Die innere Leuchtkraft seines Wesens- Valentin Tomberg
21.Jul.2008 21:42 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Einer der Verfemten der Anthroposophischen Gesellschaft ist Valentin Tomberg (1900-1973), ein Hochbegabter, der nach sehr früher Mitgliedschaft in der Anthroposophischen Gesellschaft und nach einer Zweigleitung in Talinn (Estland) 1931 ein tiefes spirituelles Erlebnis hatte. In der Folge (1938) zog er nach Rotterdam und hielt eine Reihe von bedeutenden Vorträgen, von denen viele bis heute im Achamoth- Verlag publiziert werden.
In der Folge wurde Tomberg einerseits durch umlaufende Gerüchte über seinen angeblich „bedeutenden“ esoterischen Rang, aber auch über seine angeblichen Vorinkarnationen, durch heftige Angriffe vonseiten Marie Steiners und durch eine durch den Krieg bedingte absolute Isolation in die Enge getrieben. Er suchte nach einer sakramentalen Vertiefung, wurde aber sowohl von der Christengemeinschaft als auch von der Orthodoxen Kirche zurück gewiesen. In der katholischen Kirche dagegen wurde er mit offenen Armen aufgenommen. Seitdem wird von anthroposophischen Kreisen immer wieder diskutiert, kolportiert und intrigiert, Tombergs Leben sei zweigeteilt gewesen, ja er sei von den Jesuiten in etwas wie eine „okkulte Gefangenschaft“ genommen worden. In jedem Fall aber handele es sich bei Tomberg- obwohl dieser selbst sein Leben lang zu Rudolf Steiner gestanden hat- um eine „Gegnerschaft“ und um eine „Verneinung der Anthroposophie“ (Prokofieff).

Lassen wir doch Tomberg selbst sprechen, über die Imagination:
„Wir beginnen mit der ersten Stufe des übersinnlichen Bewußtseins, welche die Imagination genannt wird. Sie wird erlangt, indem das gewöhnliche Bewußtsein des Menschen Deutlichkeit, Klarheit und innere Verdichtung erfährt- bis zu einem Grade, wo visionäre Deutlichkeit erreicht wird. Nicht wahr, Sie können einen Gedanken im Allgemeinen verstehen und einsehen, aber Sie können ihn so scharf im Auge haben, daß der Gedanke scharfe Umrisse erhält und sichtbar wird. Die Schärfe der inneren Aufmerksamkeit kann so gesteigert werden, daß das, was sonst in allgemeinen Gefühlen und Worten verläuft, eine Deutlichkeit erhält, die zum inneren Schauen der betrachteten Dinge führt. Das ist ein beglückendes Erleben.
Der Mensch empfindet sich bei den ersten Imaginationen, die er erleben darf, in seinem Inneren gestärkt. Er empfindet, daß die innere Leuchtkraft seines Wesens gestiegen ist und daß er als Mensch dadurch für alles im Leben stärker geworden ist. Er empfindet dadurch in sich eine Kraft erwachen, die ihm Überschau in jelicher Situation ermöglicht. eine innere plastische Kraft ist in ihm erwacht, und alles Unklare, Nebelhafte, Zufällige weicht, um Raum zu geben dem Bestimmten, Charaktervollen und Deutlichen. Diese Verdeutlichung des inneren Lebens führt zur Imagination.
Die Imagination ist nicht unbestimmtes Leben in Träumen und Fantasien, nicht passives Empfangen von zufälligen Bildern und Visionen, sondern Imagination ist ein so großes Deutlichwerden des Bewußtseins und ein so geordnetes Leben des Denkens, daß der Mensch zu malen beginnt im geistigen Raum. Dieses Malen-können im geistigen Raum ist ein beglückendes Erlebnis; denn der Mensch empfindet dabei seine Persönlichkeit gestärkt.“
________________________
Tomberg, Sieben Vorträge über die innere Entwicklung des Menschen, S. 74
Weblinks: Sehr gute biografische Beschreibung Wolfgang Garvelmanns zu Tomberg
Zum Vorwurf des „Jesuitismus“ Martin Kriele Allerdings gibt es über Kriele auch diesen sehr kritischen Link („Alexa Kriele vermarktet für 180 Euro pro Stunde angebliche Kontakte zu Engeln zwecks Unternehmensberatung, Heilung und Gewichtsreduzierung. Ihr Ghostwriter ist der pensionierte Professor Martin Kriele....Pöhlmann schildert Krieles Austritt aus der Anthroposophischen Gesellschaft. Noch im selben Jahr 1996 schreibt Kriele ein Buch darüber. Nichts drin über Engel, obwohl er bereits seit 1994 "Fragen gestellt und den Text protokolliert" hat (so Alexa Kriele in "Wie im Himmel, so auf Erden" Band 1 Seite 303). Mitte der sieziger Jahre hatte Kriele den Nachlaß eines Valentin Tomberg übernommen und und betreeut, "der Anthroposophie und Katholizismus miteinander zu verbinden suchte" (Pöhlmann). Heute Kommuniziert Martin Kriele über die Engel seiner Frau alexa offenbar direkt mit Tomberg.“ )
In der Folge wurde Tomberg einerseits durch umlaufende Gerüchte über seinen angeblich „bedeutenden“ esoterischen Rang, aber auch über seine angeblichen Vorinkarnationen, durch heftige Angriffe vonseiten Marie Steiners und durch eine durch den Krieg bedingte absolute Isolation in die Enge getrieben. Er suchte nach einer sakramentalen Vertiefung, wurde aber sowohl von der Christengemeinschaft als auch von der Orthodoxen Kirche zurück gewiesen. In der katholischen Kirche dagegen wurde er mit offenen Armen aufgenommen. Seitdem wird von anthroposophischen Kreisen immer wieder diskutiert, kolportiert und intrigiert, Tombergs Leben sei zweigeteilt gewesen, ja er sei von den Jesuiten in etwas wie eine „okkulte Gefangenschaft“ genommen worden. In jedem Fall aber handele es sich bei Tomberg- obwohl dieser selbst sein Leben lang zu Rudolf Steiner gestanden hat- um eine „Gegnerschaft“ und um eine „Verneinung der Anthroposophie“ (Prokofieff).

