Thomas Reinsperger: Nachtodliches Leben und Reinkarnation in Buddhismus und der Anthroposophie
06.Feb.2010 22:57 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
„Ich berufe mich auf meine Notizen von obigem Vortrag und auf den im Internet veröffentlichten Artikel: „Was geschieht, wenn wir sterben“ von Geshe Pema Samten, übersetzt von Oliver Petersen.
Der Sterbevorgang beginnt schon in den letzten Tagen des irdischen Lebens. Die vier Elemente die den menschlichen Körper bilden, beginnen sich schon zu Lebzeiten aufzulösen. Damit sind die alten Elemente Erde (das Feste), Wasser (das Flüssige), Feuer (die Wärme) und Luft, Windenergie (das Bewegende) gemeint.
Das Erdenelement löst sich in das Wasserelement auf, der Sterbende nimmt in einer Art Fata Morgana wahr, als ob Sommerhitze auf einer Straße flimmern würde und seine Kraft lässt nach. Das Wasserelement löst sich dann in das Feuerelement auf, der Sterbende nimmt eine innere Erscheinung von Rauchschwaden wahr, er hört nicht mehr gut und seine Körperflüssigkeiten trocknen aus. Löst sich das Feuerelement im Windelement auf, nimmt der Sterbende das innerlich als „Glühwürmchen“ oder Funkenflug war. Der Körper wird kälter und die Verdauungsfunktion fällt aus. Zuletzt löst sich das Element des Windes in das Element des Bewusstseins auf. Der Sterbende nimmt dies als ein flackerndes Kerzenlicht war. Er kann sich jetzt nicht mehr bewegen, die fünf Sinnesorgane funktionieren nicht mehr. Die Atmung setzt aus. Hier würden die Ärzte nun den Hirntod diagnostizieren. Die geistige Sinneskraft bleibt aber in subtiler Form erhalten und lässt den Sterbenden innere Visionen erscheinen.“
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Tom Mellett: Bert Hellingers Ode an Adolf Hitler
06.Feb.2010 22:15 Uhr
Aber derzeit möchte ich ein sehr aufschlussreiches
Gedicht von Bert Hellinger bringen. Im vor
kurzem hier erschienenen Beitrag über die
sexuellen Missbräuche bei der Canisius-Kolleg
hat Jo etwas über Bert Hellinger kommentiert.
Mir ist sehr wohl bewusst, dass eine große
Kontroverse ihn wegen seiner Einstellung zur
echten Verantwortlichkeit in den Lagen von
Inzest und anderen „aus dem Täter-Opfer
Gleichgewicht“ sexuellen Beziehungen verfolgt.
Aber dieses Gedicht ist noch einmal nachzulesen, weil es seine Einstellung zu Adolf Hitler entlarvt. In 2006 habe ich dieses Gedicht für die amerikanische „Constellation“- Gemeinschaft ins Englische übersetzt.
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Aber dieses Gedicht ist noch einmal nachzulesen, weil es seine Einstellung zu Adolf Hitler entlarvt. In 2006 habe ich dieses Gedicht für die amerikanische „Constellation“- Gemeinschaft ins Englische übersetzt.
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Rudolf Steiners Einflüsse auf Kunst und Design
03.Feb.2010 19:07 Uhr Abgelegt in:Anthroposophie
Von Regina Reinsperger
In Kürze wird es eine Ausstellung des Vitra
Design Museums in Weil am Rhein in Kooperation mit
dem Kunstmuseum Wolfsburg und
dem Kunstmuseum Stuttgart geben. Das
Kunstmuseum Wolfsburg präsentiert vom 13. Mai
bis 3. Oktober 2010 die Ausstellung: „Rudolf
Steiner – Die Alchemie des Alltags“ und
zeitgleich die Ausstellung „Rudolf Steiner und
die Kunst der Gegenwart“. Die Ausstellung wird
dann vom 5. Februar bis 22. Mai 2011, also im
Gedenkjahr zum 150. Geburtstag Rudolf Steiners
im Kunstmuseum Stuttgart zu sehen sein und ab
November 2011 im Vitra Design Museum.
