Humor
Ich hatte einen Traum..
10.Dez.2009 00:09 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Ich hatte einen Traum.. Ich wollte mich selbst
erkennen.. und ich erkannte mich.
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Eurythmie- Hirsch
06.Nov.2009 00:20 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Okay, diesen Eurythmie- Hirsch von mir gibt es schon jahrelang- er kursiert im Netz in einer Mini- Version und wird kontinuierlich seit Jahren herunter geladen. Er ist quasi ein geheimes Insider- Symbol der EGOISTEN selbst, eines der Dinge, die bei uns Dauerinteressenten finden.
Hier der Download des technisch-qualitativ hochwertigeren Bildes für die Fans..
Puschel
05.Nov.2009 20:39 Uhr Abgelegt in:Web &
Kultur
Vor Jahren habe ich einmal auf einem Waldorfbasar
in Trier seltsame Roben bewundert, die der
Werkstatt einer anthroposophischen Kleider-
Manufaktur entsprungen waren. Man wagt es nicht,
dafür den Begriff "Mode" zu verwenden. Denn
diesen schweren, lila- und bordeauxfarbenen
Gewändern entströmte der Geruch des 19.
Jahrhunderts. In Anthropotantenkreisen war so
etwas, wie man alten Fotos entnehmen kann, auch
noch am Anfang des 20. Jahrhunderts chic. Man
trug dazu schwere goldfarbene Broschen mit der
Form von Planetensiegeln und auf dem Kopf
gelegentlich eine Art Turbane. Ich bewunderte so
ein Ding in Trier, das in dunkelstem Lila
gehalten war, dazu eine Art - farblich
abgesetzter- Schal, der vorne genau dort, wo man
den Schambereich vermuten könnte (wenn es einen
gäbe) in einem wollenen Puschel zusammen geführt
wurde. Das gab dem Ganzen unfreiwillig eine
bizarr erotische Note, machte aber auch klar,
dass Modemachern wie Trägerinnen jede
Selbstironie fremd war.
Die Damen und Herren, die Auren und Ätherleiber via Kleidung visualisieren möchten (aus welchen Gründen auch immer), gibt es erstaunlicherweise noch immer. Sie hatten, wie die Nachrichtenagentur NNA berichtet, gerade ihre Tagung in Dornach: "Kulturtagung am Goetheanum machte Zusammenhänge zwischen dem Ich und seinen Hüllen deutlich". Der Text von Wolfgang G. Voegele hat etwas von Realsatire, ist aber sicherlich so nicht gemeint. Was aber genau meint er, wenn er tiefschürfend schreibt "Die Veranstaltung machte deutlich, wie sich in der Bekleidung menschliches Bewusstsein spiegelt oder gegebenenfalls auch verhüllt"? Verhüllte Körper kennen wir, mehr oder weniger, aber verhülltes Bewusstsein? Klingt wie eine Art Drogenwirkung.
Dann aber geht es im Text gleich ans Eingemachte, nämlich um Ost und West und um (in diesen anthroposophischen Augen) hüllenlose "Ich Kerne": "Anthroposophie versöhne die gegensätzlichen Auffassungen: im Osten Geist als Widersacher der (sinnlichen, materieverhafteten) Seele; im Westen ein materialistisches Menschenbild, das keinen Ich-Kern mehr, nur noch Hüllen kenne.". Oh, wie furchtbar. Gut, dass wir Dornach haben, wo die Ich-Kerne nur so ins Kraut schiessen. Ersaunlicherweise wird in der Folge anscheinend ein Loblied auf Tattoos gesungen, zumindest wenn man zufällig ein Angehöriger eines "Naturvolkes" ist: "Die Bekleidungskunst habe zu allen Zeiten versucht, die naturgegebenen übersinnlichen Hüllen fantasievoll abzubilden oder neu zu gestalten. Körperbemalung und Tätowierung der Naturvölker machten die visionären Klänge und Muster der menschlichen Aura sichtbar."
Dornacher schätzen solche Körperbemalungen eher weniger, sondern setzen mehr auf die Aura- ähnlichen Roben mit Wollpuschel: "Ausgehend von Steiners Annahme, dass das aurische Farbenerleben in Zukunft wieder möglich sein werde, prognostizierte Speckner eine zunehmende Individualisierung der Mode und Bekleidungskunst: „Je mehr unter den Menschen das aurische Farbensehen wieder Platz greift, umso mehr werden schreiende Gegensätze zwischen der Aura eines Menschen und seiner Kleidung wieder wahrnehmbar. Geschmackvolle Menschen werden sich aus wohlverstandenem Eigeninteresse davor hüten, deplatzierte Missverhältnisse in ihrer Hülle zu zeigen (…) Während die Pariser Modeßene jedes Jahr der Welt ihre Vorstellungen eines einheitlichen „Look“ diktiert, werden die aurischen Unterschiede, die ja zu den physischen noch hinzukommen, ein starker Anreiz zu individueller Bekleidungskunst sein“, so Speckner."
