Das Heilige Buch der Werwölfe
23.Jan.2007 19:02 Uhr Abgelegt in:Bücher
- so der Titel des neuesten Romans des russischen Autors Viktor Pelewin. Natürlich richtet sich das Buch vor allem an Werfüchse und auch Werwölfe. Für menschliche Augen und Ohren ist es viel zu obszön. Es werden tatsächlich in Bezug auf sexuelle und gewalttätige Praktiken kaum denkbare Szenen ausgelassen. A Huli, die schöne Erzählerin mit dem feuerroten Schweif, erlebt tatsächlich atemberaubende Abenteuer. Sie ist etwas mehr als 2000 Jahre alt, arbeitet in Moskau als Prostituierte, amüsiert sich mit russischen Ölmagnaten, Geheimdienstleuten, indischen Sikhs und englischen Okkultisten. Die meisten von ihnen sind Menschen und überleben die Begegnung nur höchst selten. In all den Gesprächen hat Huli Zeit, über Land und Leute zu philosophieren. Sie verliebt sich in einen mächtigen grauen Werwolf, der seltsamerweise ziemlich spiessige Ansichten hegt:
"Was hast du eigentlich gegen Schwule?", fragte ich
"Sie sind gegen die Natur".
Dafür entpuppt sich der Graue für eine lange Zeit als sensationeller Sexpartner. Im Laufe der mehr als zweitausendjährigen Existenz hat sich nach Hulis Meinung beim menschlichen Geschlecht nicht allzu viel entwickelt: "Die modernen Persönlichkeitsgebäude ähneln eher Unterständen- da kann nicht viel einstürzen, und sie zu erobern kostet wenig Mühe". Das menschliche Leben ähnelt für sie "einer endlosen Theateraufführung", "wo eitle Mimen sich produzieren, die meinen, sie wären die Ersten, die das auf die Bretter bringen. Unglaublich schnell sind sie abgetreten, und an ihre Stelle tritt ein neues Aufgebot, das dieselben Rollen mit demselben Pathos zu spielen anhebt".

Ein englischer Lord -Fan des Schwarzmagiers Aleister Crowley- hält einen interessanten Powerpoint- Vortrag über Kundalinikraft und Chakren. Seine Leidenschaft sind Schwarze Messen. Leider bemerkt er nicht, dass er seine arroganten Belehrungen im Kreise lauter Werwölfe zum Besten gibt- ein tödlicher Irrtum. Aber immerhin hat er noch Gelegenheit A Huli etwas über eine mystische Transformation der Wertiere zum "Überwertier" mitzuteilen, was diese von nun an verfolgt: "Diversen Quellen zufolge ist dies im Jahr 1925 einem Ihrer Landsleute gelungen, dem Moskauer Anthroposophen Bellow alias Scharikow. Er war Schüler von Doktor Steiner, befreundet mit Maximilian Woloschin und Andrej Bely"..
A Huli strebt von nun an nach Vervollkommnung und begegnet chinesischen Eingeweihten und Magiern auf ihrem Weg. Die Vollendung findet sie schliesslich beim Absprung auf einer Skateboardrampe.
Für empfindsame und unerleuchtete Naturen ist das Buch nicht zu empfehlen. Für Werfüchse dagegen ist es praktisch unentbehrlich.
"Was hast du eigentlich gegen Schwule?", fragte ich
"Sie sind gegen die Natur".
Dafür entpuppt sich der Graue für eine lange Zeit als sensationeller Sexpartner. Im Laufe der mehr als zweitausendjährigen Existenz hat sich nach Hulis Meinung beim menschlichen Geschlecht nicht allzu viel entwickelt: "Die modernen Persönlichkeitsgebäude ähneln eher Unterständen- da kann nicht viel einstürzen, und sie zu erobern kostet wenig Mühe". Das menschliche Leben ähnelt für sie "einer endlosen Theateraufführung", "wo eitle Mimen sich produzieren, die meinen, sie wären die Ersten, die das auf die Bretter bringen. Unglaublich schnell sind sie abgetreten, und an ihre Stelle tritt ein neues Aufgebot, das dieselben Rollen mit demselben Pathos zu spielen anhebt".

Ein englischer Lord -Fan des Schwarzmagiers Aleister Crowley- hält einen interessanten Powerpoint- Vortrag über Kundalinikraft und Chakren. Seine Leidenschaft sind Schwarze Messen. Leider bemerkt er nicht, dass er seine arroganten Belehrungen im Kreise lauter Werwölfe zum Besten gibt- ein tödlicher Irrtum. Aber immerhin hat er noch Gelegenheit A Huli etwas über eine mystische Transformation der Wertiere zum "Überwertier" mitzuteilen, was diese von nun an verfolgt: "Diversen Quellen zufolge ist dies im Jahr 1925 einem Ihrer Landsleute gelungen, dem Moskauer Anthroposophen Bellow alias Scharikow. Er war Schüler von Doktor Steiner, befreundet mit Maximilian Woloschin und Andrej Bely"..
A Huli strebt von nun an nach Vervollkommnung und begegnet chinesischen Eingeweihten und Magiern auf ihrem Weg. Die Vollendung findet sie schliesslich beim Absprung auf einer Skateboardrampe.
Für empfindsame und unerleuchtete Naturen ist das Buch nicht zu empfehlen. Für Werfüchse dagegen ist es praktisch unentbehrlich.
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