Das Vitra Design Museum schreibt in seiner Ausstellungs-Ankündigung folgende lesenswerte Zeilen:
„ Rudolf Steiner gilt als einer der einflussreichsten und zugleich umstrittensten Reformer des 20. Jahrhunderts. Er gründete die Waldorf-Schulen und trat für ein ganzheitliches Menschenbild ein, das heute in vielen Formen unseren Alltag prägt – ob in Biokosmetik, einem gesteigerten Umweltbewusstsein oder in Produkten aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft. Steiner inspirierte Künstler wie Piet Mondrian, Wassily Kandinsky oder Joseph Beuys, gilt als Begründer der „organischen Architektur“ und entwickelte selbst im Möbeldesign eine einzigartige Formensprache. Mit der Ausstellung „Rudolf Steiner-Alchemie des Alltags“ hat das Vitra Design Museum die erste große Retrospektive über diesen universellen Denker und Künstler realisiert.“
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Das Vitra Design Museum schreibt in seiner Ausstellungs-Ankündigung folgende lesenswerte Zeilen:
„ Rudolf Steiner gilt als einer der einflussreichsten und zugleich umstrittensten Reformer des 20. Jahrhunderts. Er gründete die Waldorf-Schulen und trat für ein ganzheitliches Menschenbild ein, das heute in vielen Formen unseren Alltag prägt – ob in Biokosmetik, einem gesteigerten Umweltbewusstsein oder in Produkten aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft. Steiner inspirierte Künstler wie Piet Mondrian, Wassily Kandinsky oder Joseph Beuys, gilt als Begründer der „organischen Architektur“ und entwickelte selbst im Möbeldesign eine einzigartige Formensprache. Mit der Ausstellung „Rudolf Steiner-Alchemie des Alltags“ hat das Vitra Design Museum die erste große Retrospektive über diesen universellen Denker und Künstler realisiert.“
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Wenn das Kerzlein brennt
01.Feb.2010 22:56 Uhr Abgelegt in:Gesellschaft
Im Spreeblick berichtet als
Blogger ein ehemaliger Schüler des
jesuitischen Canisius- Kollegs:
„Erinnern kann ich mich jedoch sehr gut an das Erwachen unserer Sexualität. Wir waren vielleicht 13, 14 Jahre alt und gerade dabei, unsere eigenen Körper zu entdecken. Zu dieser Zeit gab es merkwürdige Berichte einiger Mitschüler, die Stammbesucher des Nachmittagsklubs an der Schule waren. Sie hatten eine Kerze als Geschenk von einem Pater erhalten, welche die Schüler jedesmal dann anzünden sollten, wenn sie onanierten. Die benutzte Kerze sollten sie später wieder mit den Club bringen, der Pater würde im persönlichen Gespräch klären, ob sie sich zu oft angefasst hätten.“
„Erinnern kann ich mich jedoch sehr gut an das Erwachen unserer Sexualität. Wir waren vielleicht 13, 14 Jahre alt und gerade dabei, unsere eigenen Körper zu entdecken. Zu dieser Zeit gab es merkwürdige Berichte einiger Mitschüler, die Stammbesucher des Nachmittagsklubs an der Schule waren. Sie hatten eine Kerze als Geschenk von einem Pater erhalten, welche die Schüler jedesmal dann anzünden sollten, wenn sie onanierten. Die benutzte Kerze sollten sie später wieder mit den Club bringen, der Pater würde im persönlichen Gespräch klären, ob sie sich zu oft angefasst hätten.“
Das Slow Media Manifest
01.Feb.2010 22:56 Uhr Abgelegt in:Web &
Kultur
Auf der Suche nach einer zeitgenössischen
Konzeption für nachhaltige Internet- Medien (zum
Beispiel ein Blog) ist das „Slow Media Manifest“
entstanden. Für Webmaster und aufmerksame
Nutzer ist das ein interessantes Instrument,
um für die Qualität von Blogs Massstäbe zu
entwickeln. Implizit enthalten ist auch ein
Blick auf den mündigen Netzbürger. Nehmen wir
als Beispiel dafür mal einige Punkte des
Manifests heraus:
„6. Slow Media sind diskursiv und dialogisch: Sie suchen ein Gegenüber, mit dem sie in Kontakt treten können. Die Wahl des Mediums ist dabei zweitrangig. Das Zuhören ist bei Slow Media ebenso wichtig wie das Sprechen. “Slow” bedeutet hier: aufmerksam und zugewandt sein und auch eigene Positionen aus einer anderen Perspektive betrachten und hinterfragen zu können.
7. Slow Media sind soziale Medien: Um Slow Media bilden sich lebendige Gemeinschaften oder Stämme, gleich ob es sich um einen lebenden Autor handelt, der mit seinen Lesern in den Austausch tritt, oder einen verstorbenen Musiker, um dessen Musik sich eine aktive Deutungsgemeinschaft bildet. So fördern Slow Media die Vielfalt und respektieren kulturelle und lokale Besonderheiten.