Anscheinend hat sich die "Bühnenkostümabteilung des Goetheanum" während dieser Vorträge auf der Bühne als Model verdingt und historische und hypermoderne Kleidungsstücke für Aura- Sehende dargeboten: " vier Personen - zwei Paare- ließen sich mit ägyptischen beziehungsweise griechischen Gewändern bekleiden, die ausnahmslos nach historisch gesicherten Vorbildern angefertigt waren. Dadurch konnte die Entstehung der einzelnen Faltenwürfe, aber auch die in diesen Gewändern mögliche Beweglichkeit nachvollzogen werden. Eine selten zu sehende Demonstration, die mit viel Beifall bedacht wurde." Das glauben wir unbesehen. Es muss sehr komisch gewesen sein. Auf mich wirkt die Schilderung eher wie ein DDR- Parteitag unter Einwirkung halluzinogener Substanzen.
Die Damen und Herren, die Auren und Ätherleiber via Kleidung visualisieren möchten (aus welchen Gründen auch immer), gibt es erstaunlicherweise noch immer. Sie hatten, wie die Nachrichtenagentur NNA berichtet, gerade ihre Tagung in Dornach: "Kulturtagung am Goetheanum machte Zusammenhänge zwischen dem Ich und seinen Hüllen deutlich". Der Text von Wolfgang G. Voegele hat etwas von Realsatire, ist aber sicherlich so nicht gemeint. Was aber genau meint er, wenn er tiefschürfend schreibt "Die Veranstaltung machte deutlich, wie sich in der Bekleidung menschliches Bewusstsein spiegelt oder gegebenenfalls auch verhüllt"? Verhüllte Körper kennen wir, mehr oder weniger, aber verhülltes Bewusstsein? Klingt wie eine Art Drogenwirkung.
Dann aber geht es im Text gleich ans Eingemachte, nämlich um Ost und West und um (in diesen anthroposophischen Augen) hüllenlose "Ich Kerne": "Anthroposophie versöhne die gegensätzlichen Auffassungen: im Osten Geist als Widersacher der (sinnlichen, materieverhafteten) Seele; im Westen ein materialistisches Menschenbild, das keinen Ich-Kern mehr, nur noch Hüllen kenne.". Oh, wie furchtbar. Gut, dass wir Dornach haben, wo die Ich-Kerne nur so ins Kraut schiessen. Ersaunlicherweise wird in der Folge anscheinend ein Loblied auf Tattoos gesungen, zumindest wenn man zufällig ein Angehöriger eines "Naturvolkes" ist: "Die Bekleidungskunst habe zu allen Zeiten versucht, die naturgegebenen übersinnlichen Hüllen fantasievoll abzubilden oder neu zu gestalten. Körperbemalung und Tätowierung der Naturvölker machten die visionären Klänge und Muster der menschlichen Aura sichtbar."
Dornacher schätzen solche Körperbemalungen eher weniger, sondern setzen mehr auf die Aura- ähnlichen Roben mit Wollpuschel: "Ausgehend von Steiners Annahme, dass das aurische Farbenerleben in Zukunft wieder möglich sein werde, prognostizierte Speckner eine zunehmende Individualisierung der Mode und Bekleidungskunst: „Je mehr unter den Menschen das aurische Farbensehen wieder Platz greift, umso mehr werden schreiende Gegensätze zwischen der Aura eines Menschen und seiner Kleidung wieder wahrnehmbar. Geschmackvolle Menschen werden sich aus wohlverstandenem Eigeninteresse davor hüten, deplatzierte Missverhältnisse in ihrer Hülle zu zeigen (…) Während die Pariser Modeßene jedes Jahr der Welt ihre Vorstellungen eines einheitlichen „Look“ diktiert, werden die aurischen Unterschiede, die ja zu den physischen noch hinzukommen, ein starker Anreiz zu individueller Bekleidungskunst sein“, so Speckner."
