale Eindimensionalität.

Irgendwann begegnet die eigene persönliche Utopie vielleicht solchen "totalen" Systemen, und dann sieht man, ob das passt. Man dockt dann da an. Oder auch nicht.

"Utopia" vernebelt in meinen Augen immer die Sicht. "Etwas erreichen wollen" ist selbst im erlebten Monismus (so nenne ich jetzt mal das "reine Denken") alles andere als nützlich; es versperrt lediglich die Aufmerksamkeit auf die gegenwärtige Erfahrung, weil es
irgendwo hinwill. Dorthin will es immer. Dort ist Utopia. Insofern würde ich sagen: Gibts schon, wenn Du es dort hinstellst.
Herzlich
Michael
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Gronbachs Hüter der Schwelle

In einem Artilkel in seinem anthroposophisch- "integalen" Blog hat sich Sebastian Gronbach auch mit dem "Hüter", dem "Wächter (..) als Symbol und als Realität" der Sünde und des Ego, auseinander. Nahe liegend, dass er dieses innere Schwellenerlebnis mittels des Fotos aus einem Horrorfilm visualisiert:
hueter1

Ist allerdings nicht wahr. Ich habe mich über die Ferien hinweg meditativ mit dem Thema eingehend beschäftigt und habe den "Hüter" meines Ego ebenfalls visualisiert:

hueter

Furchtbar, nicht?
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Warum wir Gurus brauchen

guruguru2
Auf Wunsch von Felix Hau leicht überarbeitet.
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No Gurus

Auch Michael Mentzel gelingt es -hierin dem Ansatz von Rüdiger Sünner ähnlich-, in "Themen der Zeit", den Netnews aus der anthroposophischen Szene, einen bemerkenswert stillen, unpolemischen und persönlichen Kommentar zu der "Guru- Frage" zu verfassen:

mentzel

"Was ich nicht brauche, und das mag der tiefere Grund sein, warum ich bei Rudolf Steiner und der Anthroposophie gelandet bin und nicht in der katholischen Kirche, ist ein hierarchisches System, das mir meine "Erleuchtung" in Schritten verabreicht, die nicht von mir selbst bestimmt sind, sondern von einem Guru, einem "über-mir", einem Führer, der "weiß", was gut für mich ist und dessen Suppe ich auslöffeln muss, am besten mit geschlossenen Augen, damit ich den Tellerrand nicht sehe, über den ich eventuell hinaussehen könnte."
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Ken Wilbers Tragödie

wilber


Ken Wilber schildert in seinem Buch “Mut und Gnade” die wenige Jahre andauernde Ehe mit seiner Frau Treya. Sie haben sich beide in ihren Dreissigern - nach langen Perioden des Alleinelebens und kaum mehr in der Hoffnung, je einen Partner zu finden- kennen- und sehr schnell lieben gelernt. Ken ist ein bereits recht arrivierter Esoterik- Autor, sie hat eine lange Vergangenheit als Community- Girl in verschiedenen New- Age- Gemeinschaften. Sie kommt ursprünglich aus Findhorn*, auf der Suche nach Pan und den riesigen Möhren, um die die Feen tanzten.

Erster Teil..
Zweiter Teil..
* "Die Findhorn-Gemeinschaft wurde 1962 von Eileen und Peter Caddy und Dorothy McLean nahe dem Fischerdorf Findhorn im Nordosten Schottlands gegründet. Sie wurde zunächst bekannt durch ihre Arbeit mit Pflanzen und der Kommunikation mit der Natur. Im Laufe der Zeit hat sie sich zu einem Zentrum für spirituelle und ganzheitliche Erziehung entwickelt." Link
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Felix Haus Stellungnahme

Im "Blogland" der Zeitschrift Info3 nimmt Redakteur Felix Hau zu meinem (s. unten) Artikel über Andrew Cohen in einem "offenen Brief" Stellung. Die sektenartige Struktur von Cohens innerem Kreis bezeichnet er relativierend als "ziemlich monastisch". Außerdem täten sich die Opfer Cohens dies selber an. Anzuprangern sei lediglich mein niedriges Niveau einerseits und mein Berufen auf einen Aussteiger aus dem Cohen-System andererseits. Dagegen muss man sagen, dass die Angaben van der Braaks im Web von sehr vielen Seiten bestätigt werden. Wer möchte, kann solche Berichte gerade von ausgesprochenen Insidern zuhauf finden. Dass der Stil meines Artikels provokant war, möchte ich nicht bestreiten. Er sollte durchaus zu Stellungnahmen aufrufen. Währenddessen hat sich die Diskussion in den Blog von Nerone verlagert, aber auch in die offene Rudolf-Steiner-Mailliste. Sebastian Gronbach hat auf meine Bitten seinen Blog, in den in letzter Zeit viel einfloss, was ich als überwiegend von Cohen beeinflusst empfand, in der Hinsicht ergänzt, dass nun ein wenig klarer wird, dass dies nicht im Namen des Arbeitszentrums NRW verfasst wird. Indirekt nimmt er wahrscheinlich auch auf die Kritiken Bezug, wenn er schreibt: "Das Problem meiner Kritiker ist, dass ich es nicht für ihre Träume, sondern für meine tue. Tut mir leid, aber Ihr habt mich in der Waldorfschule gelehrt, treu zu den eigenen Träumen und zum eigenen Herzen zu sein. Jetzt verkörpere ich zwar Eure Haltung, aber meinen Traum." Aha.
Wir werden sehen, wie sich das entwickelt. Währenddessen läuft bei Info3 ein Werbebanner für Andrew Cohen.
cohenwerb
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Andre van der Braaks Stellungnahme

Dear Michael,
Thank you for sending me the link. I think it's a very good article! A
true dialogue with Andrew Cohen is not possible, I think, but those who
attempt to do so will find out soon enough. Just mentioning my book will
be enough to terminate any discussion ...

Thanks again for passing this on to me (and yes, I read German just
fine, but writing in English is a bit easier for me).

All the best,
André van der Braak
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Andrew Cohen- ein spiritueller "Soziopath"?

Sehr viel Schlimmeres konnte dem amerikanischen Guru wohl kaum passieren: Andre van der Braak, der elf Jahre Schüler Cohens gewesen war, stieg endgültig aus und schrieb ein Buch über diese Jahre. Damit war auf einmal die ganze Entwicklung Cohens sichtbar- und die Art der Entwicklung ist nicht gerade dazu angetan, Vertrauen zu schaffen.

cohenwerbung

Cohen, heute 52 Jahre alt, New Yorker, eloquent, hatte nach seinen Angaben mit 16 Jahren ein Erleuchtungserlebnis. Danach, in der Flower-Power-Zeit der 70er, reiste er in Sachen spiritueller Suche durch die Welt. In Indien fand er seinen Guru, den ziemlich unbekannten Harilal Poonja, der ihm nach drei Tagen eine donnernde Einweihung verpasste. Nach drei Wochen schob Poonja seinen Zögling ab, weil das „Werk nun vollendet“ sei, und Cohen war nun spiritueller Lehrer.

Weiter..
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