8. Slow Media nehmen ihre Nutzer ernst: Slow Media treten ihren Nutzern selbstbewusst-freundschaftlich gegenüber und haben ein gutes Gespür dafür, für wieviel Komplexität und Ironie ihre Nutzer bereit sind. Slow Media sehen weder belehrend auf ihre Nutzer herab noch begegnen sie ihnen unterwürfig-anbiedernd.“
Ein solches humanistisches Manifest ist auf dem Hintergrund der heutigen Bedeutung des Internet, was die Masse der Kommunikation betrifft, zu betrachten. 2009 gab es 234 Millionen Websites insgesamt, aber 47 Millionen waren allein in diesem Jahr neu entstanden. 1,73 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung nutzen das Internet, was einer Steigerung von 18% in diesem Jahr entspricht. Es existieren 1,26 Millionen Blogs. 4 Milliarden Fotos sind bei Flickr gespeichert.
So wird es Zeit, angesichts eines wuchernden Mediums über Qualitätskriterien nachzudenken.
„6. Slow Media sind diskursiv und dialogisch: Sie suchen ein Gegenüber, mit dem sie in Kontakt treten können. Die Wahl des Mediums ist dabei zweitrangig. Das Zuhören ist bei Slow Media ebenso wichtig wie das Sprechen. “Slow” bedeutet hier: aufmerksam und zugewandt sein und auch eigene Positionen aus einer anderen Perspektive betrachten und hinterfragen zu können.
7. Slow Media sind soziale Medien: Um Slow Media bilden sich lebendige Gemeinschaften oder Stämme, gleich ob es sich um einen lebenden Autor handelt, der mit seinen Lesern in den Austausch tritt, oder einen verstorbenen Musiker, um dessen Musik sich eine aktive Deutungsgemeinschaft bildet. So fördern Slow Media die Vielfalt und respektieren kulturelle und lokale Besonderheiten.
8. Slow Media nehmen ihre Nutzer ernst: Slow Media treten ihren Nutzern selbstbewusst-freundschaftlich gegenüber und haben ein gutes Gespür dafür, für wieviel Komplexität und Ironie ihre Nutzer bereit sind. Slow Media sehen weder belehrend auf ihre Nutzer herab noch begegnen sie ihnen unterwürfig-anbiedernd.“
Ein solches humanistisches Manifest ist auf dem Hintergrund der heutigen Bedeutung des Internet, was die Masse der Kommunikation betrifft, zu betrachten. 2009 gab es 234 Millionen Websites insgesamt, aber 47 Millionen waren allein in diesem Jahr neu entstanden. 1,73 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung nutzen das Internet, was einer Steigerung von 18% in diesem Jahr entspricht. Es existieren 1,26 Millionen Blogs. 4 Milliarden Fotos sind bei Flickr gespeichert.
So wird es Zeit, angesichts eines wuchernden Mediums über Qualitätskriterien nachzudenken.
Claude Monet (1840 – 1926) – Maler der Lichtstimmungen
01.Feb.2010 22:55 Uhr
Von Regina Reinsperger
Im Von der Heydt - Museum in Wuppertal läuft noch bis zum 28. 02. 2010 eine außergewöhnlich große Überblicksaustellung über das Gesamtwerk des bedeutenden Impressionisten Claude Monet, das in Deutschland bisher noch nie gezeigt wurde.
Auch Monet war ein Maler des Lichtes. Auch er malte, wie Jawlensky, Serien. Seine erste Serie von 1889-1892 zeigt Bilder von mit Heu abgedeckten Getreideschobern, die er bei einem Spaziergang entdeckte und dann in unterschiedlichen Lichtverhältnissen der Tages- und Jahreszeiten malte. Dies wiederholte er mit den Bildern der Pappel-Allee-Serie und den Bildern der Kathedrale von Rouen. In diesen Bildern versuchte Monet die Atmosphäre und Veränderungen des Lichtes darzustellen, die Bildgegenstände treten dabei jedoch in den Hintergrund. Am bekanntesten ist die Serie seiner Seerosenbilder geworden. Hier malte er über 30 Jahre immer wieder den Seerosenteich in seinem Garten. (Er beschäftigte einen Gärtner allein zur Pflege seiner Seerosen.) Im Gegensatz zu den früheren Serienbildern sind in diesen Bildern auch die Bildgegenstände, die Seerosen, wichtig: Monet beobachtete, welche Farben ihm das Leben und Wachstum seiner Seerosen zeigte und ihm gelang, angeregt durch die genaue Beobachtung des Zusammenspieles von Licht und Wasser, Farben und Pflanzen-Leben des Seerosenteiches, die Perspektive und die realen Formen zu verlassen und die Schwelle zur „Abstraktion“ zu überschreiten. Er wurde durch seine Arbeit Wegbereiter für die abstrakte Kunst des 20. Jahrhundert.