Anscheinend hat sich die "Bühnenkostümabteilung des Goetheanum" während dieser Vorträge auf der Bühne als Model verdingt und historische und hypermoderne Kleidungsstücke für Aura- Sehende dargeboten: " vier Personen - zwei Paare- ließen sich mit ägyptischen beziehungsweise griechischen Gewändern bekleiden, die ausnahmslos nach historisch gesicherten Vorbildern angefertigt waren. Dadurch konnte die Entstehung der einzelnen Faltenwürfe, aber auch die in diesen Gewändern mögliche Beweglichkeit nachvollzogen werden. Eine selten zu sehende Demonstration, die mit viel Beifall bedacht wurde." Das glauben wir unbesehen. Es muss sehr komisch gewesen sein. Auf mich wirkt die Schilderung eher wie ein DDR- Parteitag unter Einwirkung halluzinogener Substanzen.
Der anthroposophische Salon
23.Okt.2009 18:56 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Waldo war ein Holländer im künstlerischen Exil, ein gross gewachsener Mann, der mit diesem charmanten Akzent mit allen und jedem redete, immer an einem Projekt dran war und allerlei bewegte. Ich habe immer diese Männer bewundert, die so leicht und direkt mit jedem umgehen können, dass man schon nach wenigen Minuten meinte, mit ihm werweisswie vertraut zu sein. Wir waren in einem Hinterhof an der Stadtgrenze, wo es allmählich ins Bergische Land übergeht Nachbarn. Hier wohnten viele Künstler, aber auch junge Leute und Ältere, die ein gewisses Problem hatten, denn die Psychiatrie war nicht fern. Auf unserem Flur in diesem uralten Haus z.B. lebte eine Dame, die nachts mit einer Kerze, mit Nachthemd und schlohweissen Haaren durch die Gänge schlich. Ihr stiller Ehemann, der auch schon weit über 70 war, fing sie immer wieder ein, bevor sie etwas anstellte, wirre Reden hielt oder gar davon lief. Waldo lebte mit seiner Waldorffamilie in einer riesigen Wohnung unten im Hof- ein offenes Haus, Kinder, Kunst und immer Gäste. Sehr viel später wuchsen ihm die Probleme mit Familie und Freundinnen über den Kopf und er floh nach Amsterdam, um ganz neu anzufangen. Er hinterließ, vermute ich, eine ganze Reihe trauernder Frauen in dieser Stadt. Wenn man ihn kannte, wenn man sah, wie er leichthändig und freundlich, aber auch mit sicherer Hand eine Art Lebensstil um sich verbreitete, konnte man die Frauen verstehen.
Dienstags trafen wir uns im Laden, um "Die Geheimwissenschaft im Umriss" zu lesen: Beuysschüler, Anthroposophinnen, angehende Jungpolitiker bei den Grünen und Niemande wie ich. Es artete regelmäßig in regelrechte Streitgespräche aus, aber wenn es zu arg wurde, gab Waldo heiter eine neue Runde Tee aus, man schluckte, man lachte, man beruhigte sich. Niemand hier gehörte zu den etablierten Kreisen, aber man biss sich gern an diesen Steinertexten die Zähne aus. Selbst wenn der Text verrückt erschien, war er doch anregend und vermittelte etwas wie eine andere Sicht auf die Welt, die den Geist reinigen konnte, weil er die Perspektiven verschob.
Einer, der sich besonders aufregte und die ganze Zeit über Steiners Unsinn schimpfte ("ein Leib ist ein Leib, zu allen Zeiten und in allen Umständen"), verschwand für eine ganze Weile. Er hatte im Haus seiner Eltern in deren Abwesenheit die Decke durchbrochen und durch das Loch einen Felsen befestigt, der nun, vom Dachfirst baumelnd, im Wohnzimmer schwebte. Seine Eltern hatten für solche Aktionen wenig Verständnis und benachrichtigten den Notarzt.
Aber ansonsten pflegten wir unseren wöchentlichen Salon mit Tee, durchforsteten etwa zwei Jahre lang Steiners Werke. Zwischendurch besprachen wir Politisches und begutachteten neue Arbeiten der anwesenden Künstler. Die Belegschaft wechselte, aber der unverwechselbare Stil von Waldo blieb, diese Mischung von Offenheit, Neugier und wachsamer, freundlicher Präsenz, die Räume eröffnete.
Als er ging, zerstoben die Leute mit ihm. Wahrscheinlich war es für mich eine Zeit, in der ich bei ihm in die Lehre ging. Das Raum- Schaffen ist eine Kunst, die man eben nicht an jeder Ecke lernen kann.
