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Blor: Forschungen auf heißem Terrain

Der Junghistoriker Peter Hammerschmidt im Fokus von CIA und BND (?)

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Wer Peter Hammerschmidt ist, muss an dieser Stelle wohl kaum noch erklärt werden: Seit Februar 2011 sorgt der junge Mann, der vergangenen Monat sein Studium an der Universität Mainz abgeschlossen hat, mit seinen investigativen Forschungen international für Aufsehen.

Äußerst brisant sind indes die neuesten Entwicklungen:

Wie auf der Konferenz der Intelligence History Association angekündigt, scheint sich Hammerschmidt offenbar zurückgezogen zu haben: Interviewanfragen verneint er, schottet sich ab und konzentriert sich auf die Planungen seines Erstlingswerkes.
In seiner geplanten Dissertation fokussiert Hammerschmidt erneut die Beziehungen zwischen Barbie, dem CIC, der CIA und dem BND.

Kann es da verwundern, dass der Forscher selbst ins Fadenkreuz der internationalen Geheimdienste gerät?

Nach dem internationalen Interesse an seinen Forschungen, konnte sich Hammerschmidt jüngst auch im Rahmen der Konferenz der IIHA vor internationalen Experten der Geheimdienstforschung bewähren.
Nun laufen die Planungen für Forschungsreisen in die USA und Bolivien, folgen Anträge für eine weitere Akteneinsicht beim Bundesnachrichtendienst, sind weitere schmutzige Details zu erwarten, die über die Kooperation zwischen NS-Eliten und internationalen Geheimdiensten Aufschluss geben.

Daneben setzt sich Hammerschmidt gewohnt kritisch für die Aufarbeitung der braunen Vergangenheit bundesdeutscher Behörden ein, im besonderen Fokus: Der BND.

Experten sind sich bereits jetzt sicher: Hammerschmidt wird längst vom Bundesnachrichtendienst observiert.
Bereits 2006 war der Dienst im Zuge der „Journalisten-Affäre“ diesbezüglich in die Kritik geraten.
Hammerschmidts Forschungen, so scheint absehbar, dürften Ergebnisse liefern, die weit diskreditierender auf die Praxis der Schlapphüte in den 1960er Jahre wirkt, als die journalistische Berichterstattung, die im „Schäfer-Bericht“ diskutiert wurden.

Es mag daher auch nicht verwundern, dass Hammerschmidts Homepage (http://peterhammerschmidt.jimdo.com/) nach der Veröffentlichung eines äußerst analytischen, kritischen Beitrags über die jüngsten Entwicklungen beim BND kurzfristig vom Server genommen wurde? – Nun ist die Internetpräsenz wieder online: Ohne den Text.

Ob Hammerschmidt überhaupt eine entsprechende Einreiseerlaubnis erhält, um seine Recherchen in den USA fortzusetzen, bleibt abzuwarten: Am 17. August 2010 wurde Gaby Weber, eine BND-kritische Publizistin, die mit Hammerschmidt offenbar seit vielen Monaten im Austausch steht, von Beamten der US-amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP auf dem Flughafen Washington-Dulles-International an der Einreise in die USA gehindert und verhört. Sie hatte eine ESTA-Anreisegenehmigung dabei. Es wurde ihr nicht gestattet, einen Anwalt oder das deutsche Konsulat zu benachrichtigen. Weber wollte im Bundesarchiv von Washington den Verbleib von deutschen Kriegsverbrechern nach dem Zweiten Weltkrieg recherchieren. Als Begründung wurde das Fehlen von Einreisedokumenten angegeben. Weber hält dies für einen Vorwand.
Ein Vorgang, der auch Hammerschmidt blühen dürfte…

Blor
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