„In der Hinführung vom Frühwerk über die Zeit, in welcher er sich an die Meister von Barbizon anlehnte, dann die hohe Zeit der impressionistischen Bilder, wird das alle Maßstäbe sprengende Spätwerk umso klarer hervortreten“ schreibt das Museum auf seiner Internetseite über die Ausstellung. Wer kann, sollte sich also diese Gelegenheit, das Gesamtwerk eines Wegbereiters der abstrakten Kunst zu sehen, nicht entgehen lassen.
Quellen: Der sehr lesenswerte Wikipedia-Lexikon-Artikel: „Claude Monet“ mit link auch zur Ausstellung im Von-der-Heydt-Museum Wuppertal.
Im Von der Heydt - Museum in Wuppertal läuft noch bis zum 28. 02. 2010 eine außergewöhnlich große Überblicksaustellung über das Gesamtwerk des bedeutenden Impressionisten Claude Monet, das in Deutschland bisher noch nie gezeigt wurde.
Auch Monet war ein Maler des Lichtes. Auch er malte, wie Jawlensky, Serien. Seine erste Serie von 1889-1892 zeigt Bilder von mit Heu abgedeckten Getreideschobern, die er bei einem Spaziergang entdeckte und dann in unterschiedlichen Lichtverhältnissen der Tages- und Jahreszeiten malte. Dies wiederholte er mit den Bildern der Pappel-Allee-Serie und den Bildern der Kathedrale von Rouen. In diesen Bildern versuchte Monet die Atmosphäre und Veränderungen des Lichtes darzustellen, die Bildgegenstände treten dabei jedoch in den Hintergrund. Am bekanntesten ist die Serie seiner Seerosenbilder geworden. Hier malte er über 30 Jahre immer wieder den Seerosenteich in seinem Garten. (Er beschäftigte einen Gärtner allein zur Pflege seiner Seerosen.) Im Gegensatz zu den früheren Serienbildern sind in diesen Bildern auch die Bildgegenstände, die Seerosen, wichtig: Monet beobachtete, welche Farben ihm das Leben und Wachstum seiner Seerosen zeigte und ihm gelang, angeregt durch die genaue Beobachtung des Zusammenspieles von Licht und Wasser, Farben und Pflanzen-Leben des Seerosenteiches, die Perspektive und die realen Formen zu verlassen und die Schwelle zur „Abstraktion“ zu überschreiten. Er wurde durch seine Arbeit Wegbereiter für die abstrakte Kunst des 20. Jahrhundert.
„In der Hinführung vom Frühwerk über die Zeit, in welcher er sich an die Meister von Barbizon anlehnte, dann die hohe Zeit der impressionistischen Bilder, wird das alle Maßstäbe sprengende Spätwerk umso klarer hervortreten“ schreibt das Museum auf seiner Internetseite über die Ausstellung. Wer kann, sollte sich also diese Gelegenheit, das Gesamtwerk eines Wegbereiters der abstrakten Kunst zu sehen, nicht entgehen lassen.
Quellen: Der sehr lesenswerte Wikipedia-Lexikon-Artikel: „Claude Monet“ mit link auch zur Ausstellung im Von-der-Heydt-Museum Wuppertal.
Das Wabern im globalen Dorf
Quelle des Bildes
Vielleicht ist es Zeit, sich einmal wieder mit dem frühen Theoretiker Marshall McLuhan zu beschäftigen, der klug, aber etwas drastisch angesichts der neuen elektronischen Medien über deren Einfluss auf den Menschen gedacht hat. Für ihn fand die elektronische Revolution schon in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts statt, eine Revolution („For the past 3500 years of the Western world, the effects of media — whether it’s speech, writing, printing, photography, radio or television — have been systematically overlooked by social observers.“), die eine schockartige, unkontrollierte und unmittelbare Erweiterung der menschlichen Sinne und Kommunikation mit sich bringen würde, aber auch die Gefahr einer kollektiven und globalen Gleichschaltung.