Merkmeier
17.Sep.2009 22:08 Uhr Abgelegt in:Gesellschaft
Immer wenn ich Angela Merkels Slogan "Wir haben die Kraft", lese - auch bei Facebook- frage ich mich unwillkürlich "Mag sein. Aber auf wessen Kosten?"
Anthroposophische Säulenheilige revisited
04.Aug.2009 21:26 Uhr Abgelegt in:Egoisten
intern
Ich ergehe mich gerade in Nostalgie und lese
einige alte Spitzen & Glossen von mir selbst.
Das passt zu beschaulichen warmen Sommerabenden.
Ich würde die Dinge wohl heute „anders
formulieren“. Vielleicht merkt man daran, dass
man älter wird.
„Viele der wirklich harten Fälle zementieren ihren Katechismus durch konsequenten Ausschluss jeder Informationsquellen - seien es Zeitungen, Fernsehen oder Bücher mit zeitgenössischem Bezug. Ihr Umgang schränkt sich auf die wenigen verbliebenen Rechtgläubigen ein und nimmt häufig immer skurrilere Züge an. Lebenspartner suchen das Weite und die eigenen Kinder sind mit der ersten Gelegenheit auf und davon. Ich kenne Fälle, in denen der Betreffende immer weiter vereinsamte, sich mit einem abenteuerlichen alchemistischen Labor forschend zurückzog und als radikaler Homöopath von den Zahlungen weniger Kunden in Armut mehr vegetierte als lebte. Ich kann nicht beurteilen, ob er irgendeine Art von Glück darin fand. Er wirkte auf mich vollkommen verbissen. Ab und zu besuchte er den örtlichen anthroposophischen Zweig und beschimpfte die bedauernswerten anwesenden älteren Damen lauthals. Er war der Ansicht, sie hätten den anthroposophischen Geist verraten und mit Füssen getreten.
So ähnlich müssen Säulenheilige gewesen sein. Auch bei ihnen wusste man nie genau, ob sie eine göttliche Vision gehabt hatten, professioneller Hilfe bedurften oder beides zusammen. Katharer, Heilige oder Verrückte - wer will das entscheiden ?“
Zum ganzen Text..
„Viele der wirklich harten Fälle zementieren ihren Katechismus durch konsequenten Ausschluss jeder Informationsquellen - seien es Zeitungen, Fernsehen oder Bücher mit zeitgenössischem Bezug. Ihr Umgang schränkt sich auf die wenigen verbliebenen Rechtgläubigen ein und nimmt häufig immer skurrilere Züge an. Lebenspartner suchen das Weite und die eigenen Kinder sind mit der ersten Gelegenheit auf und davon. Ich kenne Fälle, in denen der Betreffende immer weiter vereinsamte, sich mit einem abenteuerlichen alchemistischen Labor forschend zurückzog und als radikaler Homöopath von den Zahlungen weniger Kunden in Armut mehr vegetierte als lebte. Ich kann nicht beurteilen, ob er irgendeine Art von Glück darin fand. Er wirkte auf mich vollkommen verbissen. Ab und zu besuchte er den örtlichen anthroposophischen Zweig und beschimpfte die bedauernswerten anwesenden älteren Damen lauthals. Er war der Ansicht, sie hätten den anthroposophischen Geist verraten und mit Füssen getreten.
So ähnlich müssen Säulenheilige gewesen sein. Auch bei ihnen wusste man nie genau, ob sie eine göttliche Vision gehabt hatten, professioneller Hilfe bedurften oder beides zusammen. Katharer, Heilige oder Verrückte - wer will das entscheiden ?“
Zum ganzen Text..