Lassen wir doch Tomberg selbst sprechen, über die Imagination:
„Wir beginnen mit der ersten Stufe des übersinnlichen Bewußtseins, welche die Imagination genannt wird. Sie wird erlangt, indem das gewöhnliche Bewußtsein des Menschen Deutlichkeit, Klarheit und innere Verdichtung erfährt- bis zu einem Grade, wo visionäre Deutlichkeit erreicht wird. Nicht wahr, Sie können einen Gedanken im Allgemeinen verstehen und einsehen, aber Sie können ihn so scharf im Auge haben, daß der Gedanke scharfe Umrisse erhält und sichtbar wird. Die Schärfe der inneren Aufmerksamkeit kann so gesteigert werden, daß das, was sonst in allgemeinen Gefühlen und Worten verläuft, eine Deutlichkeit erhält, die zum inneren Schauen der betrachteten Dinge führt. Das ist ein beglückendes Erleben.
Der Mensch empfindet sich bei den ersten Imaginationen, die er erleben darf, in seinem Inneren gestärkt. Er empfindet, daß die innere Leuchtkraft seines Wesens gestiegen ist und daß er als Mensch dadurch für alles im Leben stärker geworden ist. Er empfindet dadurch in sich eine Kraft erwachen, die ihm Überschau in jelicher Situation ermöglicht. eine innere plastische Kraft ist in ihm erwacht, und alles Unklare, Nebelhafte, Zufällige weicht, um Raum zu geben dem Bestimmten, Charaktervollen und Deutlichen. Diese Verdeutlichung des inneren Lebens führt zur Imagination.
Die Imagination ist nicht unbestimmtes Leben in Träumen und Fantasien, nicht passives Empfangen von zufälligen Bildern und Visionen, sondern Imagination ist ein so großes Deutlichwerden des Bewußtseins und ein so geordnetes Leben des Denkens, daß der Mensch zu malen beginnt im geistigen Raum. Dieses Malen-können im geistigen Raum ist ein beglückendes Erlebnis; denn der Mensch empfindet dabei seine Persönlichkeit gestärkt.“
________________________
Tomberg, Sieben Vorträge über die innere Entwicklung des Menschen, S. 74
Weblinks: Sehr gute biografische Beschreibung Wolfgang Garvelmanns zu Tomberg
Zum Vorwurf des „Jesuitismus“ Martin Kriele Allerdings gibt es über Kriele auch diesen sehr kritischen Link („Alexa Kriele vermarktet für 180 Euro pro Stunde angebliche Kontakte zu Engeln zwecks Unternehmensberatung, Heilung und Gewichtsreduzierung. Ihr Ghostwriter ist der pensionierte Professor Martin Kriele....Pöhlmann schildert Krieles Austritt aus der Anthroposophischen Gesellschaft. Noch im selben Jahr 1996 schreibt Kriele ein Buch darüber. Nichts drin über Engel, obwohl er bereits seit 1994 "Fragen gestellt und den Text protokolliert" hat (so Alexa Kriele in "Wie im Himmel, so auf Erden" Band 1 Seite 303). Mitte der sieziger Jahre hatte Kriele den Nachlaß eines Valentin Tomberg übernommen und und betreeut, "der Anthroposophie und Katholizismus miteinander zu verbinden suchte" (Pöhlmann). Heute Kommuniziert Martin Kriele über die Engel seiner Frau alexa offenbar direkt mit Tomberg.“ )
blog comments powered by Disqus