Sonnenberg
Regina Reinsperger: "Ralf Sonnenberg (Hrsg.): Anthroposophie und Judentum"
02.Dez.2009 22:19 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Sonnenberg, geb. 1968, war von 2001 bis 2007 Mitglied der Redaktion der anthroposophischen Kulturzeitschrift „Die Drei“. Er ist studierter Historiker und Religionswissenschaftler und lebt heute in Berlin. Seine Kompetenz in dem schwierigen und heiklen Thema hat er bereits mit einem Beitrag in dem führenden deutschsprachigen Publikationsorgan des Zentrums für Antisemitismusforschung bewiesen. Im „Jahrbuch für Antisemitismusforschung“ das von Professor Wolfgang Benz herausgegeben wird, erschien 2003 ein Beitrag von Ralf Sonnenberg, der jetzt von ihm überarbeitet und unter der Überschrift „…ein Fehler der Weltgeschichte? – Rudolf Steiners Sicht des Judentums zwischen spiritueller Würdigung und Assimilationserwartung“ in das Buch aufgenommen wurde.
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Ralf Sonnenberg: Plädoyer wider die ›anthroposophische Korrektheit‹
10.Aug.2009 23:24 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
In diesem zuerst 2003 in der Zeitschrift
»Novalis« (Nr. 9/10) erschienenen,
zwischenzeitlich aktualisierten »Plädoyer wider
die ›anthroposophische Korrektheit‹« fordert Ralf
Sonnenberg, Historiker und langjähriger Redakteur
der Zeitschrift »Die Drei«, die anthroposophische
Bewegung auf, sich den gegenüber Rudolf Steiner
erhobenen Rassismus- und Antisemitismus-Vorwürfen
ohne Scheuklappen und Fragetabus zu stellen. An
Beispielen wie einer Veröffentlichung des
Christengemeinschafts-Pfarrers Friedrich
Rittelmeyer aus dem Jahre 1934 sowie eines
Vortrages Rudolf Steiners über den
mittelalterlichen Ahasver-Mythos von 1908 wirft
Sonnenberg die Frage auf, inwieweit die
Anthroposophie auch heute noch an
antijudaistischen Denkfiguren und Stereotypen
partizipiert, die zum Teil dem Fundus
idealistischer Geschichtsphilosophien des 18. und
19. Jahrhunderts entstammen. Die kritische
»Nachlese« Sonnenbergs bezieht sich auf das vor
einiger Zeit vom Bund der Waldorfschulen in
Auftrag gegebene Erscheinen zweier apologetischer
Schriften der Autoren Hans-Jürgen Bader, Manfred
Leist und Lorenzo Ravagli, die rassistische und
antijudaistische Auffassungen Steiners leugnen.
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