Mein iPhone und sein Dämon
Nun ja, zu Rudolf Steiners Zeiten beeindruckte
Technik vor allem durch Grösse, Schnelligkeit und
reine Effizienz am industriellen Arbeitsplatz. In
einer sehr fernen Zukunft, meint Steiner, werden
wir noch auf ganz andere Weise für diese Technik
zu zahlen haben: Sie wird sich, „lebendig“
geworden, gegen uns wenden:
„Schaut Euch die riesenhaften Maschinen an, welche die menschliche Technik heute mit allem Scharfsinn konstruiert! In ihnen schafft sich der Mensch die Dämonen, die in Zukunft gegen ihn wüten werden. Alles, was der Mensch heute an technischen Apparaten und Maschinen sich erbaut, wird in Zukunft Leben gewinnen und sich dem Menschen in furchtbarer Weise feindlich entgegenstellen.“
„Riesenhaft“ ist mein iPhone nicht gerade, wenn man es für sich betrachtet. Es ist ein etwas fettes und schweres Handy mit zahlreichen Organizer- Funktionen. Es ermöglicht mir, Termine, Adressen, Fotos, Musik, Lieblingsfilme, Dokumente, Navigation, Wecker und was noch zu meinem Alltag gehören mag, mit mir herum zu tragen. „Riesenhaft“ ist es dennoch aus zwei Gründen. Zunächst ist es durch „Apps“ (Mini- Applikationen) auf denkbar leichte Weise zu erweitern. Es gibt Zehntausende davon. Praktisch ist z.B. eine App wie AroundMe, die sofort und überall Apotheken, Parkplätze, Restaurants usw. um mich herum anzeigt und mich auf einer Karte auch hinführt. Das iPhone ist eine wunderbare Allrounder- Maschine, die auf denkbar kleinstem Raum ziemlich beliebig erweiterbar ist.
„Riesenhaft“ ist das iPhone aber auch deshalb, da es ja Teil des globalen Netzwerks ist und überall Zugang zu Emails und Internet hat. Es ist insofern nur eines von Millionen Endgeräten, die an diesem Netzwerk partizipieren. Die Maschine, der Apparat ist eigentlich nicht das iPhone, sondern das Netz zwischen den Geräten- seien es Computer, Handys, Navigationsgeräte oder eben ein Zwitter wie das iPhone.
Die Apparate, von denen Rudolf Steiner sprach, waren Dinosaurier der Mechanik. Was wir heute vor uns haben, ist eine Art weltweites neuronales Netzwerk, eine mechanisierte, dynamische, globalisierte Intelligenz. Natürlich hat mein iPhone z.B. auch einen direkten Zugang zu Wikipedia. Es hat Zugriff auf das wachsende lexikalische Wissen. Der kleine Dämon in meiner Hand hat eben einen mächtigen Schatten.
Im Gegensatz zu Steiners Vorstellung von Technik als etwas, was nur „nach dem Nutzen“ entwickelt wird und keinesfalls danach, ob „etwas schön und edel“ ist, erscheint mir das iPhone als das alles zugleich. Es ist sicherlich auch ein schönes und edles Gerät. Das Bedürfnis, am wachsenden globalen „Mind“, einer technischen Weltmaschine teilzuhaben, aber auch selbst aktiv daran mitzuwirken, wird durch dieses angenehme und praktische Gerät eben auch auf ästhetische Art befriedigt. Heute entzünden sich rationale Zweifel an dieser Technik an konkreten Fragen danach, ob und wie weit man dann auch überall zu orten ist und in wie weit man seine persönliche Daten, die man mit sich herum trägt, denn auch noch schützen kann. Es gibt auch noch einige Zweifel, was man alles, wenn man die Dinge technisch löst, selbst verlernt. Meine Generation ist z.B. noch mit Karten aufgewachsen. Meine Generation hat sich in Bezug auf die Orientierung Vorstellungen gebildet. Wer nur diese winzigen Ausschnitte auf einem iPhone-Display und die verbalen Anweisungen der Navigationssysteme kennt („Halten Sie sich rechts“), entwickelt solche Orientierung natürlich nicht mehr. Die entsprechenden Hirnareale werden faktisch arbeitslos. Wie abhängig wollen wir uns machen?
„Schaut Euch die riesenhaften Maschinen an, welche die menschliche Technik heute mit allem Scharfsinn konstruiert! In ihnen schafft sich der Mensch die Dämonen, die in Zukunft gegen ihn wüten werden. Alles, was der Mensch heute an technischen Apparaten und Maschinen sich erbaut, wird in Zukunft Leben gewinnen und sich dem Menschen in furchtbarer Weise feindlich entgegenstellen.“
„Riesenhaft“ ist mein iPhone nicht gerade, wenn man es für sich betrachtet. Es ist ein etwas fettes und schweres Handy mit zahlreichen Organizer- Funktionen. Es ermöglicht mir, Termine, Adressen, Fotos, Musik, Lieblingsfilme, Dokumente, Navigation, Wecker und was noch zu meinem Alltag gehören mag, mit mir herum zu tragen. „Riesenhaft“ ist es dennoch aus zwei Gründen. Zunächst ist es durch „Apps“ (Mini- Applikationen) auf denkbar leichte Weise zu erweitern. Es gibt Zehntausende davon. Praktisch ist z.B. eine App wie AroundMe, die sofort und überall Apotheken, Parkplätze, Restaurants usw. um mich herum anzeigt und mich auf einer Karte auch hinführt. Das iPhone ist eine wunderbare Allrounder- Maschine, die auf denkbar kleinstem Raum ziemlich beliebig erweiterbar ist.