Das Ganze ist inzwischen - 50 Jahre später- zwar tatsächlich eingetreten- einschließlich der Gleichschaltung via globaler kultureller Events, TV- Shows und Internet- Medien, hat aber doch nicht zu dem kollektiven Identitätsverlust geführt, den McLuhan befürchtet hatte: „In the past, the effects of media were experienced more gradually, allowing the individual and society to absorb and cushion their impact to some degree. Today, in the electronic age of instantaneous communication, I believe that our survival, and at the very least our comfort and happiness, is predicated on understanding the nature of our new environment, because unlike previous environmental changes, the electric media constitute a total and near-instantaneous transformation of culture, values and attitudes. This upheaval generates great pain and identity loss, which can be ameliorated only through a conscious awareness of its dynamics. If we understand the revolutionary transformations caused by new media, we can anticipate and control them; but if we continue in our self-induced subliminal trance, we will be their slaves.“
Aber die Abhängigkeit des Menschen von diesem Medium ist- auch in wirtschaftlicher Hinsicht- heute mehr und mehr eine Tatsache. Die Grundgedanken McLuhans sind hier in einem Interview mit dem Playboy nachzulesen- eine Vision aus dem Jahr 1969.
Natürlich ist die Erweiterung der Sinne und des Leibes durch diese Medien heute festzustellen, die McLuhan so beschrieb: „Alle Medien sind Ausdehnung menschlicher Fähigkeiten – seien sie psychisch oder physisch. – Das Rad ist eine Ausdehnung des Fußes. Das Buch ist eine Ausdehnung des Auges, Kleider sind eine Ausdehnung der Haut, die Medien unserer Zeit sind eine Ausdehnung des Zentralnervensystems. Indem Medien die Umwelt verändern, schaffen sie in uns eine ganz bestimmte Konstellation sinnlicher Wahrnehmung. Die Ausdehnung nur eines Sinnes verändert die Art, wie wir denken und handeln, die Art, wie wir unsere Körper wahrnehmen. Wenn diese Verhältnisse sich wandeln, wandelt sich der Mensch.“ (Quelle Blogpiloten) Aber der Mensch wandelt sich nicht nur, er integriert auch die neuen Fähigkeiten. Vor allem ändert sich auch die Verantwortlichkeit des Einzelnen. Die aktuelle Katastrophe in Haiti mobilisiert durch die Medien ein globales Gefühl dafür, verantwortlich zu sein. Das gilt aber nicht unbedingt für den Obdachlosen, der Tag für Tag vor dem Bäcker sitzt, bei dem ich meine Brötchen hole. Der ist halt noch nicht medial präsentiert und vermarktet.
Es sind nicht nur die integren Berichte über Katastrophen in aller Welt, nicht nur die musikalischen Mega- Events, nicht nur die grassierenden Gerüchte und albernen Verschwörungstheorien, die durchs Internet wabern, was in diesem Zusammenhang auch einen Bezug zu Rudolf Steiner herstellt. Ich finde dieses seltsame - von Regierungen uniform gepuschte - Angstsyndrom so auffällig, sei es nun vor Klimakatastrophen oder vor Hühner-, Schweine- und Ziegengrippe- Epidemien. Gerne und breit werden Untergangsszenarien aller Art verbreitet. Vielleicht illustriert so etwas Rudolf Steiners mehrfach und drastisch geäußerte Bedenken vor der von ihm so genannten „Öffentlichen Meinung“: „Die öffentliche Meinung ist weniger wert, als was sich der einzelne als Meinung, wenn er fortschreitet, erringen kann. Sie ist untermenschlich.“ (GA 141, Seite 134).
Hier, meint Steiner, sind die Dämonen der heutigen und künftigen Zeit wirksam. Das „globale Dorf“ (ein Begriff von McLuhan) wird heute von Szenarien durchwabert, deren negative Energien er „luziferische“ nennt: „Und sie wirken in einer verschwommenen, durcheinanderflutenden Gedankenmacht der öffentlichen Meinung. Man versteht auch die Funktion der öffentlichen Meinung nur, wenn man weiß, dass sie in dieser Art in die Menschheit hineinkommt.“ (GA 141, Seite 128). So weit muss man natürlich nicht gehen. Man kann es durchaus dabei belassen, die drohende Uniformität im globalen Dorf, die durch weltweite, manchmal gut gemeinte Kampagnen angestossen wird, mit Interesse und einiger Verwunderung als die Schattenseite des heute technisch möglichen globalen Dialogs zu betrachten.