„Riesenhaft“ ist das iPhone aber auch deshalb, da es ja Teil des globalen Netzwerks ist und überall Zugang zu Emails und Internet hat. Es ist insofern nur eines von Millionen Endgeräten, die an diesem Netzwerk partizipieren. Die Maschine, der Apparat ist eigentlich nicht das iPhone, sondern das Netz zwischen den Geräten- seien es Computer, Handys, Navigationsgeräte oder eben ein Zwitter wie das iPhone.
Die Apparate, von denen Rudolf Steiner sprach, waren Dinosaurier der Mechanik. Was wir heute vor uns haben, ist eine Art weltweites neuronales Netzwerk, eine mechanisierte, dynamische, globalisierte Intelligenz. Natürlich hat mein iPhone z.B. auch einen direkten Zugang zu Wikipedia. Es hat Zugriff auf das wachsende lexikalische Wissen. Der kleine Dämon in meiner Hand hat eben einen mächtigen Schatten.
Im Gegensatz zu Steiners Vorstellung von Technik als etwas, was nur „nach dem Nutzen“ entwickelt wird und keinesfalls danach, ob „etwas schön und edel“ ist, erscheint mir das iPhone als das alles zugleich. Es ist sicherlich auch ein schönes und edles Gerät. Das Bedürfnis, am wachsenden globalen „Mind“, einer technischen Weltmaschine teilzuhaben, aber auch selbst aktiv daran mitzuwirken, wird durch dieses angenehme und praktische Gerät eben auch auf ästhetische Art befriedigt. Heute entzünden sich rationale Zweifel an dieser Technik an konkreten Fragen danach, ob und wie weit man dann auch überall zu orten ist und in wie weit man seine persönliche Daten, die man mit sich herum trägt, denn auch noch schützen kann. Es gibt auch noch einige Zweifel, was man alles, wenn man die Dinge technisch löst, selbst verlernt. Meine Generation ist z.B. noch mit Karten aufgewachsen. Meine Generation hat sich in Bezug auf die Orientierung Vorstellungen gebildet. Wer nur diese winzigen Ausschnitte auf einem iPhone-Display und die verbalen Anweisungen der Navigationssysteme kennt („Halten Sie sich rechts“), entwickelt solche Orientierung natürlich nicht mehr. Die entsprechenden Hirnareale werden faktisch arbeitslos. Wie abhängig wollen wir uns machen?
Cornelius am Goetheanum
03.Jun.2009 23:18 Uhr
Ich meine, das Goetheanum ist wirklich schön. Ich
habe letzten Samstag zum ersten Mal den neuen
Saal besichtigt (hab mich unter die
Pfingsttagungsteilnehmer gemischt während der
Pause ;-). War wirklich ein ungeplanter reiner
Zufall.
Das Model kannte ich schon. Aber, dass er (der Saal) so popig würde, habe ich erwartet. Jetzt könnte das Ganze doch auch mal von aussen angegangen werden. Da ist es so ein grauer Klotz! Ich wäre gespannt, was für Farbgebungen und Grafiti da vorgeschlagen würden.
Also ich finde, dass die AG sehr modern und avantgardistisch ist, auch wenn "es" nicht immer dort stattfindet wo "man" es haben möchte. Es gibt immer noch Leute, die wünschen sich, und welche die glauben, dass es eine "Basis" gibt namens AG, lockalisiert im "Goetheanum" in Dornach CH auf diesem Hügel.
Ich hab mir übrigens ein Sticker von der "Aktion Eliant" von der Pfingsttagung als Souvenir mitgenommen.
Herzlich Cornelius
Das Model kannte ich schon. Aber, dass er (der Saal) so popig würde, habe ich erwartet. Jetzt könnte das Ganze doch auch mal von aussen angegangen werden. Da ist es so ein grauer Klotz! Ich wäre gespannt, was für Farbgebungen und Grafiti da vorgeschlagen würden.
Also ich finde, dass die AG sehr modern und avantgardistisch ist, auch wenn "es" nicht immer dort stattfindet wo "man" es haben möchte. Es gibt immer noch Leute, die wünschen sich, und welche die glauben, dass es eine "Basis" gibt namens AG, lockalisiert im "Goetheanum" in Dornach CH auf diesem Hügel.
Ich hab mir übrigens ein Sticker von der "Aktion Eliant" von der Pfingsttagung als Souvenir mitgenommen.
Herzlich Cornelius
Die Andreas-Lichte-Dia-Show
17.Mai.2009 00:06 Uhr
Er nahm sofort Kontakt auf zur Geistigen Welt..
07.Mrz.2009 19:58 Uhr Abgelegt in:Fotografie
& Grafik
Sex & Verstand. Eine goetheanistisch- phänomenologische Abhandlung
04.Feb.2009 20:56 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Nicht selten stellen sich beim Studium der Vorträge Rudolf Steiners bohrende Fragen. Wie etwa ist das genaue Verhältnis von Sex und Verstand zu verstehen, wenn er über das Wirken der Venuskräfte artikuliert:
„Die Form des Geschlechtlichen rührt von den Geistern der Form her. (Das wollen wir so genau gar nicht wissen)
Aber damit ist nicht auch schon der Zug der beiden Geschlechter für einander, die Neigung derselben zu einander gegeben. Diese kommt davon, dass sich in dem Leben der beiden Geschlechter besondere Wesenheiten verkörpern, welche von einem fremden Schauplatze herabsteigen: von der Venus. (Eine gute Erklärung für mancherlei überaus befremdliche menschliche Beziehungskisten)
Durch sie wird jetzt die Liebe in ihrer untergeordnetsten Form, als Neigung der Geschlechter, der Erde einverleibt. Diese Liebe ist dazu berufen, sich immer mehr zu veredeln, und später die höchsten Formen anzunehmen. (Aber das hat, Gottseidank, ja noch etwas Zeit)
So wie nun die Venuswesen das Element der getrennten Geschlechter abgeben, so bewirken sie andrerseits auch, daß der Verstand fruchtbar werden kann. Er erhält die Hälfte der an der Geschlechtskraft ersparten Produktionsfähigkeit.“ (Rudolf Steiner, Gesamtausgabe 262, Seite 83f)
(Nun stellt sich uns die bohrende Frage, wie sich das 50:50- Verhältnis von Sex und Verstand genau verteilt. Ist es möglich, dass es eine gewisse zeitliche Staffelung im dem Sinne gibt, dass am Anfang eher 100% auf Sex entfallen, und der Verstand quasi später nachrückt? Auch das würde uns manche spezifische Beziehungsprobleme phänomenologisch erklären.)
Ein Blick in den Sternenhimmel zeigt uns nun deutlich - dafür muss man nicht astrologisch geschult sein - dass die ohnehin verheerende Wirkung der Venuskräfte von stellaren Begleitern wie dem zunehmenden Mond noch verstärkt werden. Was genau ist die Aufgabe des Mondes dabei?
Rudolf Steiner erklärt uns: „Das Phantasieleben des Menschen hat außerordentlich viel zu tun mit den Mondphasen. Und wer einen Kalender führen würde über das Auf- und Abfluten seines Phantasielebens, der würde eben bemerken, wieviel das zu tun hat mit dem Gang der Mondphasen. Das aber, daß auf gewisse untergeordnete Organe das Mondenleben, das lunarische Leben einen Einfluß hat, das muß eben an der Erscheinung des Nachtwandelns studiert werden.“ (Gesamtausgabe 323, Seite 51f)
(Bei einer himmlischen Konstellation von Mond und Venus könnte es also geschehen, dass man bei ausgesetztem Verstand, unter dem Einfluss hemmungsloser außerirdischer Kräfte, schlafwandlerisch, sich die ganze Angelegenheit fantasievoll schönredend, in die nächstbeste Venusfalle tappt, ohne dass man es genau bemerkt. Das soll schon öfter vorgekommen sein.
Gibt es etwas wie einen Schutz gegen solche biografischen Katastrophen? Nicht wirklich. Man kann vielleicht etwas vorbeugen, indem man täglich ein kostenloses Programm wie Stellarium (Windows, Linux, Mac) konsultiert. Dadurch vorgewarnt, kann man sich drei oder vier Tage im Schlafzimmer einschliessen und den Schlüssel wegwerfen. Nur für den Fall natürlich, dass man den temporären Verlust des Verstandes tatsächlich vermeiden möchte!)
(Screenshot aus dem Programm Stellarium, Ende Januar 2009)
Michaelas neues Schwarzbuch
13.Nov.2008 23:55 Uhr Abgelegt in:Comix
Dank für die Übersetzung an Tom Mellett:
„Michaela's Black Book
My “Black Book” on Rudolf Steiner is all about the secret streams within anthroposophy. My research provides a very accurate depiction of Steiner which I’ve crammed into this book and what has emerged is already dealing a blow against the safe haven of democracy. Steiner practically prophecied the Second World War and was not ill disposed to the cold war. His statements about radioactivity were not only harbingers for people like Wernher von Braun and Siemens; but also, in due course, for the terrorists of September 11.“
Slapstick
07.Nov.2008 21:45 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Dass nun ausgerechnet das Enfant terrible der Anthroszene Felix Hau (siehe Mermaid-Comic: „Shut up!“) zum Mittelpunkt einer absurden Kampagne wird, Waldorfschulen als Hort des Kindesmissbrauchs zu denunzieren, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Felix steht in dieser Situation als Repräsentant einer Bewegung da, zu deren kritischsten Kommentatoren er sich stets gezählt hat.
Bei uns hat die ganze Debatte im Zeichen des Schwans gestanden. Auch das hat etwas von Slapstick, denn es ging in dem zitierten Beitrag doch darum, „aus den Wesen ihre Eigenart sprechen“ zu hören und zu vernehmen. Das ist nun einigermaßen in die Hose gegangen. Ging es doch eher um anonyme Denunziation als um irgend eine Form von Dialogbereitschaft.
Leider führt der aufgewirbelte Schmutz nicht nur in eine unangenehme Richtung, sondern auch über eine Grenze, hinter der man die Anwälte gern Stellung beziehen sieht. Zu derlei Unternehmungen möchten sich die Egoisten nicht gerne als Spielwiese hergeben. Daher sind die Kommentare nun vorerst von mir geprüft, bevor sie erscheinen. Es gab Kommentare, die derartig unterirdisch waren, dass ich mich nach deutschem Recht auch als blosser Betreiber der Kommentarfunktion strafbar machen würde. Das wissen auch einige dieser anonymen Wortproduzenten. Man muss inzwischen als Betreiber eines anthroposophischen Blogs damit rechnen, dass Leute auf irgend eine mögliche Weise nichts als schaden wollen.
Der Flügelschlag des Schwans bewegt ein paar Wellen.
Mermaid Cartoon
06.Nov.2008 23:04 Uhr Abgelegt in:Comix
It is not given to everyone (“you are not yet ready “) to comprehend the breath-taking imaginative universe of a Sebastian Gronbach. At least not right away. Therefore, in order that you, dear readers, will not be forced any more than necessary for this purpose to divest yourselves of your Egos, we here at Egoisten now jump into the breach and elucidate in simple imagery what Mr. Gronbach has to say, e.g. about mermaids.
Thanks for translation, Tom!
Die Reinkarnationen des Grafen von St. Germain
04.Okt.2008 01:14 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Der Graf von Saint Germain
war wohl einer der großen Eingeweihten.
Anthroposophisch gäbe es zu dem Thema eine
Menge zu sagen. Der etwas obskure
Schriftsteller Peter Krassa hat eine Mini- Biografie verfasst.
Ich selbst- kritisch fußend auf
einem Buch von Krassa, ebenfalls.
Manche halten St. Germain
ernsthaft für einen Zeitreisenden. Der „Alte
Orden der Rosenkreuzer“ hält St. Germain für
einen „Strahlleiter“: „Man sagt Saint
Germain vieles nach, beispielsweise halten
ihn Esoteriker für einen aufgestiegenen
Meister des Shambala, der den siebenten
Strahl leitet, welcher als der violette
Strahl bezeichnet wird. Dieser Strahl wird
als der Leitstrahl für initiatorische
Ritualorden und Politik angesehen.“, wendet
sich gegen die heute zahlreichen vertretenen
Channeler, die somnambul einiges von St.
Germain verkündet haben wollen. Wir haben St
Germain exklusiv in Berlin
getroffen, und er ist mit uns durch die
Nacht gezogen.
Technisch gesehen haben wir das Gesicht St. Germains aus einer zeitgenössischen Zeichnung ausgeschnitten und auf die Körper zeitgenössischer Nachtschwärmer geklebt. Viel Spass!
Technisch gesehen haben wir das Gesicht St. Germains aus einer zeitgenössischen Zeichnung ausgeschnitten und auf die Körper zeitgenössischer Nachtschwärmer geklebt. Viel Spass!
Dodo von Plato spricht zum Volk
17.Mrz.2008 21:32 Uhr Abgelegt